
Was hat site-specificity mit situated knowledge zu tun? Der Glossarbeitrag liest einen kunsthistorischen Aufsatz über die Geschichte der site-specificity mit dem Grundlagentext von Donna Haraway über situated knowledge zusammen und kommt zu dem Schluss, dass es genau so wichtig ist, den Ort oder die site an dem man sich oder eine künstlerische Arbeit verortet, multidimensional zu verstehen und an einer parziellen Objektivität der eigenen Position festzuhalten.
May 1, 2021
14 min

Sich Artefakte oder auch Musikpraktiken aus einem fremden kulturellen Kontext anzueignen verlangt immer einen Umdeutungsprozess. Jenseits einer Dialektik von „Original und Nachahmung“ sind Prozesse von Aneignung, Appropriation und produktiver Rezeption als performative Antworten auf lokale Bedürfnisse zu verstehen.
May 1, 2021
12 min

In den Sozialwissenschaften hat sich die Bedeutung von ,anerkennen‘ seit gut zwei Jahrzehnten von einem normativen zu einem analytischen Begriffsverständnis verlagert. Zwischenmenschliche Anerkennungsakte werden inzwischen weniger auf eine gelungene oder misslungene Wertschätzung bestehender Identitätseigenschaften, sondern auf seine Ambivalenzen hin untersucht, u.a. auf zugleich bestätigende wie identitätserzeugende Momente und auf dahinter liegende gesellschaftliche Macht- bzw. Normierungsverhältnisse. Mit dem Konzept der Sozioästhetischen Anerkennung erweitert der vorliegende Beitrag die bestehende Diskussion und geht der Frage nach, wie sich Anerkennungspraktiken unter Jugendlichen anhand von Musikgeschmack vollziehen und welche Anerkennungstechniken angewendet werden.
May 1, 2021
13 min

Eine Unterhaltung über die Kunst des Anleitens und das Ausüben von Anleitungen; mit einem Abstecher ins Programm der dritten Fernsehkanäle zu Vormachguru Bob Ross und dann noch zu Einblicken in eine aktuelle Sammelleidenschaft zum Thema Aufgabenstellungen und vermutlich ohne zu antworten: Lässt sich Kunst anleiten oder ist es gar (k)eine Kunst?
May 1, 2021
12 min

Die Gefangenen und Entlassenen des Gefangenenlagers Guantánamo haben in unterschiedlichen Formen von der Folter, ihrem Widerstand und Überleben Zeugnis abgelegt. Die jüngsten Ausstellungen Ode to the Sea und Guantánamo [Un]Censored haben die Frage dringlich gemacht, wie auch die Kunstwerke der Gefangenen als Zeugnisse zu verstehen sind.
Der Beitrag diskutiert diese Frage am Beispiel einer unbetitelten Arbeit des bis heute festgehaltenen Khalid Qasim diskutiert werden. An ihr lassen sich die Mobilität von Kunstwerken, ihre Autonomie vom bezeugenden Körper sowie ihre materielle Intensität als Verfahren künstlerischer Zeugenschaft ausmachen.
May 1, 2021
13 min

Ausgehend von einem spezifischen Erkenntnispotential künstlerischen Wissens soll die Frage nach den bildenden Möglichkeiten künstlerischer Praktiken gestellt werden. Produktionsästhetisch gewendet, geht es nicht darum, sich durch Künste zu bilden, sondern nach Bildungsprozessen in künstlerischer Praxis zu fragen.
May 1, 2021
11 min

Choreographieren verweist auf eine spezifische Kunstfertigkeit, die landläufig von Tänzer*innen und Choreograph*innen ausgeübt wird. In ihrem Tun versammelt sich ein Wissen und die Kunstfertigkeit, Körper in Raum/Zeiten zu arrangieren, ihre Positionen und Schritte zu bestimmen und zu entwerfen. Choreographieren bedeutet, Tänze zu kreieren, sie zu vermitteln und als Choreographien zu tradieren. So nach kommt Choreographieren mit einer ästhetisch komplexen Wissenspraxis überein, die historisch betrachtet primär mit der Person eines Choreographen identifiziert ist.
May 1, 2021
15 min

Die Dekolonisation im 20. Jahrhundert ist aus politischen Kämpfen und Programmatiken von Akteur*innen aus dem globalen Süden hervorgegangen, die eine Auflösung kolonialer Imperien und eine Delegitimierung kolonial-rassistischer und klassistischer Herrschaftsverhältnisse bewirkten. Dekolonisieren in den Künsten zielt auf eine kritische Befragung und Dekonstruktion von Kunstkanon, Kunstphilosophie, Kunstmarkt sowie Kunstinstitutionen und in der künstlerischen Praxis auf eine Veränderung von ästhetisch-künstlerischen Verfahren, Techniken, Strategien, Artikulations- und Repräsentationspolitiken sowie künstlerischen Produktionsbedingungen.
May 1, 2021
25 min

Von einer wahren Annahme zur Warenannahme und zurück
Während der Abschlussveranstaltung bot Bas Böttcher ein Poetic Recordingdar. Seine zwei Spoken-Word-Performances entstanden während der Tagung undreflektierten die Tagung selbst, auf direkte und kreative Art. Am 7. Maiwurden die Inhalte der Podcasts und am 8. Mai die drei Paneldiskussionenim poetischen Protokoll zusammenfasst.
May 1, 2021
4 min

Während der Abschlussveranstaltung bot Bas Böttcher ein Poetic Recording dar. Seine zwei Spoken-Word-Performances entstanden während der Tagung undreflektierten die Tagung selbst, auf direkte und kreative Art. Am 7. Maiwurden die Inhalte der Podcasts und am 8. Mai die drei Paneldiskussionenim poetischen Protokoll zusammenfasst.
May 1, 2021
7 min
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