Der Spätlesereiter Karl hat sein Leben verändert und ihm eine Richtung gegeben. Michael Apitz, heute Diplom-Designer und Kunstmaler, bildete Ende der achtziger Jahre mit Patrick Kunkel, heute Bürgermeister von Eltville, das geniale Duo, aus dessen Köpfen die Comic-Figur Karl entstand. Inspiriert habe sie Asterix und Obelix, erzählt Apitz im Podcast „Schröder trifft“. Längst hat sich Karl nach zwölf Bänden mit Abenteuern eines Rheingauers im 18. Jahrhundert zur Ruhe gesetzt. Apitz hat sich von ihm emanzipiert, zeichnet für Eintracht Frankfurt Episoden im Stadionheft, gibt mit dem Kabarettisten und Eintracht-Fan Henni Nachtsheim ein SGE-Buch heraus oder entwirft Etiketten für Weine. Im wahrsten Sinne des Wortes groß heraus kommt Apitz in der Mainzer Fastnacht. Dort entwickelt er mit einem Kreativ-Team die Wagenmotive für den Rosenmontagszug – und plaudert im Podcast aus dem Nähkästchen, in welchem Spannungsfeld seine Skizzen stehen. Zugleich hat sich Apitz mit seinen Motiven zu Weinlagen, vom Rhein und zu Persönlichkeiten der Geschichte und Musik als Kunstmaler einen Namen gemacht. Spannend also, diesen Augenmenschen mit den Ohren zu verstehen.
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