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Bayerischer Rundfunk
Aus Bayern in die Welt (1/3) - Spix und Martius am Amazonas
24 minutes Posted Dec 22, 2020 at 11:55 am.
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Die radioDoku begibt sich auf die Spuren von großen Entdeckern, zu einer Zeit als Forschungsreisen noch gefährlich, langwierig und ausgesprochen abenteuerlich waren.

Zwei Bayern reisen zum Amazonas. Heute klingt das wie der Beginn einer launigen Urlaubsgeschichte. Anfang des 19. Jahrhunderts ist es eher wie eine Reise zum Mars. Brasilien um 1820 ist eine unbekannte Welt zwischen Stechmücken, Fieberanfällen und  Menschenhändlern.

10.000 Kilometer reisen die Beiden, ohne nennenswerten Karten, aber immer mit Frack und Zylinder. Die Vorgehensweise ist unkonventionell. Papageien werden gejagt, präpariert oder gegessen. Vermessen, bestaunt und beschrieben wird auch alles: Die Pflanzen-und Tierwelt, die "Söhne des Waldes", deren Musik, Gebräuche, Sprache, aber auch deren schon damals längst besiegelter Untergang.

Carl Friedrich Philipp von Martius (23) und Johann Baptist von Spix (36) gehen durch unvorstellbare Strapazen, um  ein Stück Welt zu beschreiben. Die Ausbeute ist gigantisch: 86 Säugetiere, 350 Vögel 130 Amphibien, 116 Fischen, 2700 Insekten und  6500 Pflanzenarten werden konserviert und nach Europa geschickt.  Aber auch: zwei Indianderkinder, die hier christianisiert werden sollten – ein Experiment mit tragischem Ausgang.