Im Gespräch
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Roger de Weck, Republik Magazin
Im Gespräch: mit Caroline Arni
50 minutes Posted Sep 24, 2021 at 1:00 am.
Caroline Arni, warum sind Sie Historikerin geworden … und geblieben? Über Geschichte als Reservoir für die Fantasie.
Warum historische Neugier ergebnisoffen sein muss, auch wenn sie emanzipatorisch ist.
Historikerinnen haben es mit Toten zu tun: Caroline Arni erzählt von ihrer Gross­mutter und einer Toten­maske an der Wand.
Geschichte wird immer «verkörpert». Die Intellektuelle Germaine de Staël wurde wie viele andere Frauen mit Hinweis auf ihren «hässlichen» Körper abgewertet.
Über Catherine Colomb (1892–1965): Bürgerlichkeit und die Mütter.
Wie sich im bürgerlichen Zeitalter die Männer­macht erst recht entfaltete – und Republiken von Anfang an männlich waren.
Emma Herwegh (1817–1904): die eigene Freiheit und die der anderen – und das Versagen der Liberalen.
Emilie Kempin-Spyri (1853–1901): der vergebliche Kampf für das Frauen­stimmrecht vor Bundes­gericht und ihr Streit mit Feministinnen.
Julie Bondeli (1732–1778): auf keinen Fall heiraten und auf keinen Fall die eigenen Texte veröffentlichen.
Und zum Schluss über Meret Oppenheim (1913–1985) und über den Frauenstreik.
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Show notes
Republik Magazin
Die Historikerin Caroline Arni hat mit «Lauter Frauen – Zwölf historische Porträts» soeben ein Buch veröffentlicht über bekannte, weniger bekannte und verkannte Frauen der Schweizer Geschichte. Und über ihre Grossmutter.
Frauengeschichte findet sie besonders aufschluss­reich, weil den Frauen über Jahrhunderte «der Ort des Besonderen (nicht des Allgemeinen), des Neben­sächlichen (nicht des Haupt­sächlichen), des Partikularen (nicht des Universalen) zugewiesen worden ist», wie sie sagt.
Was das bedeutet, darüber spricht sie mit Roger de Weck.
Was Sie im Podcast erwartet:
Caroline Arni, warum sind Sie Historikerin geworden … und geblieben? Über Geschichte als Reservoir für die Fantasie. (
00:37)
Warum historische Neugier ergebnisoffen sein muss, auch wenn sie emanzipatorisch ist. (
04:30)
Historikerinnen haben es mit Toten zu tun: Caroline Arni erzählt von ihrer Gross­mutter und einer Toten­maske an der Wand. (
08:39)
Geschichte wird immer «verkörpert». Die Intellektuelle Germaine de Staël wurde wie viele andere Frauen mit Hinweis auf ihren «hässlichen» Körper abgewertet. (
14:53)
Über Catherine Colomb (1892–1965): Bürgerlichkeit und die Mütter. (
17:26)
Wie sich im bürgerlichen Zeitalter die Männer­macht erst recht entfaltete – und Republiken von Anfang an männlich waren. (
21:09)
Emma Herwegh (1817–1904): die eigene Freiheit und die der anderen – und das Versagen der Liberalen. (
31:02)
Emilie Kempin-Spyri (1853–1901): der vergebliche Kampf für das Frauen­stimmrecht vor Bundes­gericht und ihr Streit mit Feministinnen. (
36:51)
Julie Bondeli (1732–1778): auf keinen Fall heiraten und auf keinen Fall die eigenen Texte veröffentlichen. (
42:27)
Und zum Schluss über Meret Oppenheim (1913–1985) und über den Frauenstreik. (
48:07)
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