
Heidi Pfäffli-Bachmann ist Meditationslehrerin in der frühbuddhistischen Tradition und lebt in Luzern. Ausgebildet als Primarlehrerin, arbeitete sie als Heilpädagogin, studierte später Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Luzern und war Gründungsmitglied der Philosophischen Praxis Schweiz. Seit über zwanzig Jahren ist die frühbuddhistische Tradition ihr meditatives Zuhause; ihr Hauptlehrer ist Sayadaw U Vivekananda. Sie verbrachte viereinhalb Monate in seinem Kloster in Lumbini und assistierte über mehrere Jahre bei Retreats im Pian dei Ciliegi in Norditalien. Ausgebildet ist sie zudem als MBSR-Lehrerin am Institut für Achtsamkeit bei Linda Lehrhaupt. Aktuell vertieft sie sich im Teacher Training am Ekayana-Institut bei Lama Tilmann Lhündrup.Im Gespräch erzählt Heidi von einem Weg, der sich nicht planen liess. Von der Faszination, mit der sie als Kind den singenden Nonnen in Eschenbach lauschte, über die Lektüre der christlichen Mystiker:innen in der Jugend und Jahre als Heilpädagogin und Philosophin bis hin zum Einstieg in die systematische Meditationspraxis. Wir sprechen über die Vertiefung dieser Praxis bei Sayadaw U Vivekananda – über Retreats in Norditalien, viereinhalb Monate im Kloster in Lumbini und das, was man als Assistentin sieht. Und über die Frage, warum dogmatische Vorstellungen in der Praxis eher hindern als helfen – und warum sich die Praxis von selbst entfaltet, wenn man sie lässt.Wir sprechen über:🏔️ Kindheit in Eschenbach – das Zisterzienserinnenkloster und der Gesang vom Himmel📖 Lektüre der Mystiker:innen in der Jugend – Meister Eckhart, Teresa von Ávila und eine schwere Krise🔍 Die Suche – Sesshin, hinduistische Tradition und warum Vipassana blieb🪷 Sayadaw U Vivekananda – erste Begegnung, Pian dei Ciliegi und viereinhalb Monate in Lumbini👁 Was man als Assistentin sieht, das man als Schülerin nicht sieht🌱 Dogmatische Vorstellungen als Hindernis – Praxis als etwas, das sich von selbst entfaltet🧘 MBSR – die Ausbildung bei Linda Lehrhaupt und der MBSR-Kreis Luzern⚖️ Vita activa und Vita contemplativa – wie beides zusammengeht☸️ Mahamudra als Wiedererkennen – der Dharma-Grundkurs bei Lama Tilmann Lhündrup🌧️ Meditation als kein Regenschutz – und was sie trotzdem trägtEin Gespräch über einen Weg, der sich nicht planen liess – und über eine Praxis, die trägt, ohne alles zu versprechen.Weitere Informationen: achtsamamfluss.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung. Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!Inhalt:00:00:00 Intro00:02:32 Biografie00:04:06 Mystik als Kind00:09:58 Primarlehrerin und Heilpädagogin00:15:01 Familie und Studium00:22:58 Erste Begegnung mit Zen00:25:46 Theravada und Abhidharma bei Rewata Dhamma00:28:13 Die Bewegung der Philosophischen Praxis00:39:17 Der Tod ihres Mannes – und die Vertiefung der Praxis00:52:11 Erleuchtung: Ziel oder Hindernis?00:59:43 Einsichtsstufen – und die Gefahr, sie zu konstruieren01:06:09 Vorträge als Textauslegung01:07:04 Die ersten Schritte als Assistentin01:09:47 Weitere prägende Lehrende01:12:48 MBSR-Ausbildung und die Rolle der Ethik01:20:51 Der Weg zum Mahamudra01:27:30 Wenn die Praxis den Alltag durchdringt01:33:39 Das Zendo am Fluss und Heidis Angebote01:36:26 Zum Schluss: Ein Wegweiser für die eigene Praxis
Jul 3
1 hr 40 min

Jürg Fassbind ist Organisationsberater, Coach und diplomierter Ritualfachmann. Aufgewachsen in einem dichten katholischen Festkalender in Schwyz, fand er über Umwege – Beinahe-Burnout, Suchphase, christliche Mystik, Lassalle-Haus – zu einer Praxis, die Meditation, Alltag und Ritualarbeit verbindet. Seit 2016 ist er selbstständig. Im September 2025 erschien sein Buch «Rituale in Teams und Organisationen – Innehalten, Verbinden, Transformieren» im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.Wir sprechen darüber, wie ein einziges Ritual während der 9/11-Anschläge Jürg für immer überzeugt hat, dass Rituale in Organisationen wirken – und was seither seinen Weg geprägt hat.Wir sprechen über:🕯️ Ritual vs. Routine – warum Intention alles verändert🫀 Körper, Seele, Herz – warum ein Ritual nicht im Kopf gemacht werden kann💥 9/11 in Wien – wie ein Ritual eine ganze Gruppe verwandelte🔄 Übergangsrituale – Ankommen, Abschliessen, Neubeginn in Teams⚠️ Manipulation – wo die Grenze liegt, wenn Führungspersonen Rituale einsetzen🌱 Veränderung braucht Irritation – warum Transformation unbequem sein muss🍂 Organisationen im Jahresrhythmus – warum Herbst und Winter auch sein dürfen🤝 Stille als verbindendes Element – Erfahrungen aus den Sommerwochen mit Niklaus Brantschen🌲 Alltag als Praxis – Gehmeditation, Schwellen und Innehalten vor dem Rotlicht📖 Das Buch – Entstehung und was Jürg damit bewegen möchteEin Gespräch über die Kraft des Innehaltens – und darüber, wie kleine, bewusste Gesten mitten im Alltag etwas Wesentliches berühren können.🔗 Weitere Informationen:www.juergfassbind.chwww.fachschule-rituale.chwww.ritualverband.chwww.pilgerkapellehaggenegg.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!Inhalt00:00:00 Intro00:01:59 Wer ist Jürg Fassbind?00:04:36 Aufgewachsen in einer Welt voller Rituale00:06:51 Der Hühnerhautmoment als Ministrant00:11:01 Die spirituelle Suche beginnt00:15:47 Warum Geschichte – und nicht Theologie?00:20:04 Meditation, Beruf und die Rückkehr zum Katholizismus00:30:23 11. September 2001: Rituale in der Krise00:35:33 Rituale im Business – geht das überhaupt?00:38:48 Vom Manager zum diplomierten Ritualfachmann00:46:06 Was ist eigentlich ein Ritual?00:53:44 Ein Ritual bei einer Trennung – ein konkretes Beispiel00:57:25 Rituale in Organisationen01:01:33 Die unsichtbaren Rituale in Unternehmen01:03:42 Das Rad der Balance: Frühling, Sommer, Herbst, Winter01:07:57 Rituelle Interventionen und Change-Rituale – was ist der Unterschied?01:16:43 Was das Buchschreiben mit Jürg gemacht hat01:19:58 Heikle Begriffe: weglassen oder stehen lassen?01:25:22 Zusammenarbeit mit Zen-Meister Niklaus Brantschen01:32:00 Jürgs eigene Morgenpraxis01:34:35 Rituale im öffentlichen Raum – das neue Herzensprojekt01:40:16 Jürgs Angebot und wie ihr ihn erreicht
Jun 5
1 hr 43 min

Philip Trumpler, geboren 1972 in Zürich, machte eine kaufmännische Lehre – und brach dann aus allem aus. Mit 19 erlebte er seine ersten Astralreisen und verbrachte Zeit als Laie im ältesten Kloster des Bergs Athos. Danach reiste er nach Westafrika, wo er in Ghana und Gabun in spiritistische und initiatorische Traditionen eingeweiht wurde. Es folgten Mexiko, der peruanische Amazonas und nach weiteren Stationen schliesslich der Himalaya, wo er mit 39 seinen Guru fand und in Kriya Yoga initiiert wurde. Heute lebt er auf Madagaskar, wo er in den Stamm der Mikea aufgenommen wurde – einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften der Insel. Im Gespräch erzählt Philip von einem Leben zwischen den Welten. Er beschreibt, wie er als Kind Geister sah, wie man ihm sagte, das gebe es nicht – und wie er diesen Faden mit 19 wieder aufnahm. Was alle Stationen verbindet, ist eine beharrliche Neugier: Philip will nicht glauben, sondern sehen. Und was er sieht, ist so weit ausserhalb des Normalen, dass er es selbst kaum fassen kann – ohne aber daran zu zweifeln. Wir sprechen über:🌿 Kindheit und Vergessen – Geister sehen und schweigen lernen✨ Astralreisen und der Himmel – Engelwesen, Lichtfrequenzen und Rückkehr⛪ Megisti Lavra – Askese, Herzgebet und der direkte Zugang👻 Poltergeist und Geisterkontakt – wenn Dosis nichts mehr bedeutet🥁 Ghana und die Ashanti – Spiritismus, Hilfsgeister und eine Meerjungfrau🌑 Gabun und der Mbiri-Kult – Iboga und die Begegnung im Ahnenland🌵 Die Huichol in Mexiko – Zufall, Zugehörigkeit und die Pilgerfahrt nach Wirikuta🐍 Die Shipibo im Amazonas – Diäta, Ayahuasca und Chips aus einer verzauberten Welt🏔️ Der Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee und gibt die Diksha🧘 Kriya Yoga – derselbe Raum, andere Werkzeuge🌲 Die Mikea auf Madagaskar – aufgenommen als «der weisse Mikea»🌍 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibtDie Erfahrungen, die Philip beschreibt, liegen weit ausserhalb meines Erfahrungshorizonts. Ich begegne ihnen so, wie ich allen Erfahrungen im Podcast zu begegnen versuche: neugierig, ohne Vorurteil – und ohne Bestätigung.🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!Inhalt00:00:00 Intro00:01:58 Philip Trumpler – Biografie00:03:05 Als Kind Geister gesehen – und vergessen00:08:39 Askese im ältesten Kloster des Bergs Athos00:12:03 Ein Poltergeist in der Stereoanlage00:18:58 Ghana – Initiation bei den Ashanti00:27:41 Geister haben Charaktere, Macken und Grenzen00:31:37 Gabun – vier Tage Iboga-Initiation beim Mbiri-Kult00:40:22 Was eine Einweihung an Pflichten mitbringt00:42:54 Geister können Gutes tun – und Böses00:45:30 Mexiko – gestrandet bei den Huichol00:54:49 Den Tod kennen – aus eigener Erfahrung00:56:52 Die Pilgerfahrt nach Wirikuta00:59:54 Peru – Ayahuasca, Diäta und Chips aus einer verzauberten Welt01:12:21 Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee01:21:03 Meditation und Psychedelika – derselbe Raum, andere Werkzeuge01:25:41 Madagaskar – aufgenommen als weisser Mikea01:30:43 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt
May 1
1 hr 37 min

Dapel Rahel Gertsch, geboren 1980, ist buddhistische Dharma- und Meditationslehrerin. Sie begann ihre Praxis im Meditationszentrum Beatenberg bei Fred von Allmen. 2006, nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama, gab sie ihren Beruf als Primarlehrerin auf und reiste mit einem One-Way-Ticket nach Indien. 2008 wurde sie zur Nonne ordiniert. Über 15 Jahre lebte sie in der Gemeinschaft «Dharmadatta», die sie mitgegründet hatte – in Indien, Mexiko und den USA. Nach einer tiefen Erschütterung in ihrer Tradition und einer Erkrankung an Long Covid kehrte sie 2024 in die Schweiz zurück. 2026 legte sie die Robe ab. Heute lehrt sie mit Fokus auf Ökodharma. Zu ihren Quellen zählen Joanna Macy und David Loy. Das Meditationszentrum Beatenberg bleibt ihre spirituelle Heimat.Im Gespräch erzählt Dapel von einer Reise, die im Schulzimmer begann und in die radikale Hingabe eines klösterlichen Lebens führte. Sie beschreibt den Weg zur Ordination, das Leben ohne Privatsphäre und die Kraft, die sie über viele Jahre trug. Ein zentrales Thema ist der Bruch des Vertrauens: Wie geht man um mit Missbrauch in der eigenen Linie? Wie zerbricht ein Ideal – und was bleibt? Wir sprechen über das Loslassen der Robe, der Rolle und der Gesundheit. Und darüber, wie gerade Krankheit und Krisen zu einer tieferen Praxis führen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ökodharma: Wie können buddhistische Methoden uns helfen, der Klimakrise mit Präsenz statt Ohnmacht zu begegnen?Wir sprechen über:🪑 Der Einstieg im Beatenberg – Fred von Allmen und die Freiheit der Stille🎨 Vom Dadaismus zum Dharma – Kunst, Präsenz und der Ruf der Meditation🧘♀️ Die Praxis der Grünen Tara – Archetypen und die Kraft der Visualisierung🏔️ One-Way-Ticket nach Indien – Unterweisungen beim Dalai Lama und Ordination🏠 Leben in der Gemeinschaft «Dharmadatta» – Zwischen Indien, Mexiko und den USA⚖️ Machtmissbrauch und Erschütterung – Wenn das Fundament der Tradition wackelt🤒 Long Covid als Lehrmeister – Pacing, Körperweisheit und radikales Vereinfachen🧥 Das Ablegen der Robe – Identität, Abschied und ein neuer Weg im Alltag🌿 Ökodharma – Handeln ohne Anhaften am Ergebnis in Zeiten der PolykriseEin Gespräch über den Mut zur Veränderung, die Integration von Schattenseiten und die Suche nach einem Dharma, der sich mitten in den Herausforderungen unserer Welt verkörpert.📌 Weitere Informationen: https://www.bodhibaum.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!Inhalt00:00:00 Intro00:02:09 Wer ist Dapel Rahel Gertsch?00:05:05 Was bedeutet der Name «Dapel»?00:06:48 Erster Kontakt mit Meditation00:14:02 Sylvia Wetzel und feministische Traditionen00:22:07 Die Begegnung mit dem Dalai Lama als Wendepunkt00:28:44 Entscheidung zur Ordination als buddhistische Nonne00:36:23 15 Jahre Gemeinschaft Dharmadatta00:49:08 Von Indien nach Mexiko: Dharma auf Spanisch00:54:05 Wie Sprache und Kultur die Lehre verändern00:58:59 Weiterzug in die USA01:00:59 Erschütterung, Krise und Long Covid01:16:15 Verlassen der Gemeinschaft und Rückkehr in die Schweiz01:21:13 Ablegen der Robe nach 18 Jahren01:28:28 ÖkoDharma: Von Ohnmacht zu weisem Mut01:47:40 Infos und Angebote von Dapel
Apr 3
1 hr 53 min

Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012 das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet. Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers. Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag verkörpert.Wir sprechen über:🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt Philosophie🧭 Einstieg in Zen – Krise, Suche und der Sprung ins Sesshin⚖️ Mushotoku – Ziellosigkeit und Motivation im Spannungsfeld🤝 Sangha – Gemeinschaft, Verantwortung und Alltagspraxis🧑🏫 Meister–Schüler-Beziehung – Nähe, Reibung und Emanzipation🕯️ Krankheit & Tod – Begleitung des Lehrers und Abschied🚲 Pilgerschaft auf zwei Rädern – langsames Loslassen des Lehrers⛩️ Zen in Japan – Ausbildungstempel, Rituale und Grenzerfahrungen📜 Dharma-Übertragung (Shihō) – Verantwortung ohne Rezept🎶 Zen & Kunst – Begegnungen mit Musik und ImprovisationEin Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden will.📌 Weitere Informationen:🌐 https://www.zen-zurich.ch🎬 https://www.youtube.com/@myosanfunk🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!Inhalt:00:00:00 Intro00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten
Mar 6
1 hr 58 min

Ingeborg Mösching (*1953) ist Meditationslehrerin, MBSR-Lehrerin und ehemalige Pflegefachfrau. Über viele Jahre arbeitete sie mit schwerkranken und sterbenden Menschen und integrierte Achtsamkeit später auch in klinische Kontexte, unter anderem am Universitätsspital Basel. Ihre Meditationspraxis begann 1986 in der christlichen Zen-Tradition und vertiefte sich später in Vipassana und den Herzqualitäten (Brahma-Vihāras). Prägend waren lange Schweigeretreats – unter anderem an der Insight Meditation Society und im Kloster Shwe Oo Min in Myanmar – sowie die Schulung und Autorisierung durch Fred von Allmen.Im Gespräch sprechen wir über Pflege als Schulungsraum, über lange Retreats und das Üben von Gleichmut im Angesicht von Leid. Ingeborg beschreibt eindrücklich, was sie unter «Nicht-Einsteigen» versteht – ein praktisches Loslassen von Identifikation, ohne Verdrängen. Es geht um Einsicht als gelebte Erfahrung, um Herzqualitäten jenseits von Idealisierung und um eine Meditationspraxis, die nicht auf aussergewöhnliche Zustände zielt, sondern im Alltag trägt.Wir sprechen über:🧒 Kindheit & Sinnsuche – frühe Grundfragen, religiöse Prägung und innere Zuflucht🔥 Krise als Wendepunkt – Trennung, Überforderung und die ersten Retreat-Erfahrungen🩺 Pflege als Praxisfeld – Nähe zu Leid, Sterben und Mitgefühl im Alltag⏳ Lange Retreats – Monate im Schweigen, alte Muster und tiefere Einsicht🌊 «Nicht einsteigen» – Gefühle halten, ohne Identifikation oder Verdrängen🪷 Herzqualitäten (Brahma-Viharas) – Metta, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut⚖️ Gleichmut – Kapazität für Unangenehmes jenseits von Gleichgültigkeit🇲🇲 Sayadaw U Tejaniya – Geistzustand, rechte Haltung und entspannte Praxis🧭 Praxis im Alltag – Rolltreppe, Ungeduld und die Erinnerung an die Absicht🧑🏫 Linie und Ethik – Autorisierung, Verantwortung und Demut im Unterrichten🧠 Körper, Trauma und Nervensystem – Somatic Experiencing als Ergänzung🩹 Schmerz & Einsicht – Neuroplastizität, Konditionierung und AnattaEin Gespräch über Praxis ohne Heilsversprechen – und darüber, wie sich Vertrauen, Freude und Verantwortung über Jahrzehnte vertiefen können.📌 Weitere Informationen zu Ingeborg Mösching:🔗 https://www.ingeborgmoesching.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.chInhalt:00:00:00 Intro00:02:21 Biografischer Hintergrund00:05:08 Frühe existenzielle Fragen00:15:03 Einstieg in Zen- und Vipassana-Meditation00:20:25 Lange Retreats und Praxisintensität00:21:28 Warum lange Retreats?00:24:48 Konditionierungen und meditative Einsicht00:30:05 Erleuchtung und Befreiung vom Leiden00:32:24 Herzqualitäten, Gleichmut und Abgrenzung00:38:07 Brahmaviharas und Geisteskultivierung00:45:18 Praxis im Stil von Sayadaw U Tejaniya00:55:47 Kontinuität der Praxis im Alltag01:01:23 Geburt und Tod als Erfahrungsräume01:04:46 Tod als Teil der Praxis01:11:25 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin01:14:35 Lehrerlaubnis, Linie und Verantwortung01:18:47 MBSR, Somatic Experiencing und Integration01:23:46 Veränderung der Praxis über die Jahre01:30:49 Angebote von Ingeborg Mösching
Feb 6
1 hr 34 min

Ulla Schoch ist Psychotherapeutin, klinische Psychologin und Ritualbegleiterin. Sie hat viele Jahre in psychiatrischen Institutionen gearbeitet und führt heute eine eigene Praxis in Zürich. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit hat sie sich intensiv mit spirituellen Traditionen auseinandergesetzt – von christlicher Mystik über den kaschmirischen Shivaismus bis hin zum tibetischen Buddhismus und Zen in der Sōtō-Tradition. Ein zentrales Leitmotiv ihres Weges ist Krishnamurtis Satz: «Truth is a pathless land.»Im Gespräch spricht Ulla offen und persönlich über ihren spirituellen Werdegang, über die lange Trennung von Therapie und Spiritualität in ihrem Berufsleben und über die Frage, wie Meditation, Selbsterkenntnis und psychische Stabilität zusammenhängen. Sie erzählt von prägenden Jahren in Indien, vom Verlust ihres Mannes, von der Bedeutung von Struktur und Praxis im Alltag – und davon, warum Spiritualität ohne psychologische Arbeit aus ihrer Sicht riskant sein kann.Ein differenziertes, ehrliches Gespräch über Meditation jenseits von Wellness, über Leid, Verantwortung und Reife – und über die Notwendigkeit, spirituelle Praxis und psychotherapeutische Arbeit zusammenzudenken.Wir sprechen über:🧭 Spirituelle Biografie – christliche Prägung, Suche, Brüche und Übergänge🕉️ Indien & kaschmirischer Shivaismus – gegenstandslose Meditation, Sanskrit und das göttliche Prinzip🧘 Buddhismus als Praxis – Leid als Ausgangspunkt, Anwendbarkeit im klinischen Alltag🪷 Zen & Lehrerfrage – Zugehörigkeit, Praxisgemeinschaft und menschliche Meister🧠 Therapie & Selbsterkenntnis – Veränderung, Struktur und emotionale Stabilität⚠️ Risiken der Meditation – Überforderung, Retreats und die Bedeutung von Begleitung🕯️ Ritual & Alltag – Struktur, Rhythmen, kleine Anker und gelebte Praxis🌀 Astrologie & I Ging – Zyklen, Demut und der Umgang mit dem Nicht-Wissen🌱 Entwicklung ohne Ziel – Geduld, Unvollkommenheit und lebenslange Praxis🤍 Integration – warum Meditation Psychotherapie nicht ersetzt, sondern ergänztEin Gespräch über Wachheit ohne Heilsversprechen, über spirituelle Praxis mit Bodenhaftung – und darüber, was es heisst, mit dem eigenen Leben zu leben, ohne es lösen zu wollen.📌 Weitere Informationen zu Ulla Schoch:🔗 https://www.praxisfuertherapie.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.chInhalt00:00:00 Intro00:02:04 Biografische Hintergründe und beruflicher Weg00:04:45 Krishnamurti und das Prinzip des weglosen Pfades00:06:29 Christliche Prägung als spirituelle Grundlage00:09:57 Indien, Hinduismus und kaschmirischer Shivaismus00:19:15 Körper, Seele und psychische Struktur00:26:43 Partnerschaft, Verlust und Trauererfahrung00:32:26 Buddhismus und kognitive Verhaltenstherapie00:35:01 Übergang vom tibetischen Buddhismus zum Zen00:41:42 Einflüsse von Brad Warner und Zen-Praxis00:48:03 Emotionale Prozesse in der Meditation00:56:52 Zen-Praxis und die Erfahrung des Ziellosen00:58:39 Akzeptanz und Leben mit dem Gegebenen01:00:28 Alltagsaktivitäten und meditative Qualität01:01:37 Gemeinschaft und Praxisumfeld01:03:49 Wiedereintritt in die reformierte Kirche01:05:37 Pluralität und Grenzen kirchlicher Angebote01:07:42 Astrologie, I-Ging und zyklische Perspektiven01:15:43 Rituale, Rhythmen und alltägliche Verankerung01:20:17 Spiritualität im Alltag und innere Praxis01:34:36 Weiterführende Informationen zu Ulla
Jan 2
1 hr 37 min

Nik Bärtsch ist Pianist, Komponist, Produzent, Aikidoka und Autor – und ein Künstler, der Musik, Bewegung und Bewusstsein zu einem kohärenten Weg verbindet. Aufgewachsen in Zürich, geprägt von Rhythmus, Minimalismus, Zen und japanischer Ästhetik, entwickelte er seinen eigenen Stil: Ritual Groove Music oder Zen-Funk. Mit seinen Ensembles Mobile und Ronin erforscht er seit Jahrzehnten die Verbindung von Präzision, Flow und gemeinschaftlicher Präsenz.Im Gespräch erzählt Nik, wie Rhythmus sein Fundament wurde, wie Lehrer, Zen und Aikido seine Kunst formten – und warum Musik für ihn nie Selbstzweck, sondern ein Dienst an der Gemeinschaft ist. Wir sprechen über Kindheit, Körper, Kultur, Training – und darüber, wie Fehler, Disziplin und Hingabe zu Klarheit führen.Wir sprechen über:🥁 Frühe Prägung – Rhythmus als Ursprung, Klavier als Maschine und Universum🏫 Bildung & Wendepunkte – Scheitern, Förderung, strenge Lehrer und der Weg ins Konservatorium🎎 Japanische Ästhetik & Zen – Kurosawa, Sesshins und Präsenz als Haltung⚔️ Aikido & Körperpraxis – Balance geben statt Balance verlieren🔧 Modulmusik – klare Strukturen, offene Form, Minimalismus, Groove und Ritual🌀 Mobile & Ronin – Zenfunk, Ensemblegeist, kollektive Energie⏱️ 36-Stunden-Rituale – Musik als gemeinschaftliche Praxis jenseits von Eventlogik🎹 Philosophie des Spielens – Präzision statt Perfektion, Fehler als Impuls🧠 Forschung am MIT – Bewegung, Intention, Effortless Mastery🌬️ Körper & Atem – Hara, Gewicht, Geschmeidigkeit und Klangqualität🏠 Training im Alltag – Meditation, Bewegung und Präsenz als Lebensgrundlage✈️ Stress & Verantwortung – Reisen, Organisation, Risiko und Gemeinschaft🌏 Musik als Beitrag – Hingabe als Weg, Resonanz als WirkungEin waches, offenes Gespräch über Kunst als Praxis, über Klarheit im Tun und über die Kraft gemeinsamer Präsenz – und darüber, warum Musik erst in der Gemeinschaft wirklich entsteht.📌 Weitere Informationen zu Nik Bärtsch:🔗 https://www.nikbaertsch.com 🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.chInhalt00:00:00 Intro00:02:43 Biografie00:04:52 Musik in der Kindheit00:06:47 Boogie-Woogie und erste Kompositionen00:10:57 Vom ruppigen Quartier ins Gymnasium00:23:32 Japan, Ästhetik und spiritueller Anker00:32:27 Studium am Konservatorium00:40:41 Vertiefung der Meditation00:48:07 Gründung von Mobile und Ronin00:52:39 Modulmusik erklärt00:59:55 Intellekt und unmittelbare Energie01:02:37 Was passiert beim Spielen?01:07:13 Zugang zum Aikido01:11:55 36-Stunden-Konzerte01:19:04 Musik und Meditation – Parallelen01:21:51 Fehlerkultur: Präzision statt Perfektion01:26:34 Bewegung, Klang und Intention01:33:55 Meditation und Kampfkunst im Alltag01:36:49 Herausforderungen im Musikerberuf01:40:27 Soll Musik die Welt verbessern?01:46:38 Persönlicher Kontakt und Community
Dec 5, 2025
1 hr 48 min

Hildi Thalmann (Chang She) ist Chan-Lehrerin, Ärztin a. D., Mutter und Grossmutter – und eine Praktizierende, die ihren Weg vom katholischen Dorf über die Kinderneurologie bis zur chinesischen Wurzel des Zen gegangen ist. Geprägt von Kontemplation, Zen und der Begegnung mit Meister Sheng Yen leitet sie heute das Zentrum Chan Bern. Ihr Fokus: stilles Gewahrsein – nüchtern, präzise, alltagsnah.Im Gespräch erzählt Hildi, wie eine Lebenskrise sie zur Meditation führte, warum sie Erlebnis-Jagd hinter sich liess und wie Chan für sie zur stimmigen Heimat wurde. Wir sprechen über stille Praxis ohne Technik, über Durchbrüche und Demut – und darüber, wie Einsicht im Alltag gelebt wird.Wir sprechen über:🙏 Vom katholischen Glauben zum Sitzen ohne Objekt🩺 Medizin & Meditation – wenn Schmerz sich auflöst💔 Krise & Kontemplation – der Anfang des Wegs🌬️ Holotropes Atmen & Vipassana – Öffnung & Integration🍄 Psychedelika – Türöffner, aber kein Weg🧘 Zen-Erfolge & Chan-Klarheit – von Dogen zu Sheng Yen🪷 Stilles Gewahrsein – Sammlung und Einsicht zugleich❓ Huatou – die Frage «Was ist Nichts?»🔄 Zustände & Modus – «just a state» ist nicht das Ziel🧭 Lehrer & Ethik – Kohärenz vor Charisma👧 Enkel & Emotionen – Praxis im Alltag⚰️ Tod & Loslassen – stilles Glück und Gelassenheit🏛️ Humanistischer Chan – geerdet, engagiert, klarEin stilles, ehrliches Gespräch über Erfahrung, Reifung und Vertrauen – und darüber, warum es genügt, vor der eigenen Tür zu wischen.📌 Weitere Informationen zu Hildi Thalmann / Chan Bern:🔗 www.chan-bern.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.chInhalt00:00:00 Intro00:02:31 Biografie00:04:35 Frühe Spiritualität, Studium und Beruf00:10:53 Erste Kontakte mit Kontemplation00:14:37 Puristische erste Meditationsanleitung00:19:15 Breite spirituelle Suche, inkl. holotropes Atmen00:23:04 Psychedelika: Erfahrungen mit Ayahuasca00:31:17 Kultivierung von Bewusstseinszuständen00:38:16 Was ist Erkenntnis? Beispiel Schmerz00:41:57 Zwei Leben – als Zen-Praktizierende und als Ärztin00:44:02 Pensionierung, Chan und Zweitstudium00:48:37 Begegnung mit Meister Sheng Yen00:54:19 Unterschiede in den Anleitungen zum Zen01:00:12 Gründung des Ordens der Dharma-Trommel01:01:07 Humanistischer Aspekt von Sheng Yens Linie01:04:34 Beschreibung der Methode «Stilles Gewahrsein»01:10:02 Bleibt die Einsicht ins Nicht-Selbst?01:15:17 Erhalt der Lehrerlaubnis01:29:51 Herausforderungen im Alltag
Nov 7, 2025
1 hr 39 min

Ernst Ostertag, Jahrgang 1930, war Primarlehrer und Heilpädagoge – und ist bis heute eine Ikone der Schweizer Schwulenbewegung. Zusammen mit seinem Lebenspartner Röbi Rapp lebte er über 60 Jahre in Partnerschaft und engagierte sich seit den 1950er-Jahren unermüdlich für Gleichberechtigung, Erinnerungskultur und Menschenwürde. Weniger bekannt ist: Seit den 1960er-Jahren ist Ernst praktizierender Buddhist. Seine Praxis verbindet Gelassenheit und Mitgefühl mit einem lebenslangen Engagement – in Schule, Gesellschaft und Politik.Im Gespräch erzählt Ernst von frühen Erfahrungen des Andersseins, vom Ringen um Würde und Respekt, von Liebe und Verlust. Er spricht über die Bedeutung von Meditation in seinem Leben – nicht als Rückzug, sondern als Quelle für Klarheit und Mut.Wir sprechen über:🚶 Anders sein: Kindheitserfahrungen jenseits von Mehrheitsnormen🏫 Lehrer und schwul sein: Zwischen Erfolg und Verborgenheit⚖️ Demokratie und Menschenwürde: Von Polizeigewalt zum Kampf für Respekt🎬 Der Kreis: Ein Film zwischen Dokumentation und Dramaturgie🪷 Buddhistischer Weg seit den 1960er-Jahren: Inspiration aus Indien und Praxis ohne Rückzug🌸 Meditation und Mitgefühl: Quelle für Ruhe, Gelassenheit und Engagement💔 Liebe und Verlust: Weiterleben nach dem Tod von Röbi Rapp🌍 Erinnerungskultur: Warum Geschichte erzählt werden mussEin Gespräch mit einem Zeitzeugen, das Spiritualität, Gesellschaft und persönliche Integrität auf einzigartige Weise verbindet.📌 Weitere Informationen zu Ernst Ostertag:🔗 Film Der Kreis (Doku-Fiction)🔗 Biografie (Verborgene Liebe. Die Geschichte von Röbi und Ernst))🔗 www.schwulengeschichte.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.chInhalt:00:00:00 Intro00:04:57 Verfilmung des Lebens00:12:21 Anfang der Ächtung gleichgeschlechtlicher Liebe00:15:24 Protestantische Kindheit00:22:18 Schule und Entdeckung der sexuellen Orientierung00:33:05 Gandhi und gewaltloser Widerstand00:44:47 Entdeckung des Buddhismus über Gandhi und D.T. Suzuki00:49:28 Spirituelle Erfahrungen im Christentum00:56:54 Beginn der Meditationspraxis01:04:51 Einheitserfahrung im Zen01:13:10 Veränderung im Alltag01:15:58 Das Ego beim Unterrichten in der Schule01:19:44 Hilfsorganisation ROKPA und Patenschaft01:26:46 Treffen mit grossen tibetischen Lehrenden01:35:24 Fliesst meditative Erfahrung ins Leben?01:50:54 Als schwuler Mann muss man sich oft rechtfertigen01:53:22 Wie Ernst den Tod seines Partners erlebt hat02:00:13 Website www.schwulengeschichte.ch02:03:59 Begegnung mit Giovanni02:10:08 Ernsts buddhistische Bücher02:24:45 Buch «Der Grottenzyklus von Dazu»02:32:04 Vergleich zur christlichen Ikonografie02:37:06 Führen alle Religionen zum Gleichen?
Oct 3, 2025
2 hr 41 min
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