Amina Yousaf
Zehn Jahre re:publica und trotzdem ist im Netz nicht alles Glitzer, Flausch und Einhörner. Menschen, die politisch aktiv sind, oder auch Privatpersonen, die im Netz unterwegs sind, sind nicht selten mit Belästigungen und Beschimpfungen konfrontiert. Das Streben nach einem Netz, in dem Herkunft oder ie Hautfarbe keine Rolle mehr spielen, ist leider noch immer nicht Realität.
Menschen, die andere im Netz angreifen, werden noch immer als “Trolle” verharmlost, und die Aussage “Don’t feed the Troll” ist weit verbreitet und wird von Vielen als hilfreicher Tipp gesehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Menschen den Rassismus einfach so hinnehmen, und nicht auf den “Troll” eingehen sollen. Das Problem ist dabei aber ein ganz anderes: Menschen fühlen sich im Netz sicher und haben keine Konsequenzen zu fürchten. Wir müssen eine Debatte darüber führen, wie wir mit rassistischer Hetze im Netz, die nicht selten direkt an Personen gerichtet, ist umgehen wollen. Wir müssen darüber reden, wie Menschen im Netz Feminismus und die Rechte von Frauen* instrumentalisieren, um ihre rassistische Hetze zu legitimieren.
Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Um es zu überwinden, ist ein gesellschaftliches Umdenken vonnöten.
Produced by Voice RepublicFor more podcasts visit http://voicerepublic.com


