Volker Grassmuck, Kathrin Passig, Leonhard Dobusch, Monic Meisel
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Die jüngste Führungskrise in der Wikimedia Foundation ist nur das jüngste in einer Reihe von Beispielen dafür, dass das Verhältnis zwischen den WikipedianerInnen und der Stiftung, deren Mission es doch ist, dieser Community zu dienen, ein strukturell konfliktträchtiges ist.
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Landesregierungen möchten Freifunk unterstützen. In Thüringen erwies sich trotz besten Willens auf beiden Seiten die geplante Projektförderung als inkompatibel zu Freifunk. In Niedersachen will man aus diesem Fehler lernen. Zudem wird die Bewegung regelmäßig gebeten, sich als Infrastrukturbetreiber zu betätigen. Das kann und möchte sie nicht und überlegt derzeit, für diese Aufgaben separate Genossenschaften zu gründen.
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Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine dienende Aufgabe gegenüber den Beitragszahlenden. Als grundgesetzlich begründete Institution ist hier alles stark formalisiert, aber die Mechanismen sind ähnlich wie bei Wikimedia und Freifunk: Die 'Basis' beauftragt die Anstalten mittels Rundfunkstaatsvertrag und Dreistufentest, sie bezahlt sie mit ihren Beiträgen und überprüft hinterher mittels der Rundfunkräte, ob ihr Auftrag sparsam erfüllt worden ist.
Wikipedia, Freifunk und der öffentlich-rechtliche Rundfunk – drei Wissensinstitutionen, die dem Gemeinwohl, der res publica verpflichtet sind. So unterschiedlich sie sind, besteht das Verhältnis von Basis zu Institution jeweils aus den drei Schritten: Beauftragen, Bezahlen, Begutachten.
Die höchste Gewalt und oberste Quelle der Legitimität ist das Volk, ob in der Republik oder bei Wikipedia. Gleichzeitig ist gar nicht immer klar wer “das Volk”, wer die legitimitätsstiftende Gemeinschaft ist - Beitragszahlende, StaatsbürgerInnen oder Menschen, die im Sendegebiet leben? Im Fall von Wikimedia, die Wikipedia-Autorinnen, ...
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