Die heutige Folge habe ich schon die ganze Zeit im Kopf gehabt, aber dennoch kann sie eher durch Zufall. Nastassja darf seit dieser Woche wieder ihr Geschäft aufnehmen und dort liegt daher auch in diesen Wochen ihre Priorität. Das ist nur logisch und ich freue mich für sie, dass sie die Schließung tatsächlich gestärkt überstanden hat!
Daher haben wir heute kein Interview für dich, dafür aber sieben Hacks, die dir definitiv im Arbeitsalltag helfen werden. Warum sind wir uns da so sicher? Weil das unsere Interviewpartner beweisen!
Wie immer gilt: wenn dir gefällt, was du hörst, lass uns fünf Sterne da und sag uns in der Bewertung, was dich am meisten motiviert hat!
Und jetzt geht’s los!
Jeder unserer Interviewpartner hat uns einen persönlichen Einblick in seine oder ihre Arbeits- und Führungspraxis gegeben. Und diese Hacks möchten wir heute noch einmal mit dir zusammengefasst teilen.
Ich rede nicht mehr lange drum herum, sondern los geht’s mit Hack Number One…
Hack No 1: Aufgeräumter Arbeitsplatz, aufgeräumter Kopf
Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: deiner räumlichen Umgebung. Erst wenn an deinem Arbeitsplatz Ordnung herrscht, wirst du auch den Kopf frei haben, um Themen entwickeln, ausbauen und fertigstellen zu können. Da widersprichst du? Denk doch mal an Prüfungssituationen zurück und wie du da immer zunächst alles geputzt hast - so sauber war deine Wohnung noch nie! Oder warum können wir uns in einer Bibliothek so gut konzentrieren? Sabine Nietmann beweist uns und ihren Kunden, dass Ordnung auch "Gehenlassen" bedeutet. Du lässt unnötige Dinge und auch Themen gehen - und damit auch oftmals psychischen Ballast. Oder aber auch einfach die 378 Mails in deinem Posteingang, die du noch bearbeiten möchtest, wenn du Zeit hast, aber wir wissen beide, dass das nicht geschehen wird.
Hack No 2: Grundlagen schaffen
Klingt so einfach, aber zu oft lassen wir uns im Beruf von den großen Themen locken. Wir sind uns denke ich alle einig, dass es Ziele und Visionen braucht. Jedoch können diese nur erreicht werden, wenn wir unsere Hausaufgaben machen - und da heißt es Grundlagen schaffen. Unser erstes Interviewgast Adam Paul Taylor, ist Coach im Sportbereich und sieht in seinem Alltag immer wieder junge Gründer sich ausschließlich auf das "Außen" konzentrieren. Das Back-Office, mit gesetzten Strukturen und eine grundlegenden Marketingstrategie fehlt jedoch. Daher bleibt der Erflog meist nur kurzfristig. Zusätzlich erspart der Perspektivenwechsel vom Außen ins Innen reaktiv erzeugten Stress.
Hack No 3: Stärken stärken
So oft geht es darum, dass wir an unseren Schwächen arbeiten und versuchen, diese im wahrsten Sinne zu schwächen. Lasst uns das nicht verteufeln, aber damit fokussieren wir uns sehr auf das erlernen von Fähigkeiten, anstatt diese auszubauen, die uns bereits gegeben sind. Werde dir deiner Stärken bewusst, baue sie aus und nutze sie entsprechend. Im Gespräch mit Karolin König haben wir viel über Burnoutsymptome gesprochen und dass drei von fünf ihrer Klienten darunter leiden. Sich außerhalb der Komfortzone zu bewegen triggert, aber erzeugt auch viel Druck. Daher tut es in vielerlei Hinsicht gut, sich häufiger auf das zu besinnen, was bereits vorhanden ist.
Hack No 4: Nur weil du es kannst, musst du es nicht machen
Können bedeutet nicht gleich, dass dieses Projekt auch das richtige für dich ist. Hannu Sparwald begleitet junge Gründer und evaluiert dabei nicht nur deren Ideen, sondern schaut auch ganzheitlich, ob die Persönlichkeit als Gründer stimmig ist. Als Ideengeber musst du nicht immer gleich für die Umsetzung zuständig sein. Und auch wenn es theoretisch in deinen Möglichkeiten liegt, so können es andere vielleicht besser. Das greift auch auf unseren Hack No 3 zurück, in dem es um Komfortzone geht und das gilt auch hier. Um dich weiterzuentwickeln geh bedacht darüber hinaus, aber bleibe auch ausreichend im Komfort, um das Projekt erfolgreich zu Ende zu steuern. Es ist OK, dir Hilfe zu holen.
Hack No 5: Ideen teilen
Von Tom Braun lernen wir, wie ein Team als Organismus entstehen kann. Agilität, Digitalisierung, Work-Life-Balance - alles das gibt es und es geht darüber hinaus. Jeder einzelne wird gefördert, gefordert, jeder hat ein Mitspracherecht, das Team diskutiert offen und dennoch trägt jeder Verantwortung. Klingt komplex und ja, das ist es auch. Aber grundsätzlich beginnt alles damit, dass das Team bereit ist, zu teilen. Es existiert kein falscher Ehrgeiz, als erstes mit einem Erfolg dazustehen oder Angst, jemand könne die Idee klauen. Und diese Einstellung lässt Ideen schließlich wachsen.
Hack No 6: Sei bereit, Themen unvollendet zu lassen
Wenn du bereits viel Zeit und Leidenschaft in ein Projekt oder ein To Do gesteckt hast, dann ist es schwer, sich einzugestehen, wenn etwas nicht funktioniert. Scheitern ist schwer, aber nicht jedes Scheitern ist gleich schlecht. Hast du schon einmal etwas vom Sunk-Cost-Bias gehört? Das ist mit dem Flughafen BER einfach erklärt: man hat bereits zu viel Geld reingesteckt, um es das Gebäude einfach abzureißen und neu aufzubauen. Also wird immer mehr Geld reingesteckt, um es zu retten. Meine Freundin und Podcastkollegin Nastassja hat aufgrund von Corona ihren Laden geschlossen. Viele mussten das, aber sie hat es bereits vor der offiziellen Verordnung getan. Warum? Weil sie dann im Griff hatte, wie die Schließung von Statten ging und sich vor allem auf die Alternative konzentrieren konnte. Heute können wir berichten, dass das genau richtig war. Sie konnte weiterhin Umsatz generieren und Kunden halten.
Hack No 7: Authentizität gewinnt immer
"Wenn ich authentisch bin, dann polarisiere ich." verrät uns Simone Zander im Interview. Sie weiß, dass sie damit nicht jedem gefallen wird - und das ist OK. Und nicht nur Simone, sondern alle unsere Interviewgäste haben vor allem ihre Authentizität gemeinsam. Es ist OK, wenn du Dinge nicht beherrscht. Es ist OK, wenn du auch mal scheiterst. Er ist OK, wenn du damit auch OK bist. Und ein letzter Satz hierzu, bevor die Kalendersprüche aufgebraucht sind: wenn du deine Schwächen akzeptierst und du deine Stärken kennst, dann wirst du damit automatisch Erfolg erzielen!
Wenn dich jetzt der ein oder andere Hack noch einmal genauer interessiert, dann hör' doch einfach noch einmal in das komplette Interview rein!
Und wenn auch bei dir der Mensch im Mittelpunkt steht und du Strategien hast, die du teilen möchtest, dann schreib und gerne eine Mail oder via Instagram. Wie freuen uns auf dich und gemeinsam mit dir die Arbeitswelt menschlicher zu gestalten!
Bleib gesund und bis zum nächsten Interview!

