Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL082 Zombies in Psychoanalyse: Jenseits des Lustprinzips
35 minutes Posted Jul 17, 2025 at 4:23 am.
Eigentlich der Anfang
Einstieg in die Psychodynamik
Zwei Dinge vorneweg
Wer spricht über wen?
Alphas und Walking Dead
Zombie sind immer Andere
Braindead: das Ende des Kunstbluts
Psychodynamik: Instinkte oder Triebe?
Beispiel: 28 Years Later
Triebe oder Instinkte contd.
Beispiel Trieb: 28 years later
Zombies als Instinkt vs- Triebwesen
Freud beginning
Reihenfolge der Geburtsjahre
"Das Umheimliche" des Zombies (S. Freud)
Das was der Zombie in uns auslöst
Heimelig und nicht heimelig
Unheimlich, weil konsumneutral
Der Zombie als das Verdrängte
Todestrieb und Wiederholungszwang (S Freud)
Revision nach dem 1. Weltkrieg
Zombies in der Wiederholungsschleife
Der Todestrieb (S Freud)
Das Gehen Lassen (28 Y L)
Zombie Schattenmann (C G Jung)
Mitternacht
Objektbeziehungstheorie Fixierung (Melanie Klein)
Fixierten paranoide Zombies
Gute und Böse Teilobjekte
Das Böse wird nach Außen projiziert
Depressive Position und ganze Objekte
Theweleit: Männerphantasien und brutale Gewalt
Das Böse in uns im anderen bekämpfen
Zombie als unser projiziertes Böses
Der Durchbruch des Realen (Lacan)
Das Imaginäre
Das Symbolische
Das Reale
Zombies sind unfassbar
Eigentlich Schluss
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Show notes
In dieser Episode untersuchen wir die Figur des Zombies aus psychoanalytischer Perspektive. Beginnend mit Sigmund Freuds hangeln wir uns in der Reihenfolge der Geburtsjahre durch die jeweiligen Theorien. Die Bedrohung und der Horror der Zombies ist dabei mit der Psyche der Beobachter:innen verschlungen, ihr liegt immer wieder ein "Plot-Twist" zugrunde, der da heißt: was löst die Inszenierung des Zombies in uns aus, weswegen wir uns fürchten und unwohl fühlen? Der Horror ist nicht der Zombie, sondern die Psychodynamik in uns. Vor dem Hintergrund von Freuds Konzepten des Unheimlichen und des Todestriebs erscheint uns der Zombie als Rückkehr des Verdrängten mit destruktiven inneren Tendenzen (Todestrieb) gedeutet. Bei Carl Gustav Jung konfrontiert uns die untote Figur mit unserem Schattenaspekt der Psyche, ohne Hoffnung auf Individuation. Melanie Klein lässt uns im Zombie mit dessen Fixierung auf der paranoid-schizoiden Position in unsere eigene kindliche Seele blicken. Diese Gewaltstrukturen alignen wir mit dem in Klaus Theweleits *Männerphantasien* dargestelten Grauen. In der lakanschen Theorie dringt mit dem Zombie ein Subjekt außerhalb der symbolischen Ordnung in unsere geordnete Welt ein – ein Begehren ohne Sprache, das jeder kulturellen Vermittlung entzogen ist. Wir kamen im Podcast nicht mehr dazu die Theorie des Abjekten von Julia Kristeva vorzuführen, wonach der Zombie als abjekter Körper die Grenzen von Subjektivität, Sprache und symbolischer Ordnung infrage stellt. Das holen wir im Text zur Episode nach, in dem wir Kristevas Verständnis des Ekels, das Unintegrierbare und das körperlich Verstörende als Herausforderung für ein stabiles Ich beschreiben. Warum das alles? Weil die vorangegangene Episode 81 den Schinken "28 Years Later" durch die Straße zieht.