
Wer Google Maps zur Navigation verwendet, hat sie sicher schon bemerkt, die im August 2022 eingeführte Funktion “nachhaltigste Route”. Nutzer_innen sollen mit Hilfe dieser neuen Voreinstellung Kraftstoff sparen und die Umwelt schonen. “Zu der Geschichte gehört auch, dass es oft eine schöne Route ist und vielleicht auch eine stressfreie”, ergänzt Alexandra Großkurth.
Doch das ist ein fast nebensächlicher Aspekt. Denn Birgit Ahlers & Alexandra Großkurth wollen viel mehr und können das auch in ihrer Rolle als Strategic Partner Manager bei Google Deutschland: “Was uns an unserer jetzigen Rolle extrem begeistert, ist, dass wir mit Technologie auch wirklich das Gefühl haben, was bewegen zu können. Google hat sich sehr ambitionierte Ziele gesetzt und unser CEO hat dazu gesagt, dass es ein bisschen wie eine Mondlandung sei.“ So erzählen sie.
Wir erfahren Spannendes, Erstaunliches und Inspirierendes aus Googles Initiativen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Beispielsweise zu möglichen Ideen für weitere Nachhaltigkeitsfeatures wie die Verfügbarkeit von Ladesäule für die E-Mobilität oder alternative Mobilitätsangebote in Google Maps.
Doch viel interessanter als das sind detaillierte Einblicke in das Tool “Environmental Insights Explorer”, das Städten Umweltdaten wie zum Beispiel Emissionsdaten zur Verfügung stellt. Oder so wichtige Informationen bereit hält, wie das Solarpotential auf den Dächern. Oder – noch in Arbeit – zur Luftqualität.
Ziel ist, die Städte darin zu unterstützen, möglichst gute lokale Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen zu tätigen und neben dem Klimaschutz auch eine bessere urbane Lebensqualität zu fördern. Denn, sagen beide, “man muss ja erstmal informiert sein, um eine Entscheidung treffen zu können, die den ökologischen Fußabdruck im Zweifelsfall reduzieren kann.”
Natürlich fragen wir nach, wie das alles unter anderem mit dem Datenschutz vereinbar ist und erhalten auch hier offene Informationen und Zahlen.
Wenn Ihr mehr wissen möchtet, zum Beispiel auch über Airviewautos, dann hört rein in diese Episode.
Lasst euch überraschen und inspirieren.
Dec 14, 2022
40 min

„Digitalisierung ist der größte Treiber von Veränderung in unserer Gesellschaft seit der Entdeckung des Feuers.“
„Von den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung lassen sich bis zu 13 nur mit Einsatz digitaler Hilfsmittel erreichen.“
„Eine E-Mail hat bis zu 50% des CO2-Fußabdrucks einer physischen Postkarte, leider senden wir viel mehr E-Mails als wir dadurch Postkarten einsparen.“
Dies sind einige der Kernaussagen aus bisher 104 Interviews unter dem Titel „Software for Future“ aus unserem gleichnamigen Podcast. Wir wollen verstehen, wie wir das mächtigste Werkzeug unserer Zeit so einsetzen, dass wir damit die größte Krise unserer Zeit lösen, ohne dass dieses Werkzeug mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
Mit einem Rückblick auf mehr als 5 Jahre Podcast-Interviews wagt Nils Löwe ein Zwischenfazit auf eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Welche Chancen bietet uns die Digitalisierung in Hinblick auf Nachhaltigkeit und wie können wir sie nutzen, um den Klimawandel zu stoppen oder sogar umzukehren.
In dieser Episode begegnest du einigen unserer Lieblingszitate, die sich bei uns mittlerweile fast zu geflügelten Worten entwickelt haben.
Bei dem Versuch einer Definition des Begriffs Digitalisierung bildet beispielsweise diese ungewöhnliche Aussage immer wieder einen spannenden Ausgangspunkt: “Tomatensuppe lässt sich nicht digitalisieren.”
So wie es keine einfache und eindeutige Definition des Begriffs “Digitalisierung” gibt, ist auch der Begriff “Nachhaltigkeit” auf vielfältige Weise beschreibbar. Die von uns favorisierte Erklärung gab Prof. Hensel-Börner von der HSBA: “Nachhaltigkeit bedeutet, bei allem, was wir tun, zu berücksichtigen, was das zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort für jemand anderen bedeuten kann.”
Diese Episode schlägt einen großen Bogen und bringt viele Erkenntnisse zusammen.
Lasst euch überraschen und inspirieren.
Und vielleicht habt Ihr ja Lust bekommen, die eine oder andere Episode neu zu hören.
Es ist wie die Wiederbegegnung mit einem guten Buch.
Nov 16, 2022
22 min

“Ich finde es immer wieder erschreckend, dass das Thema Nachhaltigkeit bei ganz vielen noch gar nicht so präsent ist, obwohl es ein sehr altes Thema ist.” sagt Dr. Dina Barbian im Gespräch mit uns.
Die Aussage “sehr alt” stützt sie beispielsweise durch Hinweisen auf die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von 1992 oder den Bericht “Die Grenzen des Wachstums” vom Club of Rome aus den 70er Jahren.
Tatsächlich forscht sie schon lange zum Thema Nachhaltigkeit und war zu Beginn der 2000er eine der ersten, die sich mit dem Zusammenhang und dem notwendigen Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Digitalisierung beschäftigt haben.
So überrascht es nicht, dass wir viel über nachhaltige Softwareentwicklung, Green IT, Herausforderungen bei der Hardware-Produktion und zum Hardware-Recycling hören.
Doch richtig spannend wird es bei dieser Frage:
Für wie echt hältst du die aktuelle Popularität von Nachhaltigkeit, wird jetzt wirklich was passieren oder ist das wieder ein Hype?
Die Antworten kommen schnell auf das Ungleichgewicht in der Globalisierung, wie sie bis jetzt betrieben wurde und die Physik unseres Planeten.
Wir erfahren weiterhin
- wie wirtschaftlich die Lebenszyklen von Produkten sind, die über die ganze Welt verlaufen und wie mehr Effizienzen erreicht werden können
- in welche Richtung die Globalisierung der Wirtschaft gehen sollte, um nachhaltig und damit überlebensfähig zu werden
- was Unternehmen tun sollten, um ihre Zukunft zu sichern
- wie durch Digitalisierung mehr Nachhaltigkeit erreicht werden kann
- wo und wie die Software-Entwicklung Einfluss nehmen kann
Lasst euch überraschen und inspirieren.
Oct 12, 2022
33 min

Irgendwann traf er fast folgerichtig auf Klimaaktivistin und Gründerin Varena Junge. Aus dieser Begegnung entstand Yook, ein Startup mit dem Ziel, wirksamen und einfachen digitalen Klimaschutz voranzutreiben.
Prämisse:
90% der Emissionen im E-Commerce entstehen durch verkaufte Produkte.
Fakt:
Der größte Hebel liegt im B2B-Bereich.
Fazit:
Wir sorgen dafür, dass die CO2-Bilanz im Produkt-Portfolio von Online-Shops transparent wird und so können Shopbetreiber_innen fundiertere Entscheidungen darüber treffen, welche Produkte im Online-Shop angeboten werden.
Wie das im Detail machbar ist und wie das Yook-Versprechen “Wir geben dir Zugang zu Informationen über die CO2-Bilanz aller deiner Produkte” einhaltbar ist, ist im Interview zu hören.
Wir erhalten transparenten und spannenden Blick ins Backoffice:
- Wie wird die CO2-Bilanz eines Produkts im Detail berechnet
- Welche Unschärfen gibt es und wie können sie behoben werden
- Wie wird das von Shop-Betreibenden angenommen
- Welche Auswirkungen hat das auf das Kaufverhalten im B2C-Bereich
Und da ist noch viel mehr.
Lasst Euch inspirieren!
Sep 14, 2022
40 min

Wenn @Samuel Waldeck über “sein” #Shiftphone erzählt, meint man, eine schöne Welt wachsen zu sehen und heitere Menschen bei der Arbeit. Seine Berichte zaubern ein Lächeln ins Gesicht und ein Staunen über: Der redet nicht nur, sondern der macht wirklich ernst. Und zwar nachvollziehbar transparent und ziemlich schonungslos offen.
Das alles in einem nachhaltig produzierten #Smartphone? Da gibt es doch schon das #Fairphone. Und was ist der wirkliche Unterschied zu den anderen Geräten?
Seine vorausschauenden und stets durchaus selbstkritischen und hinterfragenden Gedanken führen uns durch die ganze Welt bis in die Shift-eigene Manufaktur in Hangzhou in China, die wir durch Stimme und Augen von Samuel Waldeck in einzigartiger Weise kennenlernen dürfen.
So erfahren wir auch Erhellendes zu Fragen wie:
* Warum es ökologisch sinnvoller sein kann, die Produktion komplett in China zu lassen als die Endmontage in Deutschland zu machen
* Was zur Produktion eines Smartphones dazu gehört und was für Unternehmen daran beteiligt sind
* Warum es das ganz nachhaltig Smartphone nicht gibt und wie es dennoch so grün wie möglich wird
* Warum es nachhaltiger ist, in einem Smartphone nicht den allerneuesten Chip zu verwenden
* Warum selbst das nachhaltigste Smartphone in Technik-Magazinen bisher nie die höchste Bewertung erreichen konnte
Und da ist noch viel mehr Inspirierendes und Erhellendes zu #Digitalisierung, #Nachhaltigkeit und sogar zu #Glück.
Vielleicht hat eine_r von euch bereits eins der reparierbaren Geräte. Schreibt uns gern eure Erfahrungen und Meinungen!
PS
Was steht auf jedem Shiftphone?
scroll … … …
WARNING: Smartphones can be Timekillers. There is no greater gift for you today, than the next 24 hours. Use them wisely. People are more important than machines.
Aug 17, 2022
55 min

Eine unfassbar große Menge von Daten zu fast allen denkbaren Themen steht im Internet jedem frei zur Verfügung. Das gilt auch für klimarelevante Daten. Doch leider sind diese Datenquellen sehr verteilt, teilweise unstrukturiert, uneinheitlich und nicht aufbereitet.
Natürlich gibt es bereits Unternehmen, die sich die Mühe gemacht haben, diese öffentlichen Daten zu sammeln und so abzubilden, dass daraus Empfehlungen für klimafreundliches persönliches oder unternehmerisches Handeln abgeleitet werden könnten. Nur werden diese aufbereiteten Daten häufig hinter einer Paywall versteckt.
Anders ist besser, sagen die Datenexperten von Climatiq. Sie verfolgen einen Open Data-Ansatz. Das heißt, sie haben aus den frei verfügbaren Daten eine bereinigte Datenbank aufgebaut und öffentlich zur Verfügung gestellt.
“Das Schöne an der offenen Datenbank ist, dass es auch andere ermutigt, etwas beizusteuern.” sagt Philipp von Bieberstein, Co-Founder von Climatiq. “Wir haben mittlerweile die ersten Kunden, die ihre eigenen Daten hinzufügen. Und wir arbeiten mit einer Universität in Großbritannien zusammen, die Daten hinzufügt. Hoffentlich kommen wir dahin, dass wir irgendwann nur eine Datenquelle haben, und nicht zwanzig oder dreißig, was im Moment der Fall ist.”
Mit Hilfe dieser Daten baut Climatiq Tools, die Unternehmen direkt im Tagesgeschäft klimafreundliche Entscheidungen ermöglichen, besonders in Bezug auf CO2-Emissionen. Die ersten Tools dieser Art sind bereits im Einsatz und Philipp von Bieberstein zeigt mögliche Szenarien und bringt verblüffende Beispiele der Anwendung.
Natürlich erfahren wir auch, für welche Branchen und in welchen Bereichen mit diese Tools besonders gute Ergebnisse erzielt werden. Gut fürs Unternehmen, gut fürs Klima.
Wie es in guten Gesprächen häufig vorkommt, streifen Nils Löwe und sein Gesprächspartner auch weitere, spannende Fragen, beispielsweise:
- Wie groß der CO2-Fußabdruck von Datenverarbeitung wirklich ist und welche Konsequenzen das hat
- Wie die Klimaaktivitäten von Playern wie Google, Microsoft und Amazon einzuschätzen sind
- Wie es passiert, dass auch jemand, der nur Ökostrom bezieht, Kohleenergie verbraucht
Lasst euch überraschen und inspirieren.
Jul 20, 2022
24 min

“Digitalisierung. Manche können es gar nicht mehr hören, so selbstverständlich ist das. Doch wir stehen erst am Anfang.”, so Prof. Dr. Christoph Meinel, Leiter des Hasso Plattner Instituts. In seinen Erläuterungen wird deutlich, welche unterschiedlichen Aspekte von Digitalisierung er sieht.
Richtig spannend wird es, wenn er über die großen Herausforderungen der Menschheit spricht und sie in Bezug zur Digitalisierung und ihre Nebenwirkungen setzt.
Allein von den 17 Sustainability Development Goals der UN sind 13 ohne Digitalisierung und den Einsatz von IT-Systemen nicht umsetzbar. Gut daran ist, dass existierende Probleme digital gelöst werden können.
Weniger gut, dass Digitalisierung an anderer Stelle Nachteile verursacht. So erfahren wir, dass die gesamte Digitalisierung jetzt schon einen doppelt so großen CO2-Fußabdruck hat wie der weltweite Flugverkehr.
Auch aus diesem Wissen heraus hat das HPI seine clean-IT Initiative ins Leben gerufen. Tenor: “Wir dürfen nicht nachlassen, die Techniken zu entwickeln – aber wir müssen das mit einem viel geringeren Energieeinsatz schaffen.”
Dass das möglich ist, davon ist Prof. Meinel überzeugt.
Unser Interview streift auf teils provokante, doch immer auch erhellende Weise Themen wie
die Impact-Messbarkeit von Softwareprojekten
digitale Aufklärung
die Zusammenarbeit von Hard- und Software-Ingenieuren
Blockchain und anderen In-Technologien
Zahlen zur klimatischen Auswirkung von Digitalisierung
Lasst euch überraschen und inspirieren.
Jun 23, 2022
33 min

“Green IT” ist eins der gerade hoch gehandelten Themen, zu denen auch “Nachhaltigkeit”, “Circular Economy” oder “Refurbishing” gehören. Zu Recht. Denn die Digitalisierung von Welt und Wirtschaft ist in alle Richtungen ziemlich ressourcenhungrig und verschlingt mit besonderem Appetit Energie und seltene Rohstoffe.
Natürlich ist nicht “die Digitalisierung” Ursache für die überdimensional wachsenden Elektroschrott-Berge. Sondern es liegt zu einem großen Teil an der immer noch weit verbreiteten Meinung, dass die meisten elektronischen Geräte oder Gadgets nach ungefähr einem Jahr Schrott sind. So Christoph Teusch, Nachhaltigkeitsmanager bei der AfB Group.
Weiter sagt er, dass zu dieser Meinung auch beiträgt, dass es bei etlichen Geräten gar nicht möglich ist, ältere Komponenten gegen neuere oder leistungsfähigere auszutauschen.
Er belässt es nicht beim Bemängeln und erzählt: “Wir sind Teil eines Forschungsprojektes mit dem Namen Modest. Darin geht es um ein Konzept, durch Modularisierung von Smartphones positive Umwelteffekte zu erreichen”.
Doch das ist noch nicht das Spannendste.
In unserem Interview mit Christoph Teusch erfahren wir, dass und wie AfB jedes Jahr ca. 450000 Stück gebrauchter IT Hardware von Unternehmen öffentlicher Hand für den Wiedergebrauch aufbereitet oder ins Recycling überführt.
Doch das wirklich Besondere bei AFB ist, dass es ein Sozialunternehmen ist, das inklusive Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt schafft.
“Daher kommt auch unser Slogan Social Green IT”, berichtet Christoph Teusch
“Kreislaufwirtschaft ist ein Schlüssel für eine nachhaltigere Zukunft. Denn”, so erklärt Christoph Teusch weiter, “knallhart gesagt: Es gibt aktuell keine nachhaltige IT.”
Da müssen wir erst einmal schlucken. Das ist eine sehr klare Aussage. Und die kommt von jemandem, der es wissen sollte. Zum Glück kommt noch der Nachsatz: “Aber nachhaltigere.”
Erhellende und wissenswerte Details, was das bedeutet, gibt es im Interview.
Viel Freude beim Hören und Lernen.
May 18, 2022
37 min

Nachhaltig wirtschaften, nachhaltig denken, nachhaltig handeln. Einen positiven Impact auf die Welt haben. Fortwährend lernen, sich Schritt für Schritt verbessern. Das gilt für jeden Menschen und genau so und immer mehr für Unternehmen jeglicher Art und jeglicher Größe.
Die Bestrebungen sind da und sichtbar. Doch sind sie tatsächlich in jedem Fall so maßgeblich wie gewollt und gewünscht? Wie lässt sich das messen? Wie lässt sich die Wirkung von Unternehmen besser verstehen und greifbar machen?
Genau an dieser Stelle setzt das an der TU Berlin beheimatete Startup ImpactNexus an. Das Team um Jannic Horne arbeitet an einer Software, die Unternehmen dabei unterstützen und beraten soll, das eigene Nachhaltigkeitspotenzial zu erhöhen.
Der digitale Nachhaltligkeitsberater
Herauskommen soll eine auch für kleine Unternehmen und Startups leicht zugängliche Lösung – oder, wie Jannic Horne es ausdrückt, als große Vision eine Art “digitaler Berater in einem echten ImpactNexus”.
Damit das funktioniert, heißt es Wissen sammeln und die KI zielgerichtet füttern. Beispielsweise mit Forschungspapern, News, Artikeln und Beiträgen, um daraus Themen und Zusammenhänge für Branchen und Situationen zu extrahieren.
Komplexität und Vielfalt
Was hier einfach klingt ist von einer faszinierenden Komplexität und Vielfalt, von der Jannic Horne im Gespräch mit Nils Löwe begeistert erzählt. Wir hören von ersten Projekten, von Wirkungsforschung, Scoring Modellen und dem Finden von Entscheidungsgrundlagen.
Wir lernen, dass und wie sich über eine Impact-Analyse herausfinden lässt, ob wirklich alle wichtigen Akteure berücksichtigt werden, die von der Tätigkeit eines Unternehmens betroffen sind und wie wichtig die Betrachtung aller Wirkungsketten eines Geschäftsmodells ist.
Welche Wirkung wird vermutlich entstehen?
Auf diese Frage gibt Jannis Horne gegen Ende des Gesprächs eine ebenso interessante wie offene Antwort. Reinhören lohnt sich.
Apr 27, 2022
30 min

"Keinen Mobilfunk zu nutzen wäre nachhaltiger als Mobilfunk zu nutzen."
Diese Aussage von Alma Spribille verblüfft auf den ersten Blick, denn sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Mobilfunkanbieters WEtell.
Doch schnell kommt sie nach diesem Augenzwinkern auf ihre Herzensangelegenheit und warum sie dennoch ein Mobilfunkunternehmen mitgegründet hat und räumt ein: "Aber 'Kein Mobilfunk' ist es unrealistisch heutzutage. ... Das gehört halt zum heutigen Leben dazu. Und deswegen muss es das auf jeden Fall auch in nachhaltig geben."
Dieses “nachhaltig” präzisiert Alma Spribille als "ganzheitlichen Anspruch im Sinne von Klimaschutz, Datenschutz und Transparenz" in klaren und nachvollziehbaren Fakten wie
- nachweislich mindestens klimaneutral arbeiten
- möglichst wenig Nutzer_innen-Daten speichern
- Daten schnellstmöglich wieder löschen und nur für die eigenen Dienstleistungen nutzen
- Transparenz gegenüber den Kund_innen durch monatlich kündbare Verträge
- Fairness durch echten Kundenservice und gleiche Preise und Dienstleistungen für alle
- Fairness und Transparenz gegenüber den eigenen Mitarbeitenden
Doch es bleibt nicht beim Mobilfunkthema. Das Gespräch streift Themenfelder wie den Digitalisierungssprung der letzten zwei Jahre und nachhaltigen Geldverkehr, setzt sich mit den Auswirkungen von Langzeitverträgen für Telefonie auseinander und kommt immer wieder auf belegbare Zahlen und Fakten.
Hört rein, lasst euch inspirieren und zur Reflexion über Mobiltelefonie einladen. Wir freuen uns auf eure Gedanken dazu und WEtell über Feedback und Wünsche. Ganz echt!
Apr 6, 2022
28 min
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