
Heute spricht Sandra mit Dr. Lisa-Maria Glenk über das Bindungsverhalten zwischen Mensch und Hund. Die Studie dazu ist:
József Topál, Ádám Miklósi, Vilmos Csányi, Antal Dóka: Attachment Behavior in Dogs (Canis familiaris): A New Application of Ainsworth's (1969) Strange Situation Test. In: Journal of Comparative Psychology. Band 112, Nr. 3, 1998, S. 219–229.
Nachlesen kann man sie hier: https://www.researchgate.net/publication/13516473
Dr. Lisa-Maria Glenk forscht und lehrt zu verschiedenen Themen rund um den Hund. Auf den folgenden Seiten kann man einen Überblick zu zwei ihrer Projekte bekommen:
https://www.biofeedbackpraxis.at/ueber-mich
https://www.hundesicherheitstraining.at/
Die anderen beiden erwähnten Studien sind:
J. Solomon, A. Beetz, I. Schöberl, N. Gee, K. Kotrschal: Attachment security in companion dogs: adaptation of Ainsworth’s strange situation and classification procedures to dogs and their human caregivers. In: Attachment & Human Development. 21, 2018, S. 389–417
Sie ist hier zu finden:
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14616734.2018.1517812
Lenkei, R., Carreiro, C., Gácsi, M., & Pongrácz, P. (2021). The relationship between functional breed selection and attachment pattern in family dogs (Canis familiaris). Applied Animal Behaviour Science, 235, 105231.
Die Studie findet man hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159121000186?via%3Dihub
Für Fragen, Anregungen oder Wünsche freut Sandra sich über eine Mail an [email protected]
May 26, 2024
43 min

In dieser zweiten Folge von "Wissenschaft trifft Praxis" geht es um das wirklich interessante Thema MRSA und TGI. Sandras Gesprächspartnerin ist wieder Annett Eckloff. Wer mehr über das Format "Wissenschaft trifft Praxis" oder Annett erfahren möchte, dem sei die vorherige Folge bzw. deren Shownotes empfohlen.
Die Studie dazu ist folgende:
Dalton, K. R., Ruble, K., Redding, L. E., Morris, D. O., Mueller, N. T., Thorpe, R. J., Jr, Agnew, J., Carroll, K. C., Planet, P. J., Rubenstein, R. C., Chen, A. R., Grice, E. A., & Davis, M. F. (2021). Microbial Sharing between Pediatric Patients and Therapy Dogs during Hospital Animal-Assisted Intervention Programs. Microorganisms, 9(5), 1054.
Nachlesen kann man sie hier: https://doi.org/10.3390/microorganisms9051054
Die Veröffentlichung des RKI zu dem Thema ist unter folgendem Link einsehbar: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/3002/26oM1jAewmRRQ.pdf?isAllowed=y&sequence=1
Wer an noch mehr Informationen zu dem Thema interessiert ist, findet hier: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/15268/1/Horstmann_Claudia.pdf das Dokument "Lokalisation und Typisierung multiresistenter Staphylokokken bei Hunden mit Pyodermie und ihren Besitzern" der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Für Fragen, Anregungen oder Wünsche freut Sandra sich über eine Mail an [email protected]
May 11, 2024
42 min

Die erste Folge der neuen Serie „Wissenschaft trifft Praxis“! Der Gedanke hinter dieser Serie ist, dass es bereits viele informative und gut designte Studien im Bereich der Forschung zur TGI gibt. Da diese hauptsächlich in englischer Sprache verfasst und somit für einige Fachkräfte erschwert nutzbar sind, möchte Sandra mit ihren GesprächspartnerInnen diese per Diskussion zugänglicher machen.
Sandras Gesprächspartnerin in dieser Folge ist Annett Eckloff. Annett kommt aus Berlin, hat Soziale Arbeit B.A./M.A. studiert und arbeitet an ihrer Promotion. Sie ist Fachkraft für Tiergestützte Intervention und bildet selbst Mensch-Hund Teams aus. Darüber hinaus betreibt sie ein Forschungsprojekt im Bereich der TGI, das sie auf dem Symposium der TTA im September 2024 vorstellen wird.
Diskussionsgegenstand ist die Veröffentlichung „The State of Animal-Assisted Interventions: Addressing the Contemporary Issues That Will Shape the Future” von Aubrey H. Fine, Alan M. Beck und Zenithson Ng, erschienen am 18. Oktober 2019 im International Journal of Environmental Research and Public Health.
· Der Link zur Studie https://www.mdpi.com/556408
· Annett wird beim TTA-Symposium am 1.9.2024 dabei sein. Anmeldungen nimmt Sandra per Mail entgegen.
Für Fragen, Anregungen oder Wünsche freut Sandra sich über eine Mail an [email protected]
Apr 14, 2024
56 min

Was ist beim Einsatz der Hundebox zu beachten und welche hundgerechten und tierschutzgerechten Alternativen gibt es?
Sandra spricht heute mit Anja Helling. Anja hat an einer Hamburger Schule als Lehrerin gearbeitet und ist nach einer Ausbildung aktuell als Hundetrainerin aktiv. In ihrer Hundeschule Pfotenhafen bildet sie Schulhund-Teams aus.
Die Dachverbände ESAAT/ISAAT beschreiben einen hundgerechten Einsatz mit höchstens 2x pro Woche für maximal 45 Minuten. Diese Vorgaben werden häufig überschritten, denn abgesehen von unreflektiert fortgeführten Traditionen oder Unwissenheit ist es aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich, den Hund nach dem Einsatz nach Hause zu bringen.
Die Rechtsgrundlage im Tierschutzgesetz sieht vor, dass Hundeboxen – außer für den Transport im Auto – nicht geschlossen werden dürfen. Paragraf 2 spricht von „verhaltensgerecht unterbringen“, Abs. 2 legt fest, dass die „Möglichkeit der artgerechten Bewegung“ nicht dermaßen eingeschränkt werden darf, dass dem Tier vermeidbare Leiden, Schäden oder Schmerzen zugefügt werden.
Die Tierschutzhundeverordnung schreibt vor, welchen Raum Hunde, gestaffelt nach Schulterhöhe, mindestens zur Verfügung gestellt bekommen müssen. Wichtig: dieser Freiraum darf nicht durch Möbel oder andere Gegenstände eingeschränkt werden. Es muss natürliches Licht, frisches Wasser und ein eigener, ungestörter Ruheplatz vorhanden sein, die Temperatur muss regelbar sein, Anbinden ist nicht erlaubt.
Konkret ist die Umsetzung: bis 50cm Schulterhöhe: 6qm Raumfläche, 50-65cm: 8qm, ab 65cm: 10qm.
Darüber hinaus sollte der Hund in diesem Raum, getrennt von seinem menschlichen Partner, keinen Kontakt zu anderen Personen haben (müssen). Ausnahme ist, wenn er mit diesen Personen vertraut und der Umgang abgesprochen ist.
Es ist wichtig, sowohl für geplante Zeiten als auch für Notfälle Möglichkeiten parat zu haben, den Hund unter oben genannten Aspekten unterzubringen: entweder ein:e bestimmte:r Kolleg:in übernimmt den Hund, oder der Hund bleibt alleine in einem zuvor festgelegten Raum (wichtig: Raumgewöhnung findet im Vorfeld statt, Kameraüberwachung des Hundes damit Unwohlsein frühzeitig erkannt wird, Gefahrenquellen sind beseitigt, Beschäftigungsmöglichkeiten werden bereit gestellt), oder der Hund bleibt bei einer/einem Kolleg:in in einem wenig besuchten Raum (wenn er Hund den Raum und den Menschen kennt und mag). Idealerweise wird der Hund in einer erbetenen Pause nach Hause gebracht. Ein potentiell vorhandener „Schulhundraum“ darf nur einzeln benutzt werden (Cave: Gerüche der anderen Hunde, Ressourcen o.ä.).
Zusammengefasst: der Hund sollte unter Berücksichtigung der geforderten Aspekte einen Ruheplatz haben. Das kann eine geöffnete Hundebox sein, ein Gitter mit dem ein Teil des Raumes abgetrennt werden kann oder ein positiv auftrainiertes Körbchen/Decke, welche(s) den Vorlieben des Hundes entspricht, wo möglichst wenig Stressoren vorhanden sind und der freiwillig aufgesucht wird.
· Anjas YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@PfotenHafen
· Sandras Publikation „Lass die Tür auf, wenn du gehst“ – Der unzulässige Einsatz von Hundeboxen https://www.tierethik.net/data/2022-01/TE_2022_1_Foltin.pdf?fbclid=IwAR0AoTXRmeCPPT-Z6Yw42NLvsAIsKiU3vUNUgX04D8PIM66uRNVVyzWu8ak
· Die Schulhundstudie
https://doi.org/10.1016/j.jveb.2022.09.004
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Jan 6, 2024
44 min
