Die Lage im Gesundheitssektor spitzt sich weiter zu. Seit Monaten warnt das Personal vor eklatanten Mängeln und Engpässen, rund 50 Gefährdungsanzeigen wurden bereits gemeldet. Allein im Wiener Gesundheitsverbund fehlen 900 Pflegekräfte. All das führt bereits jetzt zu einem Qualitätsverlust der Behandlung – das ergab eine Umfrage der Ärztekammer unter knapp 2.000 Ärzt:innen.
Statt Corona-Klatschern fordert das medizinische Personal bessere Bezahlung, kürzere Arbeitszeiten und mehr Mitarbeiter:innen. Die Politik kalmiert und verweist auf Einmalzahlungen sowie die anstehende Pflegereform. So mancher ortet gar eine „Schmutzkübelkampagne“.
Bekommen Patient:innen in den österreichischen Spitälern noch die bestmögliche Behandlung? Welche Maßnahmen können das Gesundheitspersonal entlasten? Und ist die Zwei-Klassen-Medizin längst Realität?
Gäste:
Elisabeth Potzmann, Präsidentin Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) Stefan Ferenci, Vizepräsident Ärztekammer Wien
Ernest Pichlbauer, Gesundheitsökonom und Assistenzprofessor für evidenzbasierte Medizin, Sigmund Freud Uni Wien
Moderation:

