„Damit positive Veränderung möglich ist, braucht es mehr als eine Krise. Es braucht den Willen einer Gesellschaft zur Veränderung.“ Soviel weiß die Sozialanthropologin Johanna Mitterhofer, Forscherin an Eurac, am Institut für Minderheitenrecht. Und dieser Wille hat in der Migrationsgesellschaft Südtirols bisher eindeutig gefehlt. Trotzdem ist in den letzten zwei Jahrzehnten vieles passiert, das Althergebrachtes auf den Kopf stellt. Die Politik hat lang den Kopf in den Sand gesteckt und wenn, dann nur auf Druck der Zivilgesellschaft reagiert. Aber „Seßhaftigkeit ist die Ausnahme, nicht Migration“. Was das heißt, nicht nur für Südtirol, und wie Integration und Inklusion eine ganze Gesellschaft positiv verändert, das erzählt Johanna auf der Grundlage des Eurac-Migrationsreports (September 2020). Ganz nach Karl Valentins Denkansporn: „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“.
Foto: Eurac Research



