Show notes
Es ist längst zum Thema geworden in der US-Amerikanischen Fernsehlandschaft: das Blackfacing. Weiße Menschen bemalen sich das Gesicht schwarz. Doch auch Stimmen bleiben vom aktuellen Diskurs der racial justice in den USA nicht unberührt. Blackvoicing beschreibt den Umstand, dass Weiße Schwarzen Charakteren aus Cartoons ihre Stimme leihen. Apu von dem Simpsons löste eine kritische Debatte aus - auch wenn Apu Inder ist und damit nicht direkt als Schwarzer gelten kann, sondern eher als Man of Color. Auch der Sprecher von Cleveland, der schwarze Nachbar von Peter Griffin aus Family Guy, trat von seiner Sprecherrolle zurück. Über Jahrzehnte hinweg liehen sie unkritisch People of Color ihre Stimme. In Deutschland ist dieser Umstand durch die Synchronisation erheblich verschärft: hier sind es keine fiktiven, gezeichneten Charaktere, sondern echte schwarze Menschen, denen eine weiße Stimme gegeben wird. Was wird dabei alles gelöscht? Und was bleibt noch vom schwarzen Menschen übrig? Von seiner Stimme? Seinem Black English? Es ist längst an der Zeit, dass sich dem Thema kritischer genähert wird. Einen Anfang - aber längst nicht als erstes - macht diese Folge und die gesamte Staffel. Besondere Grüße gehen raus an Charles Rettinghaus!Quellen Deutschlandfunk Welt+ Artikel über Soul Schwarze SprecherFurther Reading John McWhorter – Talking Back, Talking Back Ijeoma Oluo – So You Want to Talk About Race Reni Eddo-Lodge – Why I’m No Longer Talking to White People About Race Alice Hasters – Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten



