Heute sprechen wir mit dem Schriftsteller und Musikjournalisten Wolf Kampmann über die Gesellschaftsfunktion von Jazz mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.
1962 geboren in Zwickau, ist Wolf Kampmann durch eine Verkettung von Zufällen zum Journalismus gekommen. Denn in den ausgehenden 80er Jahren der DDR hat er sich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. So hat er Bibliothekswissenschaften studiert und war danach an der Akademie der Künste der DDR tätig.
In der Zeit hat er freiwillig in einem ehrenamtlichen Jazzclub gearbeitet, wo er unter anderen einen Vortrag über „Free Funk“ hielt, woraufhin er gefragt wurde, ob er für eine neu gegründete Zeitung eine Kritik schreiben möchte. Sein großes Privileg war, dass er die Kritik noch hinter der Mauer geschrieben hatte, bei der Veröffentlichung diese aber schon gefallen ist und so eröffneten sich auch neue Perspektiven für ihn. Obwohl Wolf keine Noten lesen kann, liebt er es, Geschichten zu schreiben, insbesondere über die Musik.
Wolf ist seit 1990 freiberuflich als Journalist mit Schwerpunkt Musik tätig. Unter anderem war er bis 1992 Chefredakteur eines Magazins für Rockmusik und arbeitete für Fachmagazine wie Musikexpress oder Tageszeitungen wie die Süddeutsche Zeitung sowie für den Hörfunk.
Seit 2010 ist Wolf zusätzlich Dozent für Popgeschichte und Journalismus an der SRH Berlin School of Popular Arts und für Jazzgeschichte am Jazz-Institut Berlin.
Bei seiner Arbeit als Journalist und Dozent stehen für ihn die Menschen im Vordergrund und die Momente, die man teilt. Im April 2022 hat Wolf das Benefizkonzert “Peace on Earth” mitveranstaltet und moderiert, um zusammen mit der Jazzszene einen Beitrag zum Kriegsgeschehen zu leisten. Im heutigen Podcast spricht er darüber, warum Musik einen wichtigen Teil in diesen besonders schweren Zeiten spielt.
Das Interview mit Wolf auf YouTube: youtu.be/V2VR9ZPZqZg



