Predigten der Eckstein Gemeinde
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Eckstein Gemeinde Berlin
Richte Nicht!
44 minutes Posted Jun 28, 2026 at 9:30 am.
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Durch KI transkribiert – bei Fragen meldet Euch bei [email protected]
Wenn wir ein paar Jahre zurückspulen, genau genommen zum Jahr 1994, dann fand auch im Jahr 1994 eine Fußball-WM statt und auch die war in den USA.
Damals war Deutschland amtierender Weltmeister und es kam der Zeitpunkt, dass Deutschland gegen Südkorea antreten durfte und etwas fand statt, was eigentlich völlig normal ist.
Es musste ausgewechselt werden, diesem Spieler gefiel das nicht so gut, aber die Fans mochten diesen Spieler nicht so gerne und so ließ sich dieser Spieler provozieren, als er dann vom Spielfeldrand runter kam und er hob den Mittelfinger zu den Fans.
Es hatte Konsequenzen für ihn, er wurde sofort disqualifiziert sozusagen, wurde nach Hause geschickt, von der Mannschaft ausgeschlossen, später allerdings begründete er selber seine Reaktion mit der Aussage, das sei völlig menschlich und er hätte sich von dem Verband mehr Rückhalt gewünscht.
Nun, der Fehler war eindeutig, die Konsequenzen waren eindeutig, die Schuld war eindeutig, aber der Schuldige zeigt erst einmal, um die Leute um sich herum, um sie mitzureißen in der Hoffnung, ihnen die Schuld zuschieben zu können.
Das ist eine Art des Richtgeistes, der den Menschen angeboren ist, wer Kinder hat, kennt das sehr gut.
Ein Kind wird konfrontiert, was hast du da gemacht und die Antwort kann sein, ja ich habe das Spielzeug weggenommen, aber mein Geschwisterchen hat das und das gemacht.
Und Erwachsene sind da manchmal genauso unterwegs, wenn sie gefragt werden, warum tust du dies oder jenes, warum reagierst du so, die Reaktion, ja ich weiß, das ist nicht richtig, aber er oder sie hat ja das und das gemacht.
Innerlich fängst du an, dein Verhalten recht zu fertigen und so erlaubt dir dieser Richtgeist, ein Urteil über andere zu fällen und deine eigene Schuld herunterzuspielen.
Dieser Richtgeist ist tödlich für die Einheit einer Gemeinde und genau deshalb ist Paulus auch erpicht darauf, genau diesen Richtgeist auszuräumen und das tut er in Römer 14, die Passage, in der wir jetzt unterwegs sind, Römer 14.
Der ganze Abschnitt dreht sich um die Frage, wie kann die Gemeinde trotz Unterschiedlichkeit, trotz Meinungsverschiedenheiten eine Einheit darstellen?
Wir haben letztes Mal schon gesagt, Einheit ist nicht eine Gleichförmigkeit, nach dem Motto, dass alle gleich aussehen, alle in die gleiche Gussform passen, Einheit ist die gleiche Basis im Glauben durch Jesus Christus, die gleiche Wahrheit wiedergegeben im Wort Gottes und eine gleiche Hingabe zu Gott selbst, aber es gibt viele Fragen des Lebens, zu denen es unterschiedliche Positionen geben kann.
Deshalb leitet Paulus das auch ein in Römer 14, Vers 1, das dürft ihr gerne mal aufschlagen, wo er von einer Kategorie spricht, im Leben eines Christen, das zuzuordnen ist, in eine sogenannte Kategorie der zweifelhaften Fragen, 14, Vers 1, den Schwachen aber im Glauben nehmt auf, doch nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen.
Das heißt, Paulus redet hier nicht darum, Sünde beim Namen zu nennen, Sünde nennt die Bibel beim Namen und auch Christen dürfen und sollen Sünde beim Namen nennen, das steht hier nicht zur Frage, aber es gibt einen Bereich im Leben von Christen, wo es unterschiedliche Positionen gibt, die legitim sind, wo die Bibel weder gebetet noch verbietet und zwei mit dem gleichen Glauben zu unterschiedlichen Ergebnissen für sich selbst erlangen.
Und so sagt Paulus ganz deutlich, es ist der Auftrag der Gemeinde, jeden zu akzeptieren und dabei dann sein eigenes Herz zu achten, nicht zu verachten und nicht zu richten, sondern Jesu Herrschaft zu bedenken.
Nun, wenn du mit dem Finger auf andere zeigst und wenn du in Gedanken dir einen Urteil erlaubst über andere, dann bringt das Spannungen, möglicherweise Spaltungen hervor und so wird deutlich in der Passage, die wir uns heute anschauen, dass es Alternativen zum Richtgeist braucht, es braucht Alternativen und diese Alternativen legt er uns da in den Versen zehn bis fünfzehn und das lesen wir j