
Eigentlich müsste diese Folge „Pechvogel“ heißen, denn das ist wohl der inoffizielle zweite Vorname des Rebhuhns. Einst aus unserer Feldflur, von unseren Äckern nicht wegzudenken, ist dieser hübsche Hühnervogel heute in vielen Regionen bereits ausgestorben. Kaum eine andere Art trifft die intensive Landwirtschaft so hart wie das Rebhuhn. Es ist zu einem traurigen Symbolvogel geworden und steht für das Versagen von uns Menschen, denn wir haben es in unserer Landnutzung einfach überrollt und verdrängt. Doch es gibt kleine Hoffnungsschimmer... Antonia und Philipp versuchen derweil, wenigstens dem immer grüner und bunter werdenden Frühling draußen etwas abzugewinnen.
Apr 28, 2025
58 min

Der Haubentaucher gehört zu den Lappentauchern, was witzig klingt, aber stimmt! Denn an seinen Zehen befinden sich kleine bis große Lappen, die es ihm ermöglichen, sich im Wasser geschickt fortzubewegen. An Land hingegen ist er eher tollpatschig unterwegs. Antonia und Philipp lieben den Haubentaucher und haben sogar schon mal zusammen welche am Bodensee beobachten können. Aber wie immer gibt es auch echte Downer zu verkünden, denn dieser einst so häufigen Wasservogelart geht es auch nicht mehr allzu gut. Und das liegt auch an uns Menschen mit unseren komischen Hobbys, die bis tief in die Lebensräume unserer Vögel eingreifen. Mehr dazu und zu unserem neuen Buch "Unter Staren - Die Entdeckung einer unterschätzten Art", welches diese Woche beim Brandstätter Verlag erschienen ist, in dieser schönen Frühlingsfolge über den Haubentaucher!
Apr 11, 2025
59 min

80 Folgen?! Can you believe it?
Was hat die Uferschwalbe mit Janet Jackson zu tun? Falls ihr euch das schon immer gefragt habt - in dieser Folge über die kleinste unserer europäischen Schwalbenarten werdet ihr es herausfinden. Kleiner Tipp: Es hat nichts mit Tanzen zu tun. Antonia und Philipp begrüßen den Frühling und können es kaum erwarten, dass die Ufer- und alle anderen Schwalben zurück aus dem Winterquartier kommen. Und bis es so weit ist, versüßen Singdrossel, Zilpzalp und Co. ihnen die schönen Märztage.
Mar 15, 2025
39 min

Der Schwarzspecht ist unsere größte Spechtart und wird ungefähr so groß wie eine Krähe, was es besonders beeindruckend macht, wenn er im Wald von Baum zu Baum fliegt. Durch seine schwarze Färbung und die rote Kappe, die beim Männchen größer ist als beim Weibchen, umgibt ihn immer gleich auch etwas mystisches, findet Philipp. Auch seine Rufe, die auch im Winterwald zu hören sind, haben etwas märchenhaftes. Antonia verbindet den Schwarzspecht mit Ausflügen in die Eifel, wo er Strukturen findet, die er liebt: alte, hohe Bäume, am liebsten Buchen, in denen er Nahrung findet, aber auch in luftiger Höhe seine große Höhle zimmern kann. Mehr zum Zimmermann des Waldes erfahrt ihr in dieser Folge!
Feb 5, 2025
1 hr 4 min

In dieser Weihnachtsfolge werden Antonia und Philipp festive, sprechen über ihre liebsten Weihnachtslieder und natürlich flattert auch mal der Weihnachtsvogel schlechthin, das Rotkehlchen, durch die Aufnahme. Es bleibt natürlich nicht der einzige Vogel. Wir freuen uns auf das nächste Jahr mit Euch, in dem unser Podcast schon unvorstellbare fünf Jahre alt wird. Danke für Eure Treue und Merry Christmas ihr Lieben!
Dec 23, 2024
39 min

Die Rotdrossel ist Frühlingsbotin in manchen Ländern - denn wenn sie zurückkommt, tauen Eis und Schnee und des geht wieder richtig los. Bei uns ist es umgekehrt, denn diese kleine feine Drossel ist ein typischer Wintervogel in unseren Breiten. Wenn es im Norden Europas und in Sibirien kalt wird, kommt sie in Scharen aus ihren Brutgebieten zu uns geflogen; manchmal bleibt sie, manchmal zieht sie weiter Richtung Westeuropa. Die wunderschönen, rostroten Unterflügel geben ihr ihren Namen, außerdem kann man sie gut am deutlichen Überaugenstreif von anderen Drossel-Arten unterscheiden. Und schon von Weitem kann man erkennen: sie ist die kleinste unserer Drosseln! Vielleicht auch die feinste!? Wie man die Rotdrossel und ihre Schwestern in den Garten locken kann, wie ihr Nestlein aussieht und vieles mehr erfahrt ihr in dieser adventlichen Folge! Fragen + liebe Worte an uns wie immer über: [email protected]
Dec 6, 2024
45 min

Philipp dachte früher, die Mandarinente würde Mandarinen-Ente heißen und freut sich immer noch darüber, wenn Leute diesen süßen Fehler machen. Ist ja auch okay, ihr Gefieder ist so orange wie eine Mandarine und dass damit Mandarin als Hinweis auf ihre Herkunft gemeint ist, hat er früher nicht gewusst. Heute ist dieser unfassbar hübsche Vogel in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in China bedroht, weniger als 1.000 Paare soll es schätzungsweise noch geben. In Europa war die Mandarinente ursprünglich nicht heimisch, sondern wurde von reichen Leuten und Adeligen irgendwann auf Seen und Teichen in Schlossparks ausgesetzt, um sich an ihnen zu erfreuen. In Großbritannien gilt sie inzwischen als heimisch, das zweitgrößte Vorkommen der Art in Europa ist in Berlin und Brandenburg - z.B. in Schlossgärten und -parks.
Besonders im grauen November ist es eine Wohltat, diese wunderschönen Wasservögel zu beobachten.
Und falls Ihr uns schreiben wollte, wie versprochen, hier die email:
[email protected]
Nov 13, 2024
1 hr 5 min

Halb Vogel, halb Fledermaus, oder doch noch zu einem Viertel Schwalbe, Eule oder Nachtfalter? Wohl kaum ein anderer Vogel in unseren Breiten ist von solch einem mystischen Zauber umgeben wie der Ziegenmelker, der heute auch Nachtschwalbe genannt wird. Nachtwanderer, Nachtrabe, einfach Hexe oder auch Weheklager und Kuhsauger sind altertümliche Namen für diesen Vogel, der auch jenseits seiner vielen Namen mit spannenden Fakten überrascht: Tagsüber tarnt er sich als Ast und wird quasi eins mit der Rinde des Baumes, auf dem er schläft. Sein Gesang erinnert an ein riesiges Insekt und seine großen Augen lassen ihn auch im Dunkeln gut Fliegen. Als Bewohner von Mooren und Heiden wird ihm das Überleben in unseren bereinigten, entwässerten und vollkommen übernutzten Landschaften aber immer schwerer gemacht. Somit ist der Ziegenmelker aus vielen Regionen Mitteleuropas bereits verschwunden und mit ihm die wundersamen Legenden und Erzählungen, die ihn umgeben.
Oct 1, 2024
58 min

Ursprünglich war die Türkentaube (Streptopelia decaotcto) auf dem asiatischen Kontinent, von Japan über Indien bis in die Türkei verbreitet - von woher sie sich im Laufe des 20. Jahrhunderts erfolgreich zu uns ausbreitete. Erfolgreich und schnell! Daher bekam sie auch ihren Namen. Ihre Expansion ist einzigartig in der europäischen Vogelwelt, sie hat es gekonnt geschafft, sich an den Menschen zu binden und unsere Nähe zu nutzen. Noch heute ist sie eine typische Bewohnerin von Siedlungen, Dörfern und Städten; in unbewohnten Gebieten, in tiefen Wäldern und weiten Fluren sucht man sie vergebens. Antonia und Philipp finden, sie gehört zu unseren schönsten Vögeln - anmutig und sanft, einen weichen Zauber umgebend. Warum sie so besonders ist, was sie auszeichnet und auch warum ihre Bestände derzeit wieder abnehmen, erfahrt ihr in dieser Liebeserklärung an die Türkentaube.
Aug 23, 2024
57 min

Du schimpfst wie ein Rohrspatz - wahrscheinlich geht diese Redewendung nicht auf Sperlinge zurück, sondern auf den Drosselrohrsänger. Denn sein mechanischer, wunderbarer Gesang kann aus der Ferne so klingen, als würde dort jemand im Schilf pausenlos vor sich hin schimpfen. Und braun, wie Spatzen, ist er eben auch. Der Drosselrohrsänger ist unser größter Rohrsänger und fast so groß wie eine, Überraschung: Drossel. Daher ist er ein guter Anfänger-Rohrsänger, denn diese Gruppe ist oft schwer zu unterscheiden, wegen seiner Größe und des besonders rauhen, tiefen Gesangs gelingt das mit dem Drosselrohrsänger aber ganz gut. Also, Ohren auf, wenn ihr an Seen mit weitläufigen Schilfbeständen unterwegs seid!
Jul 11, 2024
52 min
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