
Der Begriff Displaced Persons, kurz DPs, bezeichnet Menschen, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kriegsbedingt in Deutschland befanden und nicht in ihre Heimatländer zurückkehren konnten, weil diese nicht mehr existierten oder sich unter fremder Besatzung befanden. In erster Linie gehörten ehemalige Zwangsarbeiter:innen zu dieser Gruppe, aber auch Überlebende aus Konzentrationslagern und entlassene Kriegsgefangene. In Deutschland belief sich die Zahl der DPs auf fast zehn Millionen Menschen.
Die zwölfte Folge des Museum Friedland Podcasts gibt Antworten auf die Fragen nach den Lebensbedingungen der DPs und nach den gesellschaftlichen Problemen, mit denen sie konfrontiert waren.
May 15, 2025
34 min

Sie lutschten Steine wie Bonbons, um wenigstens ein kleines Gefühl der Sättigung zu erreichen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs starben im nördlichen Ostpreußen rund um Königsberg zehntausende Menschen an Seuchen und Unterernährung. Übrig blieben oft Kinder. Oft ohne Eltern, Familie, ein Zuhause waren sie ganz auf sich allein gestellt. Viele flohen vor dem drohenden Hungertod ins benachbarte Litauen, um dort für ein Stück Brot zu arbeiten oder das Nötigste zu erbetteln. Folge 11 des Museum Friedland Podcasts lässt Zeitzeug:innen zu Wort kommen und beleuchtet das Schicksal der Kinder, das lange nahezu unbeachtet blieb. Erst in den 1990er-Jahren wurde die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam. 2024 hat der litauische Staat den 14. September zu einem nationalen Gedenktag an die „Wolfskinder“ ernannt.
Foto: Genocide and Resistance Research Center of Lithuania
Dec 18, 2024
30 min

„Je mehr Informationen man hat über die Gesellschaft, desto besser kann man sich verhalten“, erläutert Nazir Yosuf in der Podcastfolge seine Erfahrungen. Der afghanische Journalist ist Teilnehmer des bundesweiten Projekts GeT AKTIV, dessen Ziel ist, Geflüchtete für ein Engagement in Politik und Gesellschaft zu gewinnen. Ein einfacher Sprachkurs reicht da oft nicht aus. Die aktuelle Folge des Museum-Friedland-Podcasts lässt beispielhaft drei Teilnehmer:innen zu Wort kommen, die über ihre Erfahrungen und Hoffnungen berichten.
Das Projekt GeT Aktiv
Zenobia e.V.
Jun 21, 2024
36 min

Die Podcastfolge gibt Antworten auf die Fragen: Warum mussten so viele Menschen ihre Heimat Vietnam verlassen? Welchen Weg haben sie genommen? Wie kam es zu ihrer Aufnahme in Deutschland? Und was ist aus den Boatpeople heute geworden?
Mar 8, 2024
28 min

„Von Anfang an, als ich nach Deutschland kam, das war für mich nicht einfach. Das Land fremd, die Menschen komplett fremd, ich hatte ja eine harte Geschichte." Ende 2015 kam die damals 19-jährige Jesidin Hekeema Taha nach ihrer Flucht vor der Terrororganisation Islamischer Staat nach Deutschland. Mit rund 200.000 Mitgliedern lebt derzeit die weltweit größte jesidische Diasporagemeinschaft in Deutschland. Die meisten dieser Jesid:innen kamen 2014 als Flüchtlinge in Folge des Genozids durch die Terrororganisation Islamischer Staat. Die aktuelle Folge des Museum Friedland Podcasts „Perspektiven“ blickt darauf, welchen Weg die Jesid:innen hinter sich haben und welche Probleme sie hier im Alltag beschäftigen.
Inzwischen gibt es bundesweit zahlreiche Initiativen und Projekte, die über die ethno-religiöse Gemeinschaft der Jesidinnen und Jesiden informieren. Zum Beispiel das Projekt FERMAN der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und des Vereins Women for Justice.
Nov 24, 2023
28 min

Folge 7 des Museum Friedland Podcasts gibt bewegende Einblicke in die Arbeit und Bedeutung des DRK-Suchdienstes vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart.
Sep 28, 2023
25 min

Seit den 1950er-Jahren sind rund 4,5 Millionen Aussiedler:innen und Spätaussiedler:innen aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion in Deutschland angekommen. Wie wichtig ist beim Einleben die Pflege der eigenen Sprache, der eigenen Kultur? Wie wirkt sich die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen auf den Alltag aus? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der sechsten Folge des Museum-Friedland-Podcasts.
Jul 4, 2023
27 min

Folge 5 des Museum Friedland Podcasts „Perspektiven“ thematisiert Abschied, Ankunft und Neubeginn der jüdischen Zuwander*innen seit den 1990er-Jahren. Sie berichten über Ihre Erfahrungen in Russland und Deutschland. Gleichzeitig gibt der Berliner Historiker Dimtrij Belkin eine Einordnung in die historischen Zusammenhänge.
Feb 10, 2022
25 min

Fast die Hälfte aller geflüchteten Menschen, die seit 2015 in Deutschland eine Aufnahme gefunden haben, sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Gleichzeitig fehlt es ihnen teils aus Unwissenheit und teils aus Scham an der passenden Unterstützung. In der aktuellen Folge des Museum Friedland Podcastes erzählen Alya, Talia, Hussein, Arafat, Mohammed und Alan, die als Kinder nach Deutschland kamen, von ihren Erfahrungen während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft.
Dec 14, 2021
24 min

Noch immer kommen jährlich mehrere Tausend Menschen aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Für sie ist das Grenzdurchgangslager Friedland als offizielle Aufnahmeeinrichtung die erste Anlaufstelle. Am 28. August jährte sich die Deportation der Wolgadeutschen zum 80. Mal. Das Museum Friedland hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, um mit der dritten Folge seines Podcastes einen Einblick in die Geschichte der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler zu geben.
Redaktion & Produktion: Matthias Bertsch
Sprecher*innen: Ulrich Meerkamm, Mia von Hirsch
Diese Folge des Museum Friedland Podcasts wird von der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler Editha Westmann unterstützt.
Sep 6, 2021
26 min
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