
Unter dem Titel „Das Leben vom Ende her sehen.“ spricht in der aktuellen Podcastfolge von „Das Grüne Sofa“ unser Gast, die ehemalige MTV-Managerin und heutige Sterbebegleiterin Christiane zu Salm, offen über den Tod und ihren eigenen Selbstfindungsweg.
Gemeinsam mit unserem Museumsdirektor Martin Faass eröffnet Christiane zu Salm einen Blick auf die Herausforderungen im Umgang mit Sterbenden und auf den Gewinn sowohl für sich selbst als auch für diejenigen, die sie begleitet.
Tod, Verlust und Trauer gehören zu jedem Leben, werden jedoch zu häufig verdrängt. Dabei lässt der bewusste Umgang mit dem Tod, mit dem Ende des Daseins, einen Raum entstehen, ein sinnvolleres Leben zu führen. Welche Ziele haben wir, wenn uns bewusst ist, dass das Leben nicht ewig geht? Hatte ich ein gutes Leben? Habe ich etwas versäumt?
Ein tiefgründiger und lebensbejahender Podcast, der in Verbindung mit unserer Sonderausstellung "TOD UND TEUFEL. Faszination des Horrors" steht.
Zeitraum: 1. März – 2. Juni 2024
Feb 22, 2024
36 min

Zu Gast auf unserem Podcastsofa durften wir dieses Mal den Designer Sebastian Herkner begrüßen. Unter dem Titel „Design zwischen Sinn und Sinnlichkeit – von der Liebe zum Handwerk“ spricht er mit unserem Kollegen Dr. Christoph Engel, Co-Kurator der Ausstellung „Into the Space Age!“, über seine persönliche Verbindung zur Designgeschichte und dem zeitgenössischen Produktdesign.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf Sebastian Herkners Faszination von Handwerk als unverzichtbare Grundlage für nachhaltige und langlebige Produkte. Auch die Relevanz von gutem Design in unserer Gegenwart ist für ihn unbestritten und ein wichtiges Verbindungsglied zwischen historischen Designikonen und dem Versuch neue Entwürfe und Gestaltungen für die Zukunft zu finden.
Dec 6, 2023
38 min

Im Rahmen unseren aktuellen Sonderausstellung »Into the Space Age! Visonen & Design« trifft unser Museumsdirektor Dr. Martin Faass auf den Experten für Raumfahrt und Missionsbetrieb Paolo Ferri.
Für Paolo Ferri war die Mondlandung im Sommer 1969 ein einschneidendes Erlebnis, das seine späteren Interessen, sein Studium und seine Berufswahl bestimmte. Als Kind konnte er verfolgen, wie Apollo 11 zum Mond startete und Neil Armstrong als erster Mensch einen fremden Himmelskörper betrat, das hat sein Leben verändert.
Paolo Ferri war 36 Jahre bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sämtliche großen Missionen der letzten Jahrzehnte sind mit seinem Namen verbunden, neben »Rosetta« und »Exomars« auch »BepiColombo« zum Merkur und der Solar Orbiter zur Sonne.
Die Mission »Rosetta« wurde für Ferri die Mission seines Lebens. Sie bescherte dem Physiker die vermutlich glücklichsten, nervenaufreibendsten und auch traurigsten Momente seiner Karriere. Und die bis dahin wohl längsten 47 Minuten seines Lebens… Seine Begeisterung, seine Liebe zum Beruf und zum Weltall ist hörbar!
Sep 19, 2023
33 min

Unter dem Titel „Höhlenbilder der Vorzeit – die ersten Selfies der Menschheit?“ kamen unser Museumdirektor Dr. Martin Faass und Dr. Stefan Trinks, Leiter des Kunstressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zusammen, um einen genaueren Blick auf unsere Ausstellung „Urknall der Kunst“ zu werfen.
Was wollten die vorzeitlichen Menschen mit ihren Höhlenmalereien ausdrücken und welch immense Bedeutung hatten diese Malereien für namhafte Künstler des 20. Jahrhunderts? Und was hat die in den 1970er Jahren aufkommende Street Art-Bewegung mit den Höhlenmalern aus der Steinzeit zu tun?
Die Antworten darauf hört ihr euch am besten selbst in der 14. Folge unseres Podcast „Das Grüne Sofa“ an.
Apr 5, 2023
33 min

Zum Thema der Rolle von Zoos und Museen in der aktuellen Artenschutz-Diskussion hat der Kustos des Hessischen Landesmuseums Darmstadt Dr. Jörn Köhler einen besonderen Gesprächsgast: Prof. Dr. Thomas Ziegler.
Prof. Dr. Thomas Ziegler leitet seit vielen Jahren das Aquarium im Kölner Zoo, einem der führenden zoologischen Gärten in Deutschland. Hier betreut er mit seinem engagierten Team mehr als 100 vom Aussterben bedrohte Arten – darunter seltene Reptilien, Amphibien, Fische und wirbellose Tiere. Seine wissenschaftlichen Expertisen u. a. auf dem Gebiet des Artenschutzes finden weltweit Beachtung. Ein bekanntes Fachmagazin wählte Herrn Ziegler in die Top-50-Liste der international führenden Zoologen. Mit seinen Forschungsprojekten in Vietnam und auf den Philippinen zur Umsetzung eines „Conservation-Zoos“ und dem von der Weltnaturschutzunion (IUCN) geförderten Ansatz „One Plan Approach“, einem ganzheitlichen Vorgehen aller Beteiligten für einen verbesserten Artenschutz, ist er maßgeblich an einer Neuausrichtung, mehr noch, an einer Transformation der Zoos beteiligt. Denn hartnäckige Vorurteile über diese Einrichtungen als Gefängnisse für Tiere, in denen keine artgerechte Haltung möglich ist, treffen längst nicht mehr zu.
„Zoos haben das Potenzial von der Ersatzbank in die vorderste Reihe des Artenschutzes zu rücken.“ prognostiziert Ziegler und berichtet im Interview von spannenden Beispielen, die zeigen, wie das funktionieren kann.
Feb 1, 2023
36 min

Remember Venice. Bernardo Bellotto zeichnet
Bis 15.01.2023 im Hessischen Landesmuseum DarmstadtMechthild Haas, Kuratorin der Ausstellung, begrüßt auf dem Grünen Sofa Petra Reski, Journalistin und Autorin des Buches »Als ich einmal in den Canal Grande fiel«.
Seit über 30 Jahren lebt sie in der berühmten Lagunenstadt. Venedig kennt sie wie ihre »rechte Westentasche«. Gerade deshalb firmiert sie als vielgefragte Autorin, um von der Stadt zu erzählen, die seit Jahrhunderten Menschen aus aller Welt in ihren Bann zieht. »Wie lebt es sich in einem Gemälde?«
Anlässlich des 300sten Geburtstages des berühmten venezianischen Künstlers feiert ihn das Museum und präsentiert aus den eingenen Beständen u.a. seine virtuaosen Zeichnungen von der Stadt Venedig, die um 1740 entstanden.
In der Unterhaltung dienen sie als Inspiration, um sich ein wenig in die mehr als tausendjährige Stadtgeschichte Venedigs zu vertiefen. Welcher Gründungsmythos rankt sich um sie und was hat es mit der Festa della Sensa auf sich, die adelige Reisende schon um 1600 beschrieben? Warum unterschied sich Venedig immer grundlegend von allen anderen Weltmetropolen auf dem Festland?
Oct 20, 2022
34 min

Als sich der in Landshut geborenen Walter Schels als Halbwüchsiger die Kamera seines großen Bruders ausleihen durfte, war es um ihn geschehen. So erinnert sich der inzwischen 86-jährige Fotograf immer noch gern an die Anfänge seines langjährigen Schaffens. Doch erst nach einer Ausbildung als Schaufensterdekorateur, u. a. mit Aufenthalten in Barcelona und Genf, begann er in New York seinen beeindruckenden Werdegang als freier Fotograf, der ihn zu einem Meister des Porträts machte.
In seiner aktuellen Ausstellung zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt in einem repräsentativen Querschnitt einige von Walter Schels bekannten s/w-Fotoserien, die überwiegend in Langzeitbeobachtungen entstanden. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Porträts von Andy Warhol und Joseph Beuys, zwei Künstlerpersönlichkeiten, die eng mit dem Haus verbunden sind, sowie die Tierporträts, von denen manche sich in der Zoologischen Sammlung des Museums als Präparate wiederfinden.
Ein guter Grund, um mit dem lebenserfahrenen und begeisterungsfähigen Altmeister auf dem grünen Sofa zu reden. Martin Faass entlockt Walter Schels so manch spannende Anekdote aus seinem Dasein als Fotograf, der vielen interessanten Menschen wie z. B. Angela Merkel, Leonard Bernstein oder dem Dalai Lama begegnete und deren Gesichter ablichten durfte. Im Interview erzählt Schels, welche Auftragsarbeit für ihn zur Initialzündung wurde, sich intensiv mit der Porträtfotografie zu beschäftigen. Dabei geht es um existentielle Fragen in allen Lebensphasen und ebenso um Momente der Selbstvergessenheit. Wie lassen sich diese auf ein Foto bannen, wie viel Zufall und Fantasie sind nötig, damit dieser geniale Moment eingefangen wird?
Sep 21, 2022
29 min

Zu Beginn der 1970er Jahre stellte die Kunsthistorikerin Linda Nochlin (1931–2017) in einem ihrer bekanntesten Essays »Why Have There Been No Great Women Artists?« die Kunstgeschichte in Hinblick auf den Umgang mit Künstlerinnen grundsätzlich in Frage.
Gibt und gab es bislang keine bemerkenswerten Künstlerinnen oder fehlt(e) es in einer von Männern dominierten Forscherwelt schlicht und ergreifend am Zugeständnis, ihnen einen gebührenden Platz einzuräumen?
Literatur - Empfehlungen:
Linda Nochlin, Why Have There Been No Great Women Artists?, in: ARTnews (erschienen zum ersten Mal: Jan 1971), online (30. Mai 2015): From 1971: Why Have There Been No Great Women Artists? – ARTnews.com.
(Deutsche Übersetzung: Linda Nochlin, Warum hat es keine bedeutenden Künstlerinnen gegeben?, in: Beate Söntgen (Hg.), Rahmenwechsel. Kunstgeschichte als feministische Kulturwissenschaft, Berlin 1996, S. 27-56.)
Tiffany im neuen Licht. Clara Driscoll und die Tiffany Girls, hg. von Martin P. Eidelberg, Nina Gray und Margaret Hofer, Auss.-Kat. Villa Stuck München, Berlin 2009.
Glasgow-Girls. Women in art and design, 1880-1920, hg. von Jude Burkhauser, Ausst.-Kat. Glasgow Art Galleries & Museums and the Glasgow School of Art, Edinburgh 1990.
Wolfgang Glüber, Puppen für die Vitrine: zu den Arbeiten der Puppenkünstlerin Lotte Pritzel, in: Kunst im Hessen und am Mittelrhein 36/37 (1997/1998), S. 139-150.
Susan Laikin Funkenstein, Anita Berber. Imaging a Weimar Performance Artist, in: Woman’s art journal 26/1 (2005), S. 26-31.
Jun 2, 2022
45 min

Paläontologie ist ein Fachbegriff, der einer breiten Öffentlichkeit wohl nicht so leicht über die Lippen kommt. Im ersten Moment vermag kaum jemand zu sagen, welche Wissenschaft dahintersteckt? Leichter wird die Zuordnung, sobald von Knochenfunden aus prähistorischer Zeit, deren Ausgrabung und vergleichende Untersuchung die Rede ist. Plötzlich wird die erdgeschichtliche Entwicklung greifbar, ebenso die Faszination an einschneidenden Kalt- und Warmzeiten auf unserer Erde vor Jahrmillionen und an damals existierenden Tieren und Homininen.
Allerdings wissen die wenigsten, dass das beschauliche Großherzogtum Darmstadt um 1800 eine wichtige Rolle dabei spielte, die Paläontologie – also die Lehre von den Lebewesen und Lebewelten der geologischen Vergangenheit – als eigenständige Wissenschaft zu begründen.
Zur Klärung dieser These hat Dr. Oliver Sandrock keinen geringeren als den bekannten deutschen Paläoanthropologen Prof. Dr. Friedemann Schrenk zu sich auf das »Grüne Sofa« gebeten. Ihm ist das berühmteste Skelett des Museums vertraut. Das Mammut americanum, besser bekannt als Mastodon.
Mar 16, 2022
31 min

Erstmalig nehmen zwei Naturwissenschaftler Platz auf dem »Grünen Sofa«. PD Dr. Torsten Wappler, Kurator der Erd- und Lebensgeschichte am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, spricht mit dem gebürtigen Isländer PD Dr. Friðgeir Grímsson, Wissenschaftler an der Universität Wien. Besonders eng ist der Kontakt zwischen den beiden aktuell vor allem durch umfangreiche gemeinsame Untersuchungen zur Biodiversitätsforschung im UNECO-Welterbe Grube Messel.
Mit »Flower-Power« assoziieren die meisten ein besonderes Phänomen in der jüngeren Geschichte. Doch mit der »Hippi-Bewegung« der späten 1960er Jahre hat diese Podcast-Folge wirklich nichts zu tun. Die sich gegenübersitzenden Gesprächspartner tauchen tief in die Erdgeschichte ein und springen gedanklich in Zeitalter, die 15 oder sogar 50 Millionen Jahre zurückliegen. Dabei wenden sie sich einem paläontologischen Forschungsschwerpunkt zu, von dem die allgemeine Öffentlichkeit vermutlich bislang wenig gehört hat: die Paläobotanik.
Jan 19, 2022
26 min
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