Show notes
Ob Valley Girl Talk, Vocal Fry oder die Herkunft der Sprecher*in - die deutsche Synchronisation überrollt es alles. Es ist ein breit akzeptierter und gewohnheitsmäßiger kultureller Imperialismus. Wer hätte das gedacht? Vorsicht! Die hochdeutschsprechende weiße Frau betritt die Bühne und schubst alle anderen Geschlechter-Konstruktionen von den Brettern, die die Welt bedeuten. Es ist der Soziolekt, der unter der bekömmlichen Kommodität "Ich schaue lieber auf Deutsch" (TM) nicht nur leidet, sondern ausstirbt. So ist es dem Synchronstudio egal, ob jemand eine weiße Blondine oder Comanche gesprochen hat. Nur glasklar und deutlich muss sie sprechen, bloß nicht 'anders'. Ging es in der letzten Folge um Race und Charles Rettinghaus, geht es in dieser Folge um Laura Oetell und die Weiblichkeit, Femininität in dieser Anderswelt, die sich Synchronisation nennt.Zunächst aber erfolgt ein kurzer Abriss der Definition des Gender-Begriffes, der Geschichte und Wellen des Feminismus, die Problematik des white feminism und dem Geschlecht in der Grammatik. Obendrauf kommen noch Beispiele über Gender-Konstrukte und Erwartungen in der Übertragung und Übersetzung aus der Musik. Na, wenn das nichts ist...Further Reading:John McWhorter - The Language Hoax: Why the World Looks the Same in Any LanguageSimone de Beauvoir - Das andere GeschlechtThomas Laqueur - Auf den Leib geschrieben: die Inszenierung der Geschlechter von der Antike bis Freud Buch Lust auf noch mehr Folgen und exklusives Bonusmaterial? Einfach subben und nicht dubben.



