Selbstinszenierung und Luxuskult in der frühen Neuzeit.
Im 14.Jahrhundert, an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, begann weltweit die Produktion und der Konsum einer nie gekannten Vielfalt und Menge von Luxusgütern. Es ist der Beginn der Globalisierung und des „Konsumismus“. In Europa dienten Mode und Luxusgüter reichen Bürgern der Selbstdarstellung und der Entwicklung einer eigenen Identität; ebenso entstehen im 15.Jahrhundert neue Konzept dessen, was man unter „höfisch“ verstand. Der Augsburger Matthäus Schwarz (1497-1574) gab ein „Kleidungsbüchlein“ in Auftrag, in dem er sich zwischen 1520 und 1560 in unterschiedlichen Aufmachungen darstellen ließ.
Literatur: Ulinka Rublack, Die Geburt der Mode. Eine Kulturgeschichte der Renaissance, 2022
zum Kleidungsbüchlein: https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/dressed
zu den Selbstbildnissen Dürers: https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrers_Selbstbildnisse
Die beiden Zitate zu Ende des Podcasts stammen aus dem Buch von Ulinka Rublack

