
Ob Reizgasangriffe im Klassenzimmer oder Messerstechereien auf dem Schulhof: fast täglich berichten die Medien über gewalttätige Vorfälle an deutschen Schulen. Für Berlin liegt jetzt erstmals eine repräsentative Studie zum Thema vor. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte bewertet Gewalt als großes oder sehr großes Problem. Schon Grundschulkinder berichten von Beleidigungen, Mobbing und Schlägen.
Findet an deutschen Schulen eine „Normalisierung von Gewalt“ statt? Oder ist Berlin ein Sonderfall? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Clemens Kroneberg – Soziologe an der Universität Köln; Dirk Lederle – Vizechef des VBE, des Verbands Bildung und Erziehung Baden-Württemberg und Schuldirektor; Jeannette Otto –
Bildungsredakteurin der Wochenzeitung „Die Zeit“
Sep 22
44 min

Für Friedrich Merz sind es die entscheidenden Tage im Kampf um seine Macht. Doch bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin steht nicht nur die Zukunft des Kanzlers auf dem Spiel. Spätestens seit dem Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt verdichtet sich der Eindruck: Der Mitte geht die Luft aus, die Ränder legen zu, die politische Landschaft sortiert sich neu. Wie wird dieser Wahlherbst die Republik verändern? Michael Risel diskutiert mit Mariam Lau – Journalistin, DIE ZEIT; Prof. em. Dr. Werner Patzelt – Politikwissenschaftler, TU Dresden; Prof. Dr. Wolfgang Schroeder – Politikwissenschaftler, Universität Kassel
Sep 21
44 min

Russland wählt ein neues Parlament. Am kommenden Wochenende sind mehr als 100 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Im Vorfeld hat ein Gericht mit „Jabloko“ die einzige Partei ausgeschlossen, die sich gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt. Während Russlandkenner deshalb keine grundlegenden, politischen Veränderungen in der Duma erwarten, ist die Wahl für Putin ein Gradmesser der aktuellen Lage im Land. Wie wichtig ist die Dumawahl wirklich? Andrea Beer diskutiert mit Inna Hartwich – Journalistin NZZ in Zürich; Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder – Senior Fellow am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) , Bonn; Dr. Félix Krawatzek – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin
Sep 18
44 min

Mit der 5. Staffel von „Babylon Berlin“ geht das wohl aufwändigste Serienprojekt im Deutschen Fernsehen zu Ende. Die Saga rund um Charlotte Ritter und Kommissar Gereon Rath endet mit der Machtergreifung Hitlers 1933. Insgesamt hat die Serie den Anspruch, Verbindungslinien zwischen unserer Gegenwart und den letzten Tagen der Weimarer Republik zu ziehen. Welches Geschichtsbild vermitteln Unterhaltungs-Serien wie Babylon Berlin? Und wieviel Aufklärung und Erkenntnis steckt in solchen historischen Formaten? Karsten Umlauf diskutiert mit Dr. Hanno Hochmuth – Historiker, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Prof. Dr. Judith Keilbach – Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Freie Universität Amsterdam; Rüdiger Suchsland – Filmkritiker und Regisseur
Sep 17
44 min

Es ist ein Fall, der die Welt alarmiert: Eine KI bricht aus, verselbständigt sich, hackt sich in fremde Systeme. Was im Internet bekannt ist als „The Hugging Face Incident“, könnte ein Wendepunkt sein in der Geschichte der Künstlichen Intelligenz. „Wir müssen das Tempo verlangsamen, mit dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern,“ fordert der Chef des führenden KI-Herstellers Anthropic. Andernfalls, so prophezeien manche, könne KI die Menschheit bald auslöschen. Was ist dran an solchen Horrorszenarien? Wie begründet ist die Angst vor dem Kontrollverlust? Und wie lässt sich die mächtige Technologie noch zügeln? Michael Risel diskutiert mit Dr. Aljoscha Burchardt – Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz; Prof. Dr. Holger Hoos – Alexander von Humboldt-Professor für Informatik an der RWTH Aachen; Eva Wolfangel – freie Wissenschaftsjournalistin
Sep 16
44 min

400 Stunden pro Jahr: So viel Zeit kosten Meetings Arbeitnehmer in Büros und Verwaltung. Arbeitsforscher halten rund ein Drittel davon für Zeitverschwendung. Außerdem wird jeder Beschäftigte x-mal am Tag durch Konferenzen in seiner eigentlichen Arbeit unterbrochen. Das geht zu Lasten der Produktivität und ist teuer. Gleichzeitig müssen Austausch und Absprachen sein. Wann sind geschäftliche Meetings sinnvoll, wann ineffektiv? Und wie könnte KI die Konferenz-Kultur verändern? Marion Theis diskutiert mit Fabio Krüger – Arbeits- und Organisationspsychologie Uni Hamburg; Dr. Susanne Spülbeck –
Organisationsethnologin Uni St. Gallen; Dr. Clemens Striebing – Soziologe Fraunhofer Institut IAO
Sep 15
44 min

Lichthupe auf der Autobahn, lebensgefährliche Überholmanöver auf der Landstraße, Beleidigungen und Drohungen gegen Andere – laut einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erleben Verkehrsteilnehmer solche Szenen immer häufiger. Mehr als die Hälfte der Betroffenen fühlt sich heute nicht mehr sicher, zugleich gibt fast jeder zweite Autofahrende an, manchmal selbst zu drängeln. Woher kommt das raue Klima auf den Straßen? Und wie lässt sich gegensteuern? Norbert Lang diskutiert mit Stefan Grieger – Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR); Dr. Jens Schade – Verkehrspsychologe, TU Dresden; Kirstin Zeidler – Leiterin der Unfallforschung der Versicherer (UDV)
Sep 14
44 min

Die Bilder des 11. September 2001 sind fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Die brennenden Zwillingstürme des World Trade Centers wurden schnell zu einem Symbol: für den islamistischen Kampf gegen den Westen, für den globalen „war on terror“, für tiefgreifende politische und persönliche Unsicherheiten. Wie hat „9/11“ das Selbstverständnis der USA, das Verhältnis zu Europa und auch zu internationalem Recht verändert? Wie wurden die tödlichen Anschläge verarbeitet und warum hat der Prozess gegen die Täter immer noch nicht begonnen? Karsten Umlauf diskutiert mit Andrea Böhm – Journalistin, Die ZEIT; Prof. Dr. Matthias Goldmann – Jurist, EBS Universität für Wirtschaft und Recht Wiesbaden; Prof. Dr. Bernd Greiner – Historiker
Sep 11
44 min

Ein Lehrer erklärt einem Schüler, warum er nicht AfD wählt, daraufhin ermahnt ihn das Schulamt. Einer von vielen Vorfällen, seitdem rechtsextreme Gruppen versuchen, Einfluss auf Schulen zu nehmen. Das verunsichert Lehrkräfte wie auch Schüler. Wie politisch dürfen Lehrerinnen und Lehrer sein? Wo beginnt Meinungsmache oder Indoktrination? Und wie lassen sich Werte vermitteln, ohne Parteipolitik zu betreiben? Marion Theis diskutiert mit Nils Dormann – Junge Liberale; Eva Glaser – Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz; Vincent Große – Lehrer, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt
Sep 10
44 min

Deutschland rutscht in der Pisa-Studie auf einen historischen Tiefstand. Ein Vierteljahrhundert nach dem ersten PISA-Schock sind die Ergebnisse in den Fächern Mathe, Lesen und Naturwissenschaften schlechter als je zuvor. Dabei geht es nicht um Noten, sondern darum, ob die getesteten 15-Jährigen ihr Wissen anwenden können. Also, z.B. eine längere E-Mail lesen oder eine Graphik verstehen. Was sagen die miserablen Leistungen deutscher Schüler und Schülerinnen über die Versäumnisse der Bildungspolitik? Michael Köhler diskutiert mit Prof. Dr. Nina Kolleck – Bildungsforscherin, Universität Potsdam; Prof. Dr. Kai Maaz – Direktor Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation; Dr. Ulrich Ludewig – Institut für Schulentwicklungsforschung, TU Dortmund
Sep 9
44 min
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