Mehr als ein Jahr nach dem Bergsturz von Blatten läuft im Lötschental der Wiederaufbau. Doch die Katastrophe hat einen Konflikt ausgelöst, bei dem es um knappen Boden, Ferienwohnungen und viel Geld geht. Mittendrin: Bundesrat Albert Rösti und der einflussreiche Walliser Ständerat Beat Rieder – ein gebürtiger Lötschentaler.
Als sich im Mai 2025 Millionen Tonnen Schutt und Eis über Blatten ergossen, wurden Dutzende Liegenschaften vernichtet. Nun stellt sich eine juristisch und finanziell brisante Frage: Dürfen deren Eigentümer ihre Häuser in einer Nachbargemeinde neu bauen und später als Ferienwohnung verkaufen? Obwohl dies der vom Volk beschlossenen Lex Weber widerspricht, die den Anteil an Ferienwohnungen eng begrenzt?
Für die Betroffenen kann die Antwort einen Unterschied von Hunderttausenden Franken bedeuten. Für viele Einheimische steht dagegen die Zukunft ihrer Dörfer auf dem Spiel. Sie fürchten steigende Bodenpreise und Wohnungen, die einen Grossteil des Jahres leer stehen.
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