Heute sprechen wir mit Dr. Peter van Gielle Ruppe über seine beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.
Der heute 38-Jährige wurde 1984 in Toruń in Polen geboren. Mitte der Neunzigerjahre wanderten seine Eltern mit dem damals Elfjährigen nach Deutschland aus.
In Bremen und an der Humboldt-Universität in Berlin studierte er später Kulturgeografie studiert und promovierte mit einem kultur-, sozial- und politikwissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkt.
Peter ist der Projektleiter der „Culture Coaches“ in Berlin. Dort beschäftigt er sich mit den Themen Flucht und Migration in Deutschland. Die Förderung von transkulturellen Kompetenzen aufseiten der Geflüchteten, aber auch der aufnehmenden deutschen Gesellschaft steht dabei im Fokus.
Die Ankommenden werden also genauso „gecoacht“ wie die Deutschen selbst. Peter kennt also beide Seiten und deren Probleme und Herausforderungen.
Die Culture Coaches verstehen sich als eine Art Integrationslotsen und möchten, dass geflüchtete Menschen gut und möglichst vollständig integriert werden können.
Peter weiß nur zu genau, dass die Situation von geflüchteten Menschen schrecklich ist, vor allem, wenn sie vor dem Schlimmsten, was es gibt, fliehen mussten: einem Krieg!
Peter hat nicht nur Familie in Polen, sondern auch in der Ukraine. Seine Familie ist vor dem Zweiten Weltkrieg aus der Ukraine gekommen.
Fast 10 Prozent der Menschen in Polen stammen ursprünglich aus der Ukraine, deshalb sei die Hilfsbereitschaft auch so unglaublich groß in Polen, meint Peter, wohlwissend, dass die rechtskonservative Regierung in Polen sich gegenüber anderen Flüchtlingen anders positioniert.
Die Berichterstattung über den Ukrainekrieg verfolgt Peter auch in den polnischen Medien. Welche Unterschiede er zur deutschen Berichterstattung sieh und wie grundsätzlich verschieden die Sichtweisen und Bezüge zur Ukraine von Deutschland und Polen seines Erachtens sind, wie sehr er alles auch beruflich tangiert, wird er uns in der heutigen Folge erzählen.
Hört zu und redet darüber!
Das Interview mit Peter auf YouTube: youtu.be/j33beGSRBOM



