Public Lectures
Public Lectures
ARCHITEKTURTHEORIE.EU
Lectures from the Chair of ARCHITEKTURTHEORIE.EU
Matchpoint Innsbruck
Vortrag von Bart Lootsma über Abstraktion, Demokratie und Populismus
Jan 25, 2012
1 hr 7 min
Video
Sophie Hochhaeusl: Otto Neurath - Mapping the City as Social Fact?
Abstract. Architects are commonly trained to craft two types of maps: representational ones, and those that serve as heuristic devices for design thinking. The latter make obvious by means of drawing aspects of space that could not have been preconceived. The Austrian philosopher and economist, Otto Neurath (1882 – 1945), was famous for his engagement with representational maps. He revolutionized the discipline of chart making by finding a way to create picture statistics and quantitative maps that were accessible to a larger public. In Sophie Hochhäusl's paper however, she will argue that Otto Neurath’s map “City Planning” served not only as one of the first well-accessible socio-political maps of a city, but that it was in effect also a heuristic device.
Dec 15, 2010
1 hr 6 min
Stephan Guenzel - Was ist Raumproduktion? Und was machen wir mit dem 'spatial turn'?
Als Autor und Herausgeber mehrerer, für die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Raum einschlägiger Publikationen ist Stephan Günzel Experte für die derzeitige Forschungslage der Raumtheorie. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Raum und dem sog. „spatial turn“, der Mitte der 1990er Jahre als Gegenbewegung zum „linguistic turn“ entstand und den Raum als die Schlüsselperspektive versteht, unter der man alles betrachten kann. Günzels Vortrag gibt eine Einführung in die gegenwärtigen Theorien des Raumes und bietet einen Überblick über die unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze und Fragestellungen zur Relevanz von Raum und Räumlichkeit in den verschiedenen Disziplinen. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei die Spannbreite der Bewegung des „spatial turn“, in dem es zu teils gegenteiligen Aussagen und Ansichten über Raum kommt. Entlang topologischer Raumbeschreibungen und künstlerischer Praktiken zeigt Stephan Günzel eine Alternative zu bestehenden Modellen auf. Ausgehend von Henri Lefebvres Trialektik der Raumproduktion widmet er sich den verschiedenen Ebenen, auf denen eine Produktion von Raum stattfinden kann und wozu für ihn neben der Architektur vor allem die Bereiche Gesellschaft, Kunst, Medien und Politik gehören. stephan günzel geb. 1971; 1992 – 97 Studium der Philosophie, Soziologie und Psychologie in Bamberg, Manchester, Magdeburg und Berlin; derzeit Visiting Fellow am HKFZ der Universität Trier sowie Koordinator des Computerspielforschungszentrums DIGAREC an der Universität Potsdam publikationen (Auswahl) 1998 Immanenz. Zum Philosophiebegriff von Gilles Deleuze; 2001 Geophilosophie. Nietzsches philosophische Geographie; 2002 Anteile. Analytik, Hermeneutik, Politik; 2006 Maurice Merleau-Ponty – Werk und Wirkung; 2009 Raumwissenschaften (Hg.); 2010 Raum. Ein interdisziplinäres Handbuch (Hg.); Raum/Bild. Zur Logik des Medialen (im Erscheinen) Vortrag im Rahmen der "sto lectures" – einer von aut. architektur und tirol in Kooperation mit sto veranstalteten Vortragsreihe internationaler ArchitektInnen.
Dec 2, 2010
1 hr 8 min
Gion A. Caminada (Architektur mit den Winden)
Architekt Gion Caminada hat im Kanton Graubünden ein Werk geschaffen, das wie kein anderes in wechselseitiger Beziehung mit den sozialen und ökonomischen Prämissen des Ortes Vrin in der Val Lumnezia sowie den traditionellen Bautechniken und Lebensgewohnheiten seiner Bewohner entstanden ist. Gion Caminada realisierte viel beachtete Bauprojekte und fungiert als anerkannter Lehrer an der ETH Zürich. Im Rahmen des Vortrags von Bettina Schlorhaufer wird das bisherige Werk Gion Caminadas in Vrin vorgestellt. Der Titel „Cul zuffel el l’aura dodo“ kann aus dem Rätoromanischen sinngemäß mit „Architektur mit den Winden“ übersetzt werden. Er steht wie eine Metapher für das Werk Caminadas, in dem regionale Bautraditionen mit Einflüssen von außen eine Symbiose eingehen.
May 19, 2010
1 hr 35 min
Decolonizing Architecture
Vortrag im Rahmen der Ausstellungseröffnung Der Architekt Eyal Weizman macht Architekten und ihre Planungen für die „civilian occupation“ in den von Israel besetzen Gebieten in Palästina mitverantwortlich. In seinen Publikationen und der Ausstellung „Territories“ zeigte er, wie jüdische Siedlungen strategisch platziert sind und wie mit Infrastruktur und einer vertikal aufgeteilten Topografie Machtverhältnisse etabliert und gesichert werden. Gemeinsam mit Sandi Hilal und Alessandro Petti unterhält er derzeit ein Büro in Bethlehem, das über die Zukunft und mögliche Nachnutzungen von verlassenen Siedlungen und ehemaligen Militärstützpunkten forscht: „Decolonizing Architecture“. Mit konkreten Vorschlägen greifen sie direkt in die räumliche Realität des Konflikts ein und schlagen unterschiedlichste Wege vor, wie Architektur und Planung als taktische Interventionen in einem politischen Prozess genutzt werden können. Sie möchten weder eine Utopie, noch eine endgültige Lösung bereitstellen, sondern einen Ausblick auf mögliche räumliche Transformationen („Decolonizing“) geben und ein breites Feld politischer, sozialer und kultureller Praktiken für „present returns“, für ein Wieder-Nutzen oder ein Wieder-Bewohnen in diesem konfliktreichen Bestand möglich machen.
May 7, 2010
59 min
How Blue The Sky Was ...
Einführende worte Bart Lootsma (Lehrstuhl für Architekturtheorie der Universität Innsbruck), Matthias Böttger (raumtaktik) (Vortrag in englischer Sprache) Seit Lars Lerup 1993 als Dean an die Rice School of Architecture in Houston/Texas berufen wurde, setzt er sich intensiv mit der amerikanischen Stadtlandschaft auseinander und betrachtet die kalifornischen und texanischen Metropolen mit neuen Augen. Aus seinem - wie in Planerkreisen üblicherweise vorherrschenden - Entsetzen über die endlosen Vorstädte wurde eine kritische Faszination. Anstatt die „urban sprawls“ zu verteufeln und in elitären Formalismen zu überwintern, hält er StudentInnen und KollegInnen dazu an, mit einer optimistisch-pragmatischen Haltung an diese offene Stadt heranzugehen. Mit „One Million Acres and No Zoning“ werden 2010 Lerups neueste Forschungen zur räumlichen Entwicklung von Houston als Buch erscheinen. Er beschreibt Houston als eine Stadt, die mit beinahe naivem Enthusiasmus gegründet wurde. In einem Amerika, das für Europäer immer eine Utopie war. Er zeigt, wie notwendig die Entwicklung einer neuen Theorie zur Beschreibung der suburbanen Stadt ist, da sie sich mit dem Modell der europäischen Stadt nicht erschließen lässt. Hierbei führt er Reyner Banhams Ansatz der Beschreibung von Los Angeles als Stadt der vier Ökologien fort und zeigt am Beispiel Houstons schonungslos die Herausforderungen auf, denen sich die „Consumer City“ in Zukunft stellen muss. lars lerup geb. 1940 in Vaxjo (Schweden); Architekt, Autor, Lehrer und Künstler; Architekturstudium am Helsingborg Technical College, an der University of California, Berkeley und in Harvard; seit 1993 William Ward Watkin Professor und Dean der Rice School of Architecture, Houston; als Gewinner eines „Rome Price“ zog er im September 2009 nach Italien und forscht in Rom über das Pantheon; zahlreiche Ausstellungen und Publikationen u. a. 1997 „Building the Unfinished“; 2000 „After the City“; 2009 „Everything Must Move“; und voraussichtlich 2010 „One Million Acres and No Zoning“ Ein Vortrag in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Architekturtheorie der Universität Innsbruck
May 6, 2010
57 min
Abstraktion, Demokratie Und Populismus
Vortrag von Bart Lootsma über Abstraktion, Demokratie und Populismus
May 5, 2010
26 min
Urban Driftwood and Black Holes
A lecture by Bart Lootsma at the Future of Urbanism conference, which took place the University of Michigan's Taubman College of Architecture and Urban Planning in Ann Arbor on March 19 and 20, 2010. The complete lectures of the conference, with speakers like ao. Christina Boyer, Benjamin Bratton, Marshall Brown, Teddy Cruz, Bryan Finoki, Saskia Sassen and Edward Soja can be found on Taubman College's Youtube channel: http://www.youtube.com/umtaubmancollege
Apr 30, 2010
12 min
Video
Architecture between Physiology and Meteorology
Vortrag im Rahmen der Ausstellungseröffnung Der Architekt Eyal Weizman macht Architekten und ihre Planungen für die „civilian occupation“ in den von Israel besetzen Gebieten in Palästina mitverantwortlich. In seinen Publikationen und der Ausstellung „Territories“ zeigte er, wie jüdische Siedlungen strategisch platziert sind und wie mit Infrastruktur und einer vertikal aufgeteilten Topografie Machtverhältnisse etabliert und gesichert werden. Gemeinsam mit Sandi Hilal und Alessandro Petti unterhält er derzeit ein Büro in Bethlehem, das über die Zukunft und mögliche Nachnutzungen von verlassenen Siedlungen und ehemaligen Militärstützpunkten forscht: „Decolonizing Architecture“. Mit konkreten Vorschlägen greifen sie direkt in die räumliche Realität des Konflikts ein und schlagen unterschiedlichste Wege vor, wie Architektur und Planung als taktische Interventionen in einem politischen Prozess genutzt werden können. Sie möchten weder eine Utopie, noch eine endgültige Lösung bereitstellen, sondern einen Ausblick auf mögliche räumliche Transformationen („Decolonizing“) geben und ein breites Feld politischer, sozialer und kultureller Praktiken für „present returns“, für ein Wieder-Nutzen oder ein Wieder-Bewohnen in diesem konfliktreichen Bestand möglich machen.
Apr 14, 2010
1 hr 42 min
Flüchtlingslager – Idealstädte in Staub und Schmutz
Vortrag im Rahmen der Ausstellungseröffnung Flüchtlingslager sind für den Architekten Manuel Herz die vermutlich direkteste Umsetzung von Politik in Raum. Ausgehend von konkreten Situationen in West- und Zentralafrika setzt er sich mit den Auswirkungen einer bedenklichen Planungsstrategie auseinander. Herz hinterfragt dabei die Rolle des Architekten und Planers in einem Kontext von humanitärer Hilfe in Reaktion auf kriegerische Auseinandersetzungen. So werden beispielsweise die derzeit rund tausend, weltweit existierenden Flüchtlingslager in den meisten Fällen nach ein und demselben Modell der UNHCR gebaut. Beginnend beim Zelt als zentralem Element in der Ordnungsstruktur und Systematik werden die Lager hierarchisch in Cluster, Blöcken und Sektoren organisiert, durch Wege unterteilt und durch Straßen erschlossen. Dieser auf rein technischer Ebene abgehandelte Planungsansatz ignoriert die sozialen, politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Lokale Gegebenheiten und soziale Auswirkungen werden negiert, etwa wenn für Lager im Süden des Tschad bewaldete Flächen mitten in Naturschutzgebieten als Standort zugewiesen werden oder gigantische „Suburbias“ ohne jede städtische Struktur entstehen. Welche Auswirkungen haben Planungsstrategien, wenn sich ursprünglich temporär geplante Flüchtlingslager nach 35 Jahren zu den größten urbanen Siedlungen der gesamten Sahara entwickeln? In wie weit eignen sich gerade die technischen Planungsmodelle für eine politische Instrumentalisierung? Auf Basis seiner Recherchen und mittels ausgewählter Dokumente verdeutlicht Manuel Herz die Architektur der Flüchtlingslager als Beispiel einer auf europäischen Normen basierenden, fortgesetzten, verstetigten, kolonialen Praxis. „Mit einem einzigen Modell in allen Krisengebieten operieren zu wollen, spiegelt in fast entblößender Weise die Mechanismen und Muster der Kolonialisierungsprozesse des 19. Jahrhunderts wieder, die Werte der Aufklärung in das „wilde Afrika“ oder den Orient bringen sollten. Die schöne Ordnung, die auf westeuropäischen Wertevorstellungen beruht, wirkt jedoch in der staubigen Hitze der Wüste oder den Tropenwäldern, und häufig in nächster Nähe zu kriegerischen Auseinandersetzungen wie eine Narrenplanung.“ (Manuel Herz) manuel herz geb. 1969; Architekturstudium an der RWTH Aachen und an der Architectural Association London; 1995 – 97 Mitarbeit bei Daniel Libeskind; seit 1999 eigenes Büro in Köln; Lehrtätigkeit an der Kungliga Tekniska Högskolan, Stockholm; Bartlett School of Architecture, London (2000 – 02); Berlage Institute, Rotterdam; Harvard Graduate School of Design; ETH Studio Basel; lebt und arbeitet in Basel und Köln bauten und projekte (Auswahl) Architekturprojekte in Deutschland und Israel, u. a. 2001 – 03 Erweiterung und Umbau des Städtischen Museums in Ashdod, Israel (gem. mit Eyal Weizman und Rafi Segal); 2003 Wohn- und Geschäftshaus „Legal/Illegal“, Köln (Deutscher Architekturpreis); in Bau: Jüdisches Gemeindezentrum, Mainz (Wettbewerb 1999); zahlreiche architekturtheoretische Texte u. a. zum Verhältnis von Judentum und Raum, zur „Architektur des humanitären Handelns“ bzw. zu den Planungsstrategien von Flüchtlingslagern http://www.aut.cc/event.php?item=5429 http://www.manuelherz.com/
Feb 18, 2010
52 min
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