
Du verschickst eine Mail, und in der zweiten Zeile fehlt ein Wort. Niemand würde stolpern. Und trotzdem kriecht eine Hitze den Nacken hoch, und ein Satz meldet sich, der gar nicht der Mail gilt, sondern dir: Wie konnte mir das passieren. Vierzig Dinge sind gelungen, eines nicht, und das eine gewinnt. Jedes Mal.In dieser Folge geht es um den Unterschied, den der Alltag ständig verwischt: zwischen hohen Ansprüchen und der Angst, die hinter ihnen sitzt. Wer hohe Standards hat und sie erreicht, lebt oft erstaunlich gut damit. Das Leiden beginnt woanders – dort, wo der eigene Wert an die Leistung gekoppelt ist und beim kleinsten Fehler einstürzt. Die Psychologie nennt das den bedingten Selbstwert. Du erfährst, woher diese Kopplung kommt, warum der gängige Ratschlag „sei einfach milder zu dir" ins Leere läuft, und was Tory Higgins' Modell der Diskrepanz mit dem Alarm zu tun hat, der dich beim verfehlten Detail überfällt.Und du erfährst, was die Stoa dem entgegensetzt – nicht als schneller Trost, sondern als Übung. Warum dein Wert nicht am Ergebnis hängen kann, das dir ohnehin nie ganz gehört. Warum die vier Kardinaltugenden zusammen ein Gegengewicht bilden. Und warum eine Philosophie, die ausgerechnet mit dem Schiffbruch eines Mannes begann, der alles verlor, das Scheitern nicht als Panne behandelt, sondern als den eigentlichen Weg.Wenn du an dem Thema dieser Folge weiterarbeiten möchtest – am Abstand zwischen dem, was du leistest, und dem, was du dir selbst zugestehst –, dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung & innere Freiheit" der nächste Schritt; alles dazu findest du unter https://www.stoicmind.at/audiomasterclass.Mehr über meine Arbeit, Texte und Angebote gibt es auf https://www.stoicmind.at/, und wenn du mit mir an deinen eigenen Themen arbeiten willst, findest du die Möglichkeiten zur Beratung und zum Coaching unter https://www.stoicmind.at/coaching-beratung. Wer den Podcast mag und tiefer einsteigen möchte, findet die wöchentlichen Meditationen im Meditations-Abo unter https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe.Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Jul 5
41 min

Ein einziges Wort, und plötzlich erklärt sich alles. Jahre der Verwirrung, des Zweifelns an der eigenen Wahrnehmung – und dann fällt der Begriff „Narzisst“, und alles fügt sich. Diese Erleichterung ist echt und verdient Respekt. Die Folge fragt, was sie sonst noch leistet, und warum das verführerische Wort fast immer mehr verdeckt als erklärt.„Narzisst“ ist kein Schimpfwort, sondern ein klinischer Begriff. Nach dem amerikanischen Diagnosehandbuch DSM-5 müssen für die narzisstische Persönlichkeitsstörung mindestens fünf von neun Merkmalen über Jahre und alle Lebensbereiche hinweg erfüllt sein – eine hohe Schwelle, die die wenigsten erreichen, denen das Etikett im Alltag verpasst wird. Zugleich zählt die Störung zu den am wenigsten erforschten: Ein systematischer Review fand eine durchschnittliche Häufigkeit von rund einem Prozent (Spanne null bis 6,2 Prozent) und keine einzige kontrollierte Studie, die eine Behandlung als wirksam nachwies. In der größten US-Erhebung lag die Lebenszeitprävalenz bei 6,2 Prozent, deutlich höher bei Männern.Noch grundlegender: Das in Europa maßgebliche System der Weltgesundheitsorganisation, die ICD-11, hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung als eigenständige Kategorie abgeschafft und durch ein dimensionales Modell aus Schweregrad und fünf Merkmalsbereichen ersetzt. Während Millionen das Wort wie eine feststehende Diagnose verwenden, haben die zuständigen Stellen diese Schublade gerade geräumt.Die Folge geht der Unterscheidung zwischen grandiosem und verletzlichem Narzissmus nach – dem lauten Typ, den jeder vor Augen hat, und dem stillen, der dem Klischee widerspricht und gerade bei Frauen oft übersehen wird. Wer tiefer an der Frage arbeiten möchte, wie man sich abgrenzt, ohne sich zu verschließen, findet das im Zentrum meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Die Audio-Masterclass für stoische Abgrenzung & innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMehr über meine Arbeit unter https://www.stoicmind.at/.Quellen und zum WeiterlesenZur diagnostischen Schwelle des DSM-5 (fünf von neun Kriterien) und zu den Grenzen dieser Definition: Caligor, Levy & Yeomans, Narcissistic Personality Disorder: Diagnostic and Clinical Challenges, American Journal of Psychiatry 2015, https://psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2014.14060723.Zur Häufigkeit und zum Mangel an Behandlungsforschung (systematischer Review, Durchschnitt rund ein Prozent, Spanne null bis 6,2 Prozent): Dhawan et al., Prevalence and treatment of narcissistic personality disorder in the community: a systematic review, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK78977/. Zur größten epidemiologischen Erhebung (6,2 Prozent, Männerüberhang): Stinson et al., J Clin Psychiatry 2008, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18557663/.Zur Abschaffung der Kategorie in der ICD-11 und zum dimensionalen Modell der WHO: Bach et al., The ICD-11 classification of personality disorders: a European perspective on challenges and opportunities, https://link.springer.com/article/10.1186/s40479-022-00182-0.Zur Unterscheidung von grandiosem und verletzlichem Narzissmus und zur Schwierigkeit, beide diagnostisch zu erfassen: Day et al., Narcissistic personality disorder in the ICD-11: Severity and trait profiles of grandiosity and vulnerability, Journal of Clinical Psychology 2024, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38742471/.Zur Geschichte des Begriffs als wiederkehrende Kulturklage: Jean Twenge & Keith Campbell, The Narcissism Epidemic (2009), sowie Christopher Lasch, The Culture of Narcissism (1979).Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Jun 28
34 min

Jeder Mensch entwickelt als Kind Strategien, um mit seiner Umgebung zurechtzukommen. Erdulden, vermeiden, kompensieren — diese Antworten auf frühe Erfahrungen waren einmal die bestmögliche Lösung. Das Problem: Sie laufen weiter, auch wenn sich die Bedingungen längst verändert haben. Du bist erwachsen, aber dein inneres Betriebssystem arbeitet noch mit den Parametern eines Sechsjährigen.In dieser Folge geht es darum, wie Kindheitsmuster zu festen Überlebensstrategien werden, warum Einsicht allein sie nicht verändert und was es wirklich braucht, um alte Reaktionen abzulegen. Mit Epiktet, Marc Aurel und der stoischen Übungspraxis als Kompass.Wer spürt, dass die alten Strategien nicht mehr tragen, und konkrete Werkzeuge für den Alltag sucht, findet vertiefende Praxis in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit": https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratungWöchentliche geführte Meditationen jeden Mittwoch im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribeDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Jun 21
37 min

„Echte Liebe kennt keine Eifersucht" — diesen Satz hört man heute oft, in Beziehungsratgebern, in kurzen Videos, in der Reife-Liebe-Rhetorik. Daneben hält sich das alte Lied hartnäckig: ein bisschen Eifersucht beweise eben, dass man wirklich liebt. Zwei Auskünfte über dasselbe Gefühl, die sich nicht vertragen — die eine tröstet, die andere warnt, und beide reden im Grunde nur über die Dosis.Diese Folge stellt eine andere Frage. Sie fragt nicht, wie viel Eifersucht erlaubt ist. Sie fragt, was unter ihr eigentlich geschieht. Welche Bewegung der kleine Stich am Frühstückstisch mit der durchwühlten Handytasche um drei Uhr morgens teilt. Und warum die schnelle Lösung — das gefühllose Drüberstehen, der Neunzig-Sekunden-Hack — möglicherweise gerade dort am gefährlichsten wird, wo sie am verlockendsten klingt.Mit Epiktet, mit Nestroy, mit einem ehrlichen Blick auf die Grenzen der eigenen Praxis. Die Folge erhebt nicht den Anspruch, das ganze Feld zu vermessen. Sie stellt ein paar Perspektiven neben das Gefühl, damit es sich länger betrachten lässt, bevor es wie üblich sofort einsortiert wird — als süß, als toxisch, als Beweis, als Warnsignal.Falls du gerade an dem anderen Punkt stehst — dort, wo aus Verdacht Gewissheit geworden ist —, findest du zwei eigene Folgen zum Thema Untreue: einmal aus der Sicht dessen, der betrogen wurde, einmal aus der Sicht dessen, der betrogen hat. Die Links dazu in den Shownotes.Untreue – Wenn jemand uns betrogen hat: https://spotifycreators-web.app.link/e/TiPi1kD4u3bWenn du untreu warst – Die zweite Perspektive: https://spotifycreators-web.app.link/e/fnRnAmD4u3bCoaching & psychologische Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratungWöchentliche Meditationen im Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribeWebsite: https://www.stoicmind.at/Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Jun 14
38 min

Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernden Gefallen-Wollen sitzt oft eine Schuld – das Gefühl, dafür geradestehen zu müssen, wie es einem anderen Menschen geht. Eine gedrückte Miene im Raum, und schon übernimmst du die Verantwortung für eine Stimmung, die dir gar nicht gehört.Diese Folge geht dieser Schuld auf den Grund. Woher sie kommt, warum sie so tief im Nervensystem sitzt, dass kein gutes Argument sie auflöst, und warum die Stoiker hier eine Unterscheidung anbieten, die vieles verändert: zwischen dem, was dir gehört, und dem, was nicht. Mit Epiktet als Wegmarke kommen wir zu einer unbequemen Wendung – dass die Schuld, die sich wie reine Demut anfühlt, eine versteckte Selbstüberhöhung ist. Wer glaubt, er sei schuld an der Laune eines anderen, schreibt sich eine Macht über fremdes Innenleben zu, die er nicht besitzt.Es geht dabei nicht um Rückzug und nicht um Kälte. Über die vier Kardinaltugenden als zusammenhängendes Gefüge schauen wir uns an, wie Fürsorge und Klarheit zusammenspielen, und wo der Unterschied liegt zwischen für jemanden da sein und für jemanden verantwortlich sein. Und wir gehen einer Frage nach, die mir in der Beratung immer wieder begegnet: ob man einen Menschen, der einen chronisch leerräumt, eigentlich meiden darf. Seneca hat darauf in seiner Schrift über die Gemütsruhe eine erstaunlich klare Antwort gegeben.Wer merkt, dass ihn dieses ständige Tragen fremder Lasten auszehrt, findet vertiefende Werkzeuge in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratungDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
Jun 7
35 min

Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir behandeln, was zu uns gehört, und feiern, was uns zerreibt.Die Stoiker hatten einen anderen Maßstab. Ein Affekt war für sie zu prüfen an dem Urteil, auf dem er ruht. Ob er sich gut oder schlecht anfühlt, war zweitrangig; entscheidend war, ob die Annahme dahinter wahr oder falsch ist. Diese Verschiebung der Achse, vom Gefühl zum Urteil, verschiebt fast alles, was wir uns über uns selbst zu sagen gewöhnt haben.Die Antwort der Stoa liegt in einer Übung, die sie die Disziplin des Begehrens genannt haben. Sie arbeitet mit einer einzigen Frage: Liegt das, wonach ich gerade verlange, in meiner Hand? Diese Frage öffnet einen Raum, den die andere – die nach dem Angenehmen und Unangenehmen – nicht öffnet. Es ist der Raum, in dem die Stoa beheimatet ist.Links:Website: https://www.stoicmind.at/Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratungAudio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMeditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribeDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
May 31
47 min

Die Natur kennt keine Gerechtigkeit. Sie kennt Schwerkraft, Thermodynamik und Zerfall — aber kein Verdienst und keinen Anspruch. Gerechtigkeit ist eine menschliche Erfindung, fragil und unvollständig. Die Stoiker wussten das. Sie erhoben Gerechtigkeit trotzdem zur Kardinaltugend — gerade weil sie von alleine nirgendwohin tendiert.In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen echtem Gerechtigkeitssinn und Anspruchsdenken, das sich als moralische Sensibilität verkleidet. Warum der Gerechtigkeitsradar vor allem dann anspringt, wenn wir selbst betroffen sind. Was Seneca über den Zorn als Werkzeug der Gerechtigkeit schrieb. Warum öffentliche Empörung oft mehr mit Selbstpositionierung zu tun hat als mit Haltung. Und warum Gerechtigkeit im stoischen Sinn erst dort beginnt, wo sie etwas kostet.Die geführte Meditation zu dieser Folge erscheint wie jede Woche am Mittwoch im robust-glücklich-Meditations-Abo auf Spotify — diesmal eine Übung, die sich der inneren Buchführung widmet: den stillen Rechnungen, die wir führen, ohne es zu bemerken.Wer das Thema Abgrenzung und innere Freiheit vertiefen will: Die Audio-Masterclass „Mehr bei dir" arbeitet in sechs Modulen an der Fähigkeit, bei sich zu bleiben, ohne sich zu verschließen.Website: stoicmind.atMasterclass : „Mehr bei dir":Meditations-Abo: SpotifyDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
May 24
35 min

Das Universum, 93 Milliarden Lichtjahre groß und 13,8 Milliarden Jahre alt, soll auf deine Bestellungen reagieren. So verspricht es eine Industrie, die seit fast hundert Jahren gut davon lebt — in den Dreißigern hieß es „denke nach und werde reich", in den Fünfzigern „die Macht des positiven Denkens", heute heißt es: manifestiere und sende die richtige Frequenz. Die Verpackung wechselt, der Kern bleibt identisch.Diese Folge fragt, was passiert, wenn die Bestellung nicht eintrifft. Warum der Confirmation Bias das Erleben von Manifestation produziert, auch wenn da niemand liefert. Wie eine bewusst dehnbare Definition ein System baut, das nie scheitern kann. Und wie aus dem Versprechen einer Ermächtigung ein Geschäftsmodell der Selbstverurteilung wird — gerade bei jenen, die in einer Krise nach Halt suchen.Erzählt wird auch die Geschichte einer Klientin, die zwei Jahre lang visualisiert hat, wie sich berufliche Erfüllung anfühlen soll — warm, leicht, frei — ohne je zu fragen, was sie konkret sein könnte. Eine fiktionalisierte Zusammenfassung dessen, was sich seit einigen Jahren in der Beratungspraxis häufiger zeigt.Dem stellt die Folge die stoische Position gegenüber. Du richtest das Universum nicht aus, du bist ein Teil davon. Mit Marc Aurels Blick von oben, Epiktets Dichotomie der Kontrolle und Senecas Brief an die trauernde Marcia entfaltet sich, was tatsächlich in deiner Hand liegt — Urteil, Handlung, Haltung — und warum das eine Entlastung ist, keine Resignation. Den Schlusspunkt setzt Carl Sagan mit jenem Foto, das die Voyager 1 im Jahr 1990 aus sechs Milliarden Kilometern Entfernung von der Erde gemacht hat. Ein blasser blauer Punkt im Sonnenstrahl. Und sein Satz: „In all dieser Weite gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hilfe von anderswo kommen wird."Wenn die nüchterne Frage „Was liegt in meiner Hand?" beruflich oder persönlich nicht von selbst Antworten produziert, beginnt dort die psychologische Beratung — online, im gesamten DACH-Raum: stoicmind.at/coaching-beratungWer eine Praxis sucht, die den Kontakt zu dem schult, was tatsächlich ist — Erleben vor Benennen — findet das im wöchentlichen Meditations-Abo. Jeden Mittwoch eine neue Meditation, die sich über die Wochen zu einem wachsenden Repertoire summiert: creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe—Mehr zu stoic mind: stoicmind.atCoaching und Beratung: stoicmind.at/coaching-beratungAudio-Masterclass „Mehr bei dir": stoicmind.at/audiomasterclassDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
May 17
40 min

Die Kālāma-Sutta ist 2.500 Jahre alt und trotzdem eine der unbequemsten Gebrauchsanweisungen der antiken Literatur. Ein Lehrer, der sagt: Auch mir gegenüber bleibt skeptisch. Diese Folge nimmt Buddhas Antwort an erschöpfte Dorfbewohner als Ausgangspunkt und zeigt, warum dieselbe Haltung auch im Zentrum der Stoa steht – bei Epiktet, in der Prosoche als innerem Wachdienst, in Marc Aurels Zumutung, den Einbildungen ein Ende zu machen. Am Beispiel zweier Gedankenexperimente wird sichtbar, wie aus Werkzeugen stille Identitäten werden, wie Überzeugungen über die eigene Belastungsgrenze oder Beziehungsfähigkeit zu geschlossenen Kreisläufen werden, die sich selbst bestätigen. Die zentrale Verschiebung, die beide Traditionen teilen: Das Prüfkriterium für eine Überzeugung ist nicht ihre Wahrheit, sondern ihre Wirkung. Macht sie dich beweglicher, klarer, handlungsfähiger – oder enger? Dazu eine Typologie geschlossener Systeme: woran man sie im Alltag erkennt, warum sie intellektuell wasserdicht und gerade deshalb gefährlich sind, und was passiert, wenn Verstehen zum komfortablen Ersatz für Veränderung wird.Audio-Masterclass „Mehr bei dir – Stoische Abgrenzung und innere Freiheit"Die Folge endet mit einem Hinweis, den sie selbst unterläuft: Glaub's vorher nicht. Sechs Module, die dort ansetzen, wo das Prüfen konkret wird – dort, wo man sich nicht mehr automatisch verfügbar macht, sondern entscheidet, bevor man reagiert. Infos und Zugang: https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMeditations-AboIm Abo entsteht mit der Zeit ein wachsendes Repertoire an geführten Meditationen und Autosuggestionen – manche vertiefen das Thema der jeweiligen Folge, andere üben grundlegende stoische Haltungen ein. Jeden Mittwoch erscheint eine neue. Zum Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribehttps://www.stoicmind.atDie Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
May 10
40 min

Ein Begriff, der zunächst entlastet, kann sich in eine Identität verwandeln, die enger wird, je länger man sie trägt. Hochsensibilität ist so ein Begriff.In dieser Folge geht es um die Verschiebung von „So bin ich halt" zu „So reagiere ich in bestimmten Situationen" — und warum dieser kleine sprachliche Unterschied enormen Spielraum öffnet. Wir schauen uns an, warum die „Superkraft"-Rhetorik rund um Hochsensibilität problematisch ist, was Tests wirklich messen (und was nicht), wie man Wahrnehmung von Interpretation trennt, und warum ein Etikett, das man verteidigt, sich selten verändert.Eine Folge für alle, die gemerkt haben, dass die Kategorien, in denen sie sich selbst beschreiben, manchmal mehr zumachen als aufschließen.Die Masterclass zur Folge: „Mehr bei dir"Viele Hörerinnen und Hörer haben nach der Folge „Du bist nicht zu sensibel. Du bist zu verfügbar." gefragt, wie aus einer Einsicht eine Gewohnheit wird. Wie man dranbleibt, wenn der Tag laut wird und die alten Muster anspringen. Genau daraus ist „Mehr bei dir" entstanden — eine Audio-Masterclass über sechs Module, die stoische Abgrenzung und innere Freiheit als tägliche Praxis vermittelt. Kein Theorieprogramm, sondern ein Trainingsformat mit konkreten Übungen: ein Audit der eigenen Verfügbarkeit, ein Experiment gegen den Rechtfertigungsreflex, eine Firewall für digitale Kommunikation, eine Bibliothek freundlicher Grenzsätze, ein Integrationsplan, der daraus Alltag macht.→ Alle Infos zur Masterclass „Mehr bei dir"Weitere LinksWebsite: stoicmind.atEinzelsitzungen & Beratung: stoicmind.at/coaching-beratungMeditations-Abo (€4,99/Monat, monatlich kündbar): Hier abonnierenWenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und lass eine Bewertung da. Das hilft anderen, den Weg hierher zu finden.Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
May 3
33 min
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