
ONLINE-GESPRÄCH MIT OLKESIY RADYNSKI
Im Anschluss an SPECIAL OPERATION (SPETSIALNA OPERATSIA)
DO 30.4. 18:30
Ko-Moderation: Philine Bickhardt und Olexii Kuchanskyi, auf Englisch, 30'
«Als russische Truppen das ukrainische Atomkraftwerk Tschornobyl am 24. Februar 2022, in den ersten Stunden der allumfassenden Invasion der Ukraine, besetzten, wurde ihre Aktion von Überwachungskameras aufgezeichnet. Im Zuge des Versuchs, die nur hundert Kilometer entfernte ukrainische Hauptstadt Kyjiw einzunehmen, verwandelten sie das Gelände des Atomkraftwerks in eine Militärbasis. Die meisten ihrer kriminellen Aktivitäten während der fünf Wochen, die sie in dem radioaktiven Gebiet festsassen, wurden vom Überwachungssystem des Atommeilers aufgezeichnet. Special Operation basiert auf diesen Aufnahmen, die am Ort der verheerendsten Nuklearkatastrophe der Geschichte entstanden sind, und entwirft eine nahezu entkörperlichte Untersuchung militärischer Logik. Jede Einstellung ist ein Beweisstück für das Kriegsverbrechen des nuklearen Terrors.» (Berlinale, Feb 2025)
TSCHORNOBYL: ALLTAG UND BESATZUNG. DAS MUSEUM STRAUHOF ZU GAST
Anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschornobyl (russ. Tschernobyl) zeigt das Museum Strauhof eine Ausstellung zur belarussischen Autorin und Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und ihrem Buch «Tschernobyl. Chronik der Zukunft». In Kooperation mit dem Strauhof zeigen wir zwei Filme über diese Katastrophe; die Ausstellung an der Augustinergasse 9 in Zürich läuft vom 17. April – 24. Mai.
May 18
46 min

IL GATTOPARDO: ZWISCHEN FILMGESCHICHTE UND THEATERGEGENWART
Do, 9.4. 18:15
Pınar Karabulut im Gespräch mit Andrea Štaka, 70'
Mit ihrer Adaption von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman «Il Gattopardo» ist der Schauspielhaus-Kointendantin Pınar Karabulut ein Coup gelungen: Publikum und Kritik sind begeistert, und die Inszenierung wurde als eine der zehn wichtigsten Produktionen des Jahres zum Berliner Theatertreffen 2026 eingeladen. Wie aber adaptiert man einen solch epochalen Roman fürs Heute und für die Bühne? Welche Rolle spielten Luchino Viscontis Film und die Arbeit der Drehbuchautorin Suso Cecchi D’Amico dabei? Im Gespräch mit Pınar Karabulut geht die Filmemacherin und Drehbuchautorin Andrea Štaka diesen Fragen nach – und öffnet den Blick auf einen vielschichtigen Prozess der Übersetzung, Transformation und künstlerischen Entscheidung.
Der Leopard im Doppelpack: Mit Ihrem Ticket für IL GATTOPARDO im Kino Filmpodium Zürich erhalten Sie 20% Rabatt auf das Theatererlebnis im Schauspielhaus Zürich – und umgekehrt erhalten Sie ein vergünstigtes Kinoticket zum Preis von 17 Franken, wenn Sie ein Theater-Billett besitzen. Kein Rabatt im Onlineshop und am Migros Theatermontag. Gilt nur für reguläre Tickets und solange Vorrat bis 30. Juni 2026.
May 11
1 hr 6 min

DAS ABC DES HONG SANGSOO
Mi 1.4. 20:30
Gespräch mit Sulgi Lie, 30'
Anschl. TALE OF CINEMA
Hong Sangsoo drehte in den vergangenen drei Jahrzehnten über 30 Filme, die mal verspielt, mal ernsthaft, jedoch stets mit grosser Freude an formalen Experimenten im aktuellen Kino eine einzigartige Stellung einnehmen. Doch was macht seine Arbeit so aussergewöhnlich? Wie schafft er es, bis zu drei Filme pro Jahr zu drehen? Und warum trinken seine Figuren immer Unmengen an Alkohol? Ausgehend von Tale of Cinema (2005), einem seiner Schlüsselwerke, wird in einem Gespräch mit Sulgi Lie, Filmwissenschaftler und Autor der ersten deutschsprachigen Monografie über Hong, über das fulminante Universum dieses Filmemachers diskutiert.
Zum Film:
«Auch wenn es sich angesichts der modularen Offenheit von Hongs Filmen eigentlich verbietet, von einem Schlüsselwerk zu sprechen, gebührt doch Tale of Cinema ein besonderer Status, nicht zuletzt, weil erstmalig die Strategie der Doppelung als Film-im-Film gerahmt wird: Ein junger Mann trifft zufällig seine Ex-Freundin wieder und versucht verzweifelt, ihr Verhältnis wieder aufleben zu lassen. Ein Regisseur entwickelt nach dem Besuch eines Kurzfilms eine Obsession mit der Hauptdarstellerin, als er sie zufällig nach der Vorstellung trifft. Die Spiralbewegung des Films führt vom Kino ins Leben und wieder zurück ins Kino: Tale of Cinema ist Hongs Version von Hitchcocks Vertigo. Mit unmotivierten Zooms und einem tagebuchartigen Voiceover ziehen zwei neuartige Elemente in Hongs Metakino ein. Und es fällt ein wichtiger Satz: ‹Ich glaube, Sie haben den Film nicht richtig verstanden›, wird Youngshil, die Frau, zu Dongsoo sagen, der sich hoffnungslos im Imaginären des Kinos verstrickt hat.» (Sulgi Lie, Österreichisches Filmmuseum)
May 11
41 min

MATINEE MIT JOE DANTE
Do 16.4. 19:30
Gespräch mit Joe Dante im Anschluss an MATINEE, auf Englisch
Moderation: Kate Reidy, Künstlerische Leiterin NIFFF – Neuchâtel International Fantastic Film Festival
Joe Dante zählt zu den filmkundigsten und verspieltesten Regisseuren des amerikanischen Kinos. Von frühen Arbeiten wie dem Found-Footage-Spektakel The Movie Orgy über die anarchisch-selbstreferenziellen Gremlins-Filme bis hin zu der beissenden Satire Small Soldiers reflektiert sein Werk stets unsere Beziehung zum Kino wie zur Populärkultur. Dantes Komödie Matinee aus dem Jahr 1993 ist in dieser Hinsicht möglicherweise sein grösster und persönlichster Film, eine Meditation über die Rolle, die Horrorfilme in unserem Leben spielen, und eine Hommage an seine eigene Kindheit mit all den aufsehenerregenden B-Movies der 1950er-, 1960er-Jahre. Am 16. April ist der Meister im Anschluss an Matinee im Filmpodium zu Gast und spricht über seine Filme und sein Leben.
Apr 28
48 min

WIM WENDERS ERINNERT AN BRUNO GANZ
Sa 21.3. 18:00
Q&A mit Wim Wenders über seine Zusammenarbeit mit Bruno Ganz
Im Anschluss an DER AMERIKANISCHE FREUND
Moderation: Matthias Lerf
Für Wim Wenders gibt es keinen zweiten Schauspieler wie Bruno Ganz. Keinen, der genauso überzeugend einen Schutzengel wie das absolut Böse darstellen konnte. Anlässlich der Ganz gewidmeten Gedenkveranstaltungen ist Wenders im Filmpodium zu Gast und spricht anschliessend an DER AMERIKANISCHE FREUND in einem Q&A über seine Zusammenarbeit mit dem grossen Schauspieler, den er für seine Freiheit und Furchtlosigkeit bewunderte.
Eine Kooperation mit dem Theater Rigiblick.
Apr 1
59 min

Mi 25.2. 20:30
Q&A in Englisch mit Regisseur Isiah Medina, Moderation Flavio Luca Marano
Im Anschluss an die Schweizer Premiere von GANGSTERISM
«Es gibt nur wenige Filmemacher:innen, die sich heute so sehr für die unermesslichen Möglichkeiten und transformierende Kraft der Montage interessieren wie Isiah Medina. Seit seinem Film 88:88 (2015), der sich ins kollektive Bewusstsein der Cine-ast:innen brannte, hat er still und leise eine Sammlung eigenwilliger, formal fesselnder und einzigartig aktueller Filme hervorgebracht, die sich mit der Schnelligkeit flüchtiger Gedanken durch mathematische Theoreme, ideologische Konzepte und unterschied-lichste Genres bewegen. Sein neuester Film, Gangsterism, verbindet das Gangs-terbild (wie es beispielsweise in Howard Hawks Scarface (1932) vorkommt) mit dem kinematografischsten aller Genres: dem Film über einen Film. Im Mittelpunkt steht der Gangster und Filmemacher Clem (Mark Bacolcol), der Schulden eintreibt, um seinen nächsten Film zu finanzieren, und gleichzeitig herauszufinden versucht, wer seine vor-herige Arbeit illegal online stellt. Gangsterism existiert ebenso sehr in dieser ein-fachen Handlungsbeschreibung wie in seinen ständig oszillierenden Rhythmen und sei-ner Analyse der Ökonomie, der Moralvorstellungen (oder dem Fehlen dieser) und der alltäglichen Realitäten des Filmemachens im Jahr 2025.» (ICA London, Feb 2026)
In Kooperation mit «Major Critical Social Practice in Art Education», MA Art Education, DKV, ZHdK. Organisiert von Jumana Issa, Flavio Luca Marano, Píkqo Walker da Silva und Simon Weiler.
Apr 1
53 min

Mi 26.11. 18:00
Gespräch in Englisch, im Anschluss an THE THIRD MAN (Carol Reed, GB 1949)
Als Script Supervisor:in ist man das Gedächtnis eines jeden Filmdrehs und nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass die Schnittkontinuität gewahrt und die gedrehten Szenen sowie allfällige Änderungen gegenüber dem Drehbuch akribisch festgehalten werden. Angela Allen ist eine der bekanntesten Script Supervisorinnen der Filmgeschichte. Mit kaum 20 Jahren war sie am Set von The Third Man tätig, kurz darauf folgte The African Queen von John Huston, mit dem sie noch dreizehn weitere Filme drehen sollte. Es folgten Zusammenarbeiten mit Regisseuren wie Ken Russell, Roman Polanski und John Frankenheimer sowie mit Stars wie Katharine Hepburn, Ava Gardner, Richard Burton, Marilyn Monroe, David Bowie oder Marlon Brando. Wir freuen uns sehr, Angela Allen anlässlich der Aufführung von The Third Man im Filmpodium begrüssen zu dürfen und mit ihr über ihre ausserordentliche Karriere zu sprechen.
Jan 26
40 min

THE MAKING OF VÍCTOR ERICE
Mi 10.12. 18:30
Werkstattgespräch mit Víctor Erice, Moderation: Hannah Pilarczyk, in Spanisch mit deutscher Übersetzung von Rafael Blatter
Mit nur vier Langfilmen in 50 Jahren ist der Spanier Víctor Erice einer der grossen Absenten des Kinos. Doch wenn er nach Jahrzehnten der Abwesenheit einen Film wie Cerrar los ojos (2023) präsentiert, erweist sich jede Wartezeit als gerechtfertigt, so sehr durchdringen die vergangenen Jahre sein Werk und lassen seine Bilder über die Dekaden miteinander sprechen, streiten und sich versöhnen. Im Gespräch mit der Journalistin Hannah Pilarczyk zeichnet Erice die Kontinuitäten und Brüche in seinem Werk nach, spricht über seine Begeisterung für den Kurzfilm, die Wiederbegegnung mit den Schauspieler:innen aus seinem Spielfilmdebüt und die lebensverändernde Kraft des Kinos, die er wie wenige Regisseure sonst in seinen Filmen selbst zum Thema gemacht hat.
Jan 19
1 hr 28 min

ROSE LOWDER: FILM ALS ÖKOLOGISCHE PRAXIS
Die Kunsthalle Zürich zu Gast
Di 2.12. 18:30
Gespräch zwischen Rose Lowder (Filmemacherin) und Emmanuel Lefrant (Direktor, Lightcone Paris), in Englisch
Seit den späten 1970er-Jahren entwickelte Rose Lowder ein arbeitsintensives Einzelbildverfahren, das sie über Jahrzehnte fortgeführt und perfektioniert hat. Dabei arbeitet sie mit einer 16-mm-Bolex-Kamera, die es ihr ermöglicht, jedes Bild einzeln aufzunehmen – ohne sich dem Regime der traditionellen Filmsequenz unterordnen zu müssen. Indem sie einzelne Frames überspringt und unbelichtet lässt, den Film anschliessend wieder zurückspult, um erneut zu filmen und die noch leeren Frames zu bespielen, entwickelt Lowder ohne jegliche Nachbearbeitung komplexe Kompositionen, in denen Farben, Texturen, Perspektiven, Zeiten und Orte überlagert und miteinander verwebt werden. Ihr Objektiv richtet sie dabei oftmals auf die sie umgebende Landschaft sowie die Pflanzen- und Tierwelt an ausgewählten Orten (etwa in Gärten oder auf Bauernhöfen) in Südfrankreich, Italien oder auch der Schweiz. Lowders eigenes ökologisches Denken zeigt sich an vielen Stellen ihrer Praxis: in ihrer ressourcenschonenden Produktionsweise ebenso wie in ihrem Engagement für ökologische Landwirtschaft – ein integraler Bestandteil ihres Eintretens für alternative, nachhaltige Lebens- wie auch Filmweisen.
Jan 19
43 min

So 23.11. 15:00
Q&A mit dem Filmemacher Romuald Karmakar, Dr. Severin Dressen (Direktor Zoo Zürich) und Dominic Ryser (Leiter Kommunikation Zoo Zürich) im Anschluss an die Schweizer Premiere von DER UNSICHTBARE ZOO
Jan 6
54 min
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