Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL105 Buddhismus Teil 2 – Erleuchtung und das Unbewusste
1 hour 50 minutes Posted Jun 4, 2026 at 4:23 am.
Teaser
Intro
Buddhismus als Lebensabschnitt
Recap zur letzten Folge
Die unveränderliche Natur des Geistes
Pali-Kanon als älteste Sammlung von Lehrreden des Buddha
Zur Bewahrung und Verschriftlichung der Lehre im Buddhismus
Mehr zum Vajrayana
Wie die Lehre nach Tibet kam
Die vier Schulen des tibetischen Buddhismus
Die Übertragungslinie im tibetischen Buddhismus
Anekdotische Erzählungen zu den Meistern der Schule
Über die Mittel des Vajrayana
Die Kategorisierung der Geistesgifte
Phowa-Praxis
Wie der tibetische Buddhismus in den Westen kam
Buddhismus in Berlin
Bedeutung der Stupa
Zu viel Glaube, zu wenig Wissenschaft
Wie ist Flo überhaupt zum Dharma gekommen?
Ngöndro
Der kritische Abstand
Wie behalten wir uns unsere Offenheit zu dem Thema?
Wie lässt sich das Thema Buddhismus mit der Psychoanalyse verbinden?
Über Beobachtung zu Erkenntnissen kommen
Funktionsbereiche im Gehirn über Kriegsverletzungen
Das Bewusstsein aus der neuropsychoanalytischen Perspektive
Gemeinsamkeiten von Psychoanalyse und Buddhismus
Unterschiede von Psychoanalyse und Buddhismus
Was ist Bewusstsein? Im Buddhismus einer von fünf Daseinsfaktoren
Ist die Erleuchtung die Überwindung des Unbewussten?
Ein assoziativer Versuch, die fünf Daseinsfaktoren aus neuropsychoanalytischer Sicht zu erklären
Karma neuropsychoanalytisch erklärt
Wiedergeburt als Übergabe von Bindungsstörungen
Bewusstsein als Emotions-Stream
Ist die Erleuchtung die Überwindung des Unbewussten?
Ziemlich am Ende
Outro
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Show notes
Im zweiten Teil unserer Buddhismus-Folge wagen wir den Brückenschlag. Was hat die jahrtausendealte buddhistische Lehre mit der Neuropsychoanalyse eines Sigmund Freuds oder Mark Solms zu tun? Und was sagt beides über die große Frage aus, was eigentlich Bewusstsein ist? Flo nimmt Micz zunächst mit in die Welt des tibetischen Buddhismus (Vajrayana). Wir sprechen über Erleuchtung als Erfahrung des Unveränderlichen, über Übertragungslinien von Lehrer zu Schüler, über Marpa und Milarepa, über Mantras, Visualisierungen und die geheimnisvolle Phowa-Praxis. Wir streifen die Geschichte der Verbreitung der buddhistischen Lehre nach Tibet, die vier großen Schulen und die Frage, wie eine Lehre über 2500 Jahre hinweg bewahrt werden kann, von der Mnemotechnik bis zum Pali-Kanon. Dann kommen wir zur eigentlichen Leitfrage: Lässt sich der Buddhismus mit der (Neuro)Psychoanalyse zusammendenken? Wir vergleichen Freud und Buddha, ihre überraschenden Gemeinsamkeiten (der Mensch als Getriebener unbewusster Kräfte, das Begehren als Quelle des Leidens, die Methode der inneren Beobachtung) und ihre entscheidenden Unterschiede: Während Freud das Ich stärken will, will der Buddhismus es auflösen. Im Zentrum der Folge steht ein gemeinsames „Mapping": Wir legen die fünf buddhistischen Daseinsfaktoren, die Skandhas - Körperlichkeit, Empfindung, Wahrnehmung, geistige Prägung und Bewusstsein – neben die moderne Neuropsychoanalyse von Mark Solms. Dabei kommen wir zu erstaunlichen Berührungspunkten: Bewusstsein wurzelt vielleicht nicht im Denken, sondern im Fühlen. Das buddhistische Karma findet eine Entsprechung im prozeduralen Gedächtnis und im Wiederholungszwang. Und wir gehen unter anderem den Fragen nach, warum die Psychoanalyse als Beziehungserfahrung wirkt und warum Leid sich transgenerational fortpflanzt. Am Ende bleibt es aber offen: Hat ein erleuchteter Mensch eigentlich noch ein Unbewusstes? Eine Frage, die dort ansetzt, wo sich naturalistisches und spirituelles Denken scheiden. Diese Folge ist der perfekte Appetizer für die nächste Episode, die Micz vorbereiten wird, in der wir tiefer in die Neuropsychoanalyse von Mark Solms eintauchen.