Show notes
##Nonprofit-Journalismus – How to
###[Günter Bartsch](http://guenterbartsch.de/textpattern/), [Christian Humborg](https://correctiv.org/correctiv/redaktion/team/christian-humborg/), [Isabella David](https://twitter.com/isabelladavid89), [Moritz Tschermak](https://re-publica.de/member/5299)
Investigative Recherchebüros, Watchblogs, lokale Nachrichtenseiten und andere journalistische Projekte werden heute oft ohne Profitabsichten gegründet. Sie sind selbstlos tätig, finanzieren sich durch Spenden – und trotzdem haben sie es schwer, von den Steuerbehörden als gemeinnützige Organisationen anerkannt zu werden. Tierschutz, Kleingärtnerei, Karneval, Amateurfunk – wer sich solchen Themen widmet, kann von deutschen Finanzämtern die Gemeinnützigkeit verliehen bekommen. Die Abgabenordnung, das zentrale deutsche Steuergesetz, führt noch viele weitere „gemeinnützige Zwecke“ auf. Journalismus ist nicht dabei. Dabei ist der Nonprofit-Status entscheidend für den Erfolg vieler Projekte: Zum einen wird Spendern und Lesern damit signalisiert, dass sich das Projekt an einem höheren Ziel orientiert und sich niemand bereichert. Zum anderen natürlich, weil Förderer ihre Spenden steuerlich geltend machen können – und auch die Nonprofit-Projekte selbst steuerliche Vergünstigungen erhalten. Aber auch Medienprojekten kann es gelingen, die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Einige erfolgreiche Beispiele gibt es schon. In diesem Workshop wollen wir\* zeigen, wie man als journalistisches Projekt erfolgreich die Gemeinnützigkeit erlangen kann. Bringt Eure Projektideen mit – und wir denken gemeinsam darüber nach, ob und wie sie gemeinnützig werden könnten. \*Netzwerk Recherche hat 2014 das Projekt Nonprofit-Journalismus gestartet, um die Debatte über das Thema vorabzubringen.
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