Trotz einer neuen Coronawelle hat die Welt nicht aufgehört sich zu drehen. Seit Wochen gibt es etwa Proteste in Nigeria gegen Polizeigewalt. Unter #ENDSARS protestieren tausende Menschen gegen die wahllose Gewalt der Anti-Überfall-Einheit (SARS) im Land. Die Gruppe wird dafür eingesetzt Überfälle zu verhindern, doch ist stattdessen bekannt für Folter und Gewalt gegen Unschuldige.
Mitte Oktober gab es in Bolivien endlich die oft verschobenen Wahlen. Die waren nötig da der 2019 gewählte sozialistische Präsident Evo Morales der Wahlfälschung bezichtigt wurde, das Amt aufgab und nach Mexiko floh. Die Hoffnung der Rechten, die zwischenzeitlich ohne demokratische Legitimation die Macht an sich gerissen hatten, war die Wahl deutlich zu gewinnen und den Sozialisten den Todesstoß zu geben.
Nach dem Coup in Mali gegen Präsident Ibrahim Boubacar Keita, arbeitet die Zivilgesellschaft weiter an einer langfristigen Lösung für die schwierige Lage im Land. Anders als beim Coup der Dschihadisten 2012 ist der Regierungswechsel in diesem Jahr tatsächlich der Anstoß zu grundlegenden Veränderungen – und die sind in der gesamten Sahel-Zone bitter nötig. Die bisherigen Eliten haben zu viel Fokus auf die großen Städte gelegt und die Armut auf dem Land ausgeblendet. Gleichzeitig wird das Land von den Folgen des Klimawandels gebeutelt und die Regierungen wirken mehr als hilflos dagegen.
Im Mittelteil dieser TR-Episode sprechen wir mit Olaf Bernau von Afrique-Europe-Interact über all diese Dinge
Die Themen der Folge zum Nachlesen:
Nigeria: Lizenz zum Töten - In Nigeria wurde nach Protesten Polizei-Spezialeinheit aufgelöst
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