SRFglobal
SRFglobal
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). SRFglobal widmet sich jeden Monat einem Thema der internationalen Politik – mit Geschichten, Analysen und Stimmen aus der ganzen Welt. Moderator ist Sebastian Ramspeck, Gastmoderatorin Wasiliki Goutziomitros.
SRFglobal vom 02.07.2026
Die FIFA ist eine der mächtigsten Organisationen der Welt. Sie mobilisiert Milliarden, verhandelt mit Staatschefs und richtet mit der Fussball-WM eines der grössten globalen Ereignisse aus. Unter Infantino ist sie zu einem geopolitischen Akteur geworden. Was will er erreichen – und wer profitiert? Mit 211 Mitgliedsverbänden vereint die FIFA mehr Mitglieder als die UNO. Als privater Verein mit Sitz in Zürich verfügt sie über enorme finanzielle und politische Macht – ohne demokratische Legitimation und mit begrenzter externer Kontrolle. Kritiker sehen darin eine Entwicklung, die sich unter Präsident Gianni Infantino nochmals verstärkt hat. Als FIFA-Präsident pflegt Infantino enge Beziehungen zu den Mächtigsten dieser Welt. Ob Donald Trump, Wladimir Putin oder der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman: Infantino bewegt sich noch mehr als sein Vorgänger auf dem Parkett der Weltpolitik. Die Nähe zu politischen Entscheidungsträgern macht die FIFA selbst zu einem geopolitischen Akteur. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung bei der Vergabe und Inszenierung von Weltmeisterschaften. Russland, Katar, die USA und künftig Saudi-Arabien zeigen, wie eng Sport, Prestige und politische Interessen miteinander verknüpft sind. SRFglobal untersucht, wie die FIFA zur Weltmacht wurde – und welche Rolle der Fussball dabei spielt. Moderator Sebastian Ramspeck spricht darüber mit dem ehemaligen FIFA-Kommunikationschef Alexander Koch, dem Korruptionsexperten und FIFA-Kritiker Mark Pieth sowie dem Journalisten und FIFA-Kenner Simon Kuper von der «Financial Times».
Jul 2
32 min
Video
SRFglobal vom 04.06.2026
Luxusvillen, Steuerfreiheit und Sicherheit: Die Vereinigten Arabischen Emirate sind zum Magneten für Superreiche geworden. Doch der Krieg im Iran bringt das Geschäftsmodell der Emirate ins Wanken. Hinter der glitzernden Fassade von Dubai und Abu Dhabi beginnt eine neue Machtverschiebung am Golf. Noch vor wenigen Jahrzehnten bestanden grosse Teile der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate aus Wüste, kleinen Küstenorten und Beduinengesellschaften. Heute zählen Dubai und Abu Dhabi zu den sichtbarsten Symbolen globalen Reichtums und moderner Urbanität. Der Aufstieg der Emirate gilt als eine der schnellsten Transformationen der modernen Geschichte. Doch hinter dem Glanz der Moderne verbirgt sich ein traditionell-autokratisches System mit dynastischen Machtstrukturen in einem fragilen regionalen Gleichgewicht und mit prekären geopolitischen Allianzen. Wie wurden die Emirate innert weniger Jahrzehnte zur Wirtschafts- und Regionalmacht? Welche Rolle spielt Abu Dhabi heute im geopolitischen Machtkampf zwischen Iran, Saudi-Arabien, Israel und den USA? Und wie stabil ist ein Staat, dessen Wohlstand von Sicherheit, offenen Handelsrouten und globalem Vertrauen abhängt? Moderator Sebastian Ramspeck spricht mit der US-Sicherheitsexpertin für die Golfregion Elizabeth Dent vom Washington Institute, dem Golfexperten Andreas Krieg vom King’s College in London sowie der Wirtschaftsexpertin Karen Young vom Middle East Institute.
Jun 4
30 min
Video
SRFglobal vom 07.05.2026
Der Iran-Krieg erschüttert nicht nur den Nahen Osten, sondern auch die USA. In der MAGA-Bewegung wachsen die Zweifel am Kriegskurs von US-Präsident Donald Trump und seiner Nähe zu Israel. Droht Trumps Basis auseinanderzubrechen? Droht gar der Bruch zwischen den USA und Israel? Den Krieg gegen den Iran haben die USA und Israel Seite an Seite begonnen. Doch nun gerät das Bündnis unter Druck. Nicht nur, weil die beiden Staaten aussenpolitisch unterschiedliche Ziele verfolgen. Sondern auch, weil in den USA der innenpolitische Widerstand gegen den Krieg wächst. In Donald Trumps eigener MAGA-Bewegung wächst der Widerstand: gegen die Strategie im Krieg und gegen die Nähe zu Israel. Rechte Podcaster und einflussreiche Stimmen aus dem konservativen Lager kritisieren den Kurs des Präsidenten teils scharf – und stellen die Frage, in wessen Interesse dieser Konflikt geführt wird. Gleichzeitig verändert sich auch der Blick auf Israel in den USA. Die Unterstützung ist nicht mehr selbstverständlich, vor allem bei jüngeren Amerikanerinnen und Amerikanern. Was lange als parteiübergreifender Konsens galt, wird zunehmend zum politischen Streitpunkt. Für Israel selbst wächst damit der Druck: Das Land ist stärker denn je auf die USA angewiesen – trifft aber auf eine amerikanische Öffentlichkeit, die kritischer wird. Eine Entwicklung mit potenziell weitreichenden Folgen für beide Seiten. Was bedeutet das für die politische Zukunft Trumps? Wie stabil ist seine Bewegung? Und wie belastbar ist die Allianz zwischen den USA und Israel in einer sich verändernden Welt? Moderator Sebastian Ramspeck spricht mit dem Nahost-Experten Aaron David Miller, dem ehemaligen israelischen Diplomaten Daniel Levy sowie der Politikwissenschaftlerin Rachel Blum.
May 7
27 min
Video
SRFglobal vom 02.04.2026
Nirgendwo liegen Fortschrittsglaube und Kriegsangst näher beieinander als in Taiwan. In der Hauptstadt Taipeh pulsiert das Leben, doch mit dem Ukraine-Krieg wächst die Sorge vor einer Invasion durch China. Viele zweifeln, ob ihnen die USA beistehen würden – zumal die Invasion längst begonnen habe. Taiwan erscheint Besucherinnen und Besuchern als freies, friedliches und modernes Land. Doch politisch steht die Insel so stark unter Druck wie schon lange nicht mehr. Denn für die Volksrepublik China ist Taiwan Teil des eigenen Territoriums. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass die Insel früher oder später einverleibt werden soll, wenn nötig mit Gewalt. Würde sich Taiwan für unabhängig erklären, wäre dies ein Kriegsgrund. Die USA sind seit Jahrzehnten ein enger Partner Taiwans, doch ob sie dem Land im Ernstfall militärisch beistehen würden, ist ungewiss. Amerikanische Präsidenten haben sich dazu unterschiedlich geäussert. Die Unklarheit sorgt in Taiwan für Unsicherheit. Vor Ort spricht Moderator Sebastian Ramspeck mit hochrangigen Entscheidungsträgern wie dem stellvertretenden Aussenminister Wu Chih-chung und Lin Fei-fan vom Nationalen Sicherheitsrat. Sie erklären, wie Taiwan versucht, sich gegen eine militärisch überlegene Macht zu behaupten. Dank ziviler Widerstandskraft und asymmetrischer Kriegsführung soll ein Angriff für China möglichst teuer werden. Ein Krieg um Taiwan würde weltwirtschaftliche Verwerfungen mit sich bringen. Schliesslich produziert das Land die Mehrheit der Chips, die in praktisch allen elektronischen Geräten zum Einsatz kommen – vom Mobiltelefon bis zum Kampfflugzeug. Die Dominanz in der Chip-Industrie ist für Taiwan Schutz und Risiko zugleich. Moderator Sebastian Ramspeck ist für «SRFglobal» vor Ort in Taiwan. Zusätzlich beleuchtet SRF-China-Korrespondent Lukas Messmer die chinesische Sicht und spricht mit Zhou Bo, einem ehemaligen Oberst der chinesischen Armee. Die zentrale Frage bleibt: Kann Taiwan den Druck aushalten – und für wen spielt die Zeit?
Apr 2
33 min
Video
SRFglobal vom 05.03.2026
Die USA und Israel haben den Iran angegriffen und mit dem ersten Luftschlag den Obersten Führer Ali Chamenei getötet. Seitdem weitet sich der Krieg aus. Wer verfolgt welche Ziele? Was erhoffen sich US-Präsident Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu? Welche Strategie verfolgt das iranische Regime? In einer Spezialausgabe von SRFglobal sprechen wir mit dem Politikwissenschaftler und Iran-Experten Ali Fathollah-Nejad über den Krieg im Nahen Osten. Welche Ziele verfolgen die USA und Israel? Gibt es eine gemeinsame Strategie – oder verfolgen Donald Trump und Benjamin Netanjahu unterschiedliche Ziele? Welche Rolle spielen die amerikanische und die israelische Innenpolitik? SRFglobal beleuchtet ferner die Lage im Iran. Wie versucht das Regime zu überleben, welche Strategie verfolgt es? Was bedeutet der Tod von Ali Chamenei für das Machtgefüge in Teheran? Könnte das Regime ins Wanken geraten? Und welche Rolle spielen Irans Verbündete in der Region – von der Hisbollah im Libanon bis zu den Huthi im Jemen? Schliesslich geht es um die Frage, die über allen anderen schwebt: Wohin führt dieser Krieg? Droht dem Nahen Osten ein langer, zermürbender Konflikt – oder ist er der Beginn einer neuen Ordnung? Und welche Folgen hat er für Europa, Russland und China?
Mar 5
36 min
Video
SRFglobal vom 29.01.2026
Einst galten Zeitungen, Radio und Fernsehen in den Demokratien als vierte Gewalt. Heute prägen zunehmend Tech-Giganten mit ihren Algorithmen und Plattformen den politischen Diskurs – während traditionelle Redaktionen um Geld, Aufmerksamkeit und Vertrauen ringen. Seit jeher prägt technischer Fortschritt die Medienindustrie – von der Erfindung des Buchdrucks über Radio und Fernsehen bis hin zum Zeitalter des Internets und der künstlichen Intelligenz. Parallel dazu haben sich über Jahrhunderte journalistische Arbeitsweisen und Standards herausgebildet: Recherche, Objektivität und Unabhängigkeit. Heute gehört ein grosser Teil der Medien wenigen Konzernen oder steht unter staatlichem Einfluss. Gleichzeitig geraten klassische Geschäftsmodelle unter Druck: Werbeeinnahmen brechen weg, Redaktionen sparen, lokale Medien verschwinden. Plattformen und Algorithmen bestimmen zunehmend, welche Inhalte sichtbar werden. Die Sendung geht der Frage nach, was von der vierten Gewalt bleibt. Sie zeigt, wie Journalismus unter Druck gerät und was er anders und besser machen kann, um auch in Zukunft Vertrauen zu schaffen und Einnahmen zu generieren. Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Sebastian Ramspeck mit dem Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller von der Princeton University, der Journalistin Sophia Smith Galer, die ihren Job bei der BBC kündigte, um freischaffend zu arbeiten, sowie mit Mitali Mukherjee, Direktorin des Reuters Institute for the Study of Journalism.
Jan 29
32 min
Video
SRFglobal vom 04.12.2025
Derzeit gibt es weltweit mehr als 40 Monarchien. Einige Monarchen herrschen brutal, andere sind eher Touristenattraktion, die meisten im Volk beliebt. Mancherorts wünschen sich Menschen gar die Monarchie zurück – als Mittel gegen Populismus und Diktatur. Was macht die Faszination der Monarchie aus? Die Monarchie gehört zu den ältesten Staatsformen der Welt, und sie zeigt sich erstaunlich widerstandsfähig. Nach Jahrhunderten mit Aufklärung und Revolutionen, der Demokratie und des Totalitarismus erfreuen sich viele Monarchen grosser Beliebtheit. «SRFglobal» geht in London und in Vaduz der Frage nach, wie die Herrschaft von Kaisern und Königen, von Fürsten und Emiren entstanden ist – und was sie heutzutage ausmacht: vom Vereinigten Königreich über Liechtenstein, Eswatini und Saudi-Arabien bis nach Thailand. «SRFglobal» interviewt Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, einen der reichsten Monarchen der Welt. Er spricht über die Beziehung der Monarchen untereinander, erklärt, wie in Liechtenstein Monarchie und direkte Demokratie zusammenspielen – und stellt sich Fragen zur Legitimität der Monarchie im 21. Jahrhundert. Warum ist der Monarch in vielen parlamentarischen Monarchien deutlich beliebter als die Regierungschefin, der Regierungschef? Ist die Monarchie ein Gegenmodell zum Populismus? Wie gefährlich für die Monarchie sind Skandale wie jener um Andrew Mountbatten-Windsor im Vereinigten Königreich?
Dec 4, 2025
30 min
Video
SRFglobal vom 06.11.2025
Benjamin Netanjahu ist einer der umstrittensten Politiker der Welt. Für seine Anhänger der Garant für Sicherheit – für seine Gegner der Mann, der Israel gespalten und isoliert hat. Netanjahu steht innenpolitisch und international unter Druck. Und doch könnte er am Ende als grosser Sieger dastehen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu steht an einem Scheideweg. Nach zwei Jahren Krieg im Gazastreifen, Luftangriffen auf den Libanon, den Iran und Katar steht Israel international so stark in der Kritik wie selten zuvor. Netanjahu wird wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen per internationalem Haftbefehl gesucht, in Israel selbst laufen Ermittlungen wegen Korruption. Gleichzeitig gehen viele Experten davon aus, dass Netanjahu strategisch alles erreicht hat, was er wollte: Der Gazastreifen ist weitgehend zerstört, und viele Expertinnen gehen davon aus, dass es einen schleichenden Exodus der palästinensischen Bevölkerung gibt – und Netanjahus Machtbasis ist gefestigt. Trotz wachsender Unzufriedenheit in der israelischen Gesellschaft und internationaler Isolation gilt er nach wie vor als politischer Überlebenskünstler und könnte bei den Wahlen im kommenden Jahr erneut triumphieren. Wohin steuert Israel unter diesem Druck? Welche Folgen hat die politische Dauerkrise für die Palästinenserinnen und Palästinenser und für die Stabilität der Region? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Sebastian Ramspeck mit Neve Gordon von der University of Maryland, einem Experten für internationales Recht, Mairav Zonszein von der International Crisis Group sowie Anita Bünter, SRF-Korrespondentin.
Nov 6, 2025
30 min
Video
SRFglobal vom 02.10.2025
Politische Instabilität, wachsende Staatsschulden, Proteste auf den Strassen: Frankreich steckt tief in der Krise. Präsident Emmanuel Macron gilt international als starker Mann – doch zu Hause verliert er immer mehr an Rückhalt. Wohin steuert unser Nachbarland? Frankreich steht unter Druck: Seit 1974 macht der Staat jedes Jahr neue Schulden, mittlerweile türmt sich der Schuldenberg auf über 3,3 Billionen Euro. Gleichzeitig werden Reformen immer wieder von Protesten blockiert. Innerhalb von drei Jahren haben vier Premierminister das Handtuch geworfen. Präsident Emmanuel Macron präsentiert sich international als starke Stimme Europas – im eigenen Land aber gilt er als unbeliebter «Präsident der Eliten». Doch Frankreich ist kein Einzelfall: Weltweit steigt die Verschuldung der Staaten auf neue Rekordhöhen. Ob USA, Japan oder Italien – fast alle Länder leben auf Pump. Doch was genau sind Staatsschulden? Können sie auch sinnvoll sein, wenn sie Investitionen finanzieren – und wann kippt die Situation ins Gefährliche? Diese und weitere Fragen bespricht Moderatorin Wasiliki Goutziomitros mit SRF-Frankreich-Korrespondentin Mirjam Mathis und Wirtschaftswissenschaftler Daniel Gros.
Oct 2, 2025
31 min
Video
SRFglobal vom 11.09.2025
Rücksichtslos setzen Grossmächte ihre Interessen durch. Kriege, Machtkämpfe und neue Allianzen prägen die Schlagzeilen und bewegen die Schweiz. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter macht sich in der «SRFglobal»-Jubiläumssendung Gedanken über die Geopolitik. Die Welt, in der wir es uns als Schweizerinnen und Schweizer gemütlich gemacht hatten, ist aus den Fugen geraten. Die Demokratie ist in der Defensive, die Regeln des Völkerrechts scheinen immer weniger Beachtung zu finden. Unter den Staaten gilt das Recht des Stärkeren. Die USA demonstrieren ihre Macht, die EU kämpft um ihren Einfluss. China und der Globale Süden wollen die Welt nach ihren Vorstellungen umgestalten. Zugleich kämpfen die meisten Staaten mit hohen Schulden und einer alternden Bevölkerung. Was sind die Ursachen hinter diesen geopolitischen Verschiebungen? Und welche Folgen haben sie für die Schweiz? Warum ist die Weltwirtschaft trotz Krisen und Kriegen in einem erstaunlich guten Zustand? Geben Künstliche Intelligenz und technologischer Fortschritt Hoffnung auf eine bessere Welt? Antworten auf diese und weitere Fragen geben drei Schweizerinnen und Schweizer, die aus unterschiedlicher Warte auf die Welt blicken: Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter, IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric Egger sowie Josef Ackermann, einer der erfolgreichsten Schweizer Wirtschaftsführer. In der Jubiläumssendung feiert «SRFglobal» seinen zehnten Geburtstag – und gewährt auch einen Blick hinter die eigenen Kulissen.
Sep 11, 2025
1 hr 32 min
Video
Load more