Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle
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27.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat nach Erkenntnissen von US-Forschern die Schwelle von einer Million überschritten. Die Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore meldete 1.004.898 Fälle. Rechnerisch wäre damit fast jeder 80. Bürger in der Bundesrepublik bereits infiziert worden. Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin liegen gar noch etwas höher. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.006.394 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 in Deutschland. Koalition will 2021 rund 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen Die Regierungskoalition in Berlin will im nächsten Jahr fast 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen und deutlich mehr Geld als geplant in Gesundheit, Verkehr und Infrastruktur investieren. Das ergaben die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses an diesem Freitagmorgen. Der Bundeshaushalt für 2021 sieht nun Ausgaben von insgesamt rund 498,6 Milliarden Euro vor - kaum weniger als im laufenden Jahr, als wegen der Pandemie spontan milliardenschwere Hilfsprogramme finanziert wurden. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf in der Woche vom 8. bis 11. Dezember verabschieden. Trump deutet Rückzug aus dem Weißen Haus an Donald Trump will das Weiße Haus räumen, falls das Wahlkollegium, das Electoral College, für den Demokraten Joe Biden als nächsten US-Präsidenten stimmen sollte. Gleichwohl würde er es angesichts des "massiven Wahlbetrugs" für einen Fehler halten, Biden zu wählen, betonte der scheidende Präsident vor Journalisten. Er sprach nochmals von massivem Betrug bei der Abstimmung vom 3. November. Biden konnte sich die Stimmen von 306 Wahlleuten sichern, für einen Sieg reichen 270. Das Wahlkollegium wird am 14. Dezember den neuen US-Präsidenten wählen. Das Ergebnis wird erst am 6. Januar mitgeteilt. Ungarn und Polen lehnen Rechtsstaatsmechanismus weiter ab Im Konflikt um das 1,8 Billionen schwere Haushaltspaket der EU bestärken Ungarn und Polen einander in ihrer Veto-Haltung. Beide EU-Mitglieder würden keine Vorschläge annehmen, die unannehmbar für den jeweils anderen seien, heißt es in einer Erklärung, die Ungarns Regierungschef Viktor Orban und sein polnischer Kollege Mateusz Morawiecki in Budapest unterzeichneten. Demnach sollen Etatbeschlüsse weiter blockiert werden, sollte die EU die Einführung eines Rechtsstaatsmechanismus nicht auf Eis legen. Ungarn und Polen verletzen durch Eingriffe in Justiz und Medienfreiheit grundlegende Werte der EU. Seehofer will keinen allgemeinen Abschiebestopp für Syrien mehr Der generelle Abschiebestopp für Syrien sollte nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer nicht über Ende Dezember verlängert werden. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde in der Innenministerkonferenz befürworten, "künftig zumindest für Straftäter und Gefährder wieder in jedem Einzelfall zu prüfen", ob Abschiebungen möglich sind. Der Abschiebestopp war 2012 beschlossen und seitdem mehrfach verlängert worden. Die Kämpfe sind in den meisten Gebieten Syriens vorbei. Wer als Gegner der Familie Assad gilt, dem drohen aber nach Ansicht von Menschenrechtlern weiter Folter und Tod. Rabbiner in Wien angegriffen Auf offener Straße hat eine Frau in Wien einen Rabbiner mit einem Messer bedroht und ihm die Kippa vom Kopf gerissen. Sie rief judenfeindliche Parolen und flüchtete dann. Laut dem österreichischen Nachrichtenportal "OE24" erklärte der Geistliche, Passanten hätten weggesehen, anstatt ihm zu helfen. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Oscar Deutsch, bekräftigte, die Juden ließen sich nicht einschüchtern. Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte via Twitter, der Antisemitismus müsse mit aller Entschiedenheit bekämpft werden. Europa ohne Juden sei nicht mehr Europa. Argentinische Fußballlegende Maradona beigesetzt Einen Tag nach seinem Tod ist die argentinische Fußball-Ikone Diego Maradona auf einem Friedhof bei Buenos Aires beigesetzt worden. Die Zeremonie fand im engen Familien- und Freundeskreis statt. Zuvor war der Sarg in einem Trauerzug vom Regierungspalast im historischen Zentrum von Buenos Aires zu dem Friedhof gebracht worden. Zahlreiche Fans säumten die Strecke und erwiesen ihrem Idol die letzte Ehre. Der 60-Jährige, der zu seiner Zeit als bester Fußballer der Welt galt, war am Mittwoch einem Herzstillstand erlegen.
Nov 27
9 min
26.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Corona-Maßnahmen in Deutschland werden verlängert und verschärft Der geltende Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie mit der Schließung von Restaurants, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird verlängert. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Danach gelten die Maßnahmen weiter bis zum 20. Dezember. Zudem werden die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft. Private Zusammenkünfte werden auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt. Vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen. "Wir brauchen noch mal eine Kraftanstrengung", sagte Merkel. 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet Das Robert-Koch-Institut meldet 22.268 Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland. Das sind gut 3600 mehr als am Mittwoch, aber rund 340 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen mit SARS-CoV-2 stieg damit binnen 24 Stunden auf 983.588. Weitere 389 Menschen starben an oder mit dem Virus. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchststand erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle aufgrund von COVID-19 erhöhte sich auf 15.160. Als genesen gelten rund 676.100 Menschen. Mexiko erreicht traurigen Rekord an Journalistenmorden Die Arbeit für Journalisten in Mexiko wird immer gefährlicher. In diesem Jahr sind bereits 19 Journalisten ermordet worden. Das ist die höchste Zahl seit zehn Jahren. Der Vizeminister für Menschenrechte, Alejandro Encinas, sagte, seit dem Amtsantritt des Präsidenten Andrés Manuel López Obrador im Dezember 2018 seien 38 Morde an Journalisten gezählt worden - nur in fünf Prozent der Fälle seien Täter verurteilt worden. Seit 2010 seien 138 Journalisten eines gewaltsamen Todes gestorben. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten außerhalb von Kriegsgebieten. Trump begnadigt Ex-Sicherheitsberater Flynn Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat seinen in die Russland-Affäre verstrickten früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn begnadigt. Trump teilte seine Entscheidung via Twitter mit. Der Ex-General hatte sich schuldig bekannt, die Bundespolizei FBI über seine Kontakte zum früheren russischen Botschafter in den USA belogen zu haben. Auf Druck des Justizministeriums wurde das Verfahren gegen den 61-jährigen Flynn im Juni eingestellt. Die Demokraten des designierten Präsidenten Joe Biden kritisierten Trumps Vorgehen umgehend scharf und sprachen von Machtmissbrauch. Iran lässt britisch-australische Islamwissenschaftlerin frei Im Austausch gegen drei iranische Staatsbürger hat Teheran die britisch-australische Dozentin Kylie Moore-Gilbert aus dem Gefängnis entlassen. Australiens Außenministerin Marise Payne zeigte sich "äußerst erfreut und erleichtert". Die 33-jährige Moore-Gilbert war nach ihrer Teilnahme an einer wissenschaftlichen Konferenz im September 2018 am Flughafen Teheran festgenommen worden. Die Justiz warf ihr Spionage für Israel und Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Die Islamwissenschaftlerin wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Ex-Weltbank-Präsident Wolfensohn gestorben Der ehemalige Weltbank-Chef James Wolfensohn ist im Alter von 86 Jahren an Komplikationen nach einer Lungenentzündung in Manhattan gestorben. Das teilte sein Sohn Adam mit. In Sydney geboren, schaffte es Wolfensohn als 23-jähriger Sportfechter in die australische Olympia-Mannschaft. 1956 nahm er an den Olympischen Spielen in Melbourne teil. Er diente als Offizier bei der Luftwaffe, arbeitete in einer Anwaltsfirma und gründete in den USA eine Investmentfirma. Als Präsident der Weltbank von 1995 bis 2005 kämpfte er unermüdlich gegen Armut und Korruption. Verdi begleitet Schnäppchenjagd bei Amazon mit Streiks Rund um den Einkaufstag "Black Friday" hat die Gewerkschaft Verdi zu mehrtägigen Streiks an den deutschen Versandzentren des Online-Händlers Amazon aufgerufen. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels, erklärte Verdi. Es gehe nicht an, dass der weltgrößte Online-Händler in der Corona-Pandemie zusätzliche Gewinne einstreiche, aber keine tarifvertragliche Entlohnung zahle. Bei Amazon hieß es, Kunden würden den Streik nicht zu spüren bekommen. Das Unternehmen lehnt Tarifverträge grundsätzlich ab und zahlt Löhne, die in der Logistikbranche üblich sind.
Nov 26
9 min
25.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bund und Länder beraten über Corona-Lockdown In Deutschland wollen Bund und Länder an diesem Mittwoch den weiteren Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis zum Jahresende festzurren. Angedacht ist eine Verlängerung des derzeit geltenden Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember. Kontaktbeschränkungen sollen zudem im Dezember verschärft werden. Über die Weihnachtsfeiertage ist eine Lockerung der Corona-Einschänkungen im Gespräch. Details wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 deutschen Bundesländer am Nachmittag bei einer Videokonferenz beschließen. Frankreich lockert Corona-Beschränkungen Der französische Präsident Emmanuel Macron hat eine Lockerung der strengen Corona-Auflagen in seinem Land angekündigt. Ab Samstag dürfen alle Geschäfte unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen, wie der Staatschef mitteilte. Zudem können die Bürger dann ihre Häuser wieder länger verlassen - nämlich drei Stunden täglich im Umkreis von 20 Kilometern. Zuletzt war ihnen das nur eine Stunde am Tag im Radius von einem Kilometer erlaubt, wenn kein triftiger Grund vorlag. Restaurants bleiben hingegen voraussichtlich bis zum 20. Januar geschlossen. Deutsche Soldaten kehren Kundus den Rücken Die Bundeswehr zieht sich aus der nordafghanischen Provinz Kundus zurück. Die rund hundert Soldaten, die im Rahmen des Ausbildungseinsatzes "Train Advise Assist" im Lager Camp Pamir stationiert seien, würden an den Hauptstützpunkt in Masar-i-Scharif zurückverlegt, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Grundlage sei eine bereits vor Monaten getroffene Entscheidung der Führung des NATO-Kommandos in Kabul. Mit der vergangene Woche beschlossenen Beschleunigung des Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan habe der Schritt nichts zu tun, hieß es. Sicherheitsrat schaltet sich in Tigray-Konflikt ein Der UN-Sicherheitsrat hat sich erstmals mit den Kämpfen in der äthiopischen Region Tigray befasst. Das höchste Gremium der Vereinten Nationen traf sich zur Beratung hinter verschlossenen Türen, eine Erklärung wurde anschließend nicht abgegeben. Äthiopiens Regierung hatte vor drei Wochen eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray gestartet, die die nördliche Region beherrscht. Vor dem drohenden Kampf um Tigrays Hauptstadt Mekelle rief UN-Generalsekretär António Guterres die Konfliktparteien zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Dow Jones knackt die 30.000er-Marke Mit Erleichterung haben Anleger auf das Einlenken von US-Präsident Donald Trump im Streit um die Übergabe der Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Joe Biden reagiert. An der New Yorker Wall Street übersprang der US-Standardwerteindex Dow Jones erstmals die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten. Der Dow beendete den Börsenhandel am Dienstag mit einem Schlussstand von 30.046 Zählern, 1,5 Prozent höher als am Vortag. Rückenwind erhielten die Börsen auch von Fortschritten bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus. Bahn steuert offenbar auf Rekordverlust zu Der Deutschen Bahn droht laut einem Medienbericht in diesem Jahr ein Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro. Diese Zahl gehe aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Fernzüge demnach nur noch zu 20 Prozent ausgelastet. Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro zugesagt. Borussia Dortmund auf Achtelfinal-Kurs Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund nimmt in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte am Dienstagabend den FC Brügge 3:0 und vergrößerte den Abstand zu den drittplatzierten Belgiern auf fünf Punkte. Damit fehlt dem BVB nur noch ein Punkt aus den letzten beiden Spielen zum Weiterkommen. Weniger gut lief es für RB Leipzig: Mit einem 0:1 bei Paris Saint-Germain rutschten die Leipziger in der Gruppenphase der Champions League auf den dritten Platz ab und müssen nun um den Einzug ins Achtelfinale bangen.
Nov 25
7 min
24.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump leitet Prozess zur Amtsübergabe ein Nach mehr als zweiwöchiger Blockade hat US-Präsident Donald Trump den Weg zur Übergabe der Amtsgeschäfte an Wahlsieger Joe Biden freigemacht. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Trump, die Leiterin der zuständigen US-Bundesverwaltungsbehörde GSA, Emily Murphy, solle "tun, was getan werden muss", um Bidens Übergangsteam zu unterstützen. Damit erhält der designierte Präsident Millionengelder, Büroräume und Briefings von den Behörden für den geplanten Machtwechsel am 20. Januar. Eine Wahlniederlage räumte Trump weiterhin nicht ein, sondern kündigte vielmehr an, weiter kämpfen zu wollen. Biden besetzt erste Regierungs-Posten Das künftige US-Kabinett nimmt konkretere Formen an. Der designierte Präsident Joe Biden benannte am Montag erste Kandidaten für Schlüsselposten in seiner Regierung. So soll der frühere US-Außenminister John Kerry neuer Sonderbeauftragter für den Klimaschutz werden. Das Außenministerium soll Bidens langjähriger außenpolitischer Berater Antony Blinken übernehmen. Mehrere US-Medien berichten zudem, dass die ehemalige Notenbankchefin Janet Yellen als erste Frau die Führung des US-Finanzministeriums übernehmen soll. Offiziell bestätigt ist das allerdings noch nicht. Maas ruft zu Hilfe für Afghanistan auf Anlässlich der Geberkonferenz in Genf hat Bundesaußenminister Heiko Maas die internationale Gemeinschaft zu weiterer finanzieller Hilfe für das Krisenland aufgerufen. Die aktuelle Corona-Pandemie erschwere die Lebensbedingungen vieler Menschen in Afghanistan weiter, sagte Maas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Am Montag hatte in Genf eine zweitägige virtuelle Geberkonferenz für Afghanistan begonnen. Zuletzt waren 2016 bei einer Geberkonferenz in Brüssel für vier Jahre gut 15 Milliarden Dollar zusammengekommen. Länder wollen Teil-Lockdown verlängern Die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer haben sich auf eine Verlängerung der seit Anfang November geltenden Corona-Einschränkungen verständigt. Die Maßnahmen sollten zumindest bis zum 20. Dezember fortgeführt werden, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Von Weihnachten bis Neujahr könnten die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Eine endgültige Entscheidung soll bei Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ländern am Mittwoch fallen. Antisemitismusbeauftragter kritisiert "Querdenken"-Bewegung Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Anhängern der sogenannten Querdenken-Bewegung eine Verharmlosung des Holocaust vorgeworfen. Vergleiche der Anti-Corona-Maßnahmen mit der Politik der Nationalsozialisten verhöhnten die tatsächlichen Opfer und relativierten die Schoah, sagte Klein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei Kundgebungen der "Querdenker" hatten sich zuletzt Gegnerinnen der Corona-Auflagen mit Sophie Scholl und Anne Frank verglichen. Sophie Scholl wurde wegen ihres Widerstands gegen die Nazis hingerichtet. Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Konjunkturerholung in Deutschland stärker als erwartet Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal dieses Jahres stärker gewachsen, als zunächst angenommen. Nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde noch von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. Im Frühjahr war die Konjunktur um fast zehn Prozent eingebrochen. Wegen der Pandemie waren unter anderem Geschäfte geschlossen und Lieferketten unterbrochen. China startet Raumschiff zum Mond Erstmals seit Jahrzehnten ist wieder ein Raumschiff auf dem Weg zum Mond - mit dem Ziel, Gesteinsproben zur Erde zu bringen. Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 5" hob am frühen Dienstagmorgen Ortszeit vom Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Das unbemannte Raumschiff soll den Mond am Sonntag erreichen. Es soll im oberen, linken Teil der erdzugewandten Seite des Mondes landen. Bei einer erfolgreichen Rückkehr wäre China nach den USA und der Sowjetunion erst die dritte Raumfahrtnation, der ein solches Vorhaben gelingt.
Nov 24
9 min
23.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkonger Demokratie-Aktivisten müssen in Haft In Hongkong hat der Prozess gegen drei prominente Demokratie-Aktivisten wegen des Aufrufs und der Teilnahme an unerlaubten Protesten begonnen. Joshua Wong, Ivan Lam und Agnes Chow plädierten zum Prozessauftakt auf schuldig. Es sei jetzt nicht die Zeit, vor Peking zu kuschen und aufzugeben, hatte Wong kurz vor Prozessbeginn gesagt. Er rechne mit seiner sofortigen Inhaftierung. Tatsächlich verfügte das Gericht, dass alle drei Angeklagten für die Dauer des Prozesses in Haft müssten. Den Beschuldigten droht eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Trump-Team trennt sich von umstrittener Anwältin Wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Pressekonferenz zu angeblichem Wahlbetrug hat US-Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit mit der Anwältin Sidney Powell beendet. Powell hatte von einem Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 3. November gesprochen. Die Anwältin behauptete, Trump habe seinen Herausforderer Joe Biden in Wirklichkeit geschlagen. Kuba, Venezuela und andere "kommunistische" Staaten hätten die Wahl mit Hackerangriffen zugunsten von Biden manipuliert. Früherer Präsident Sarkozy in Frankreich vor Gericht Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy muss sich von diesem Montag an vor einem Pariser Strafgericht verantworten. Dem 65-Jährigen werden Bestechung und illegale Einflussnahme auf die Justiz vorgeworfen. Er soll im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren versucht haben, über einen Staatsanwalt an Informationen zu kommen. Verantworten muss sich auch der Anwalt Sarkozys. Es drohen zehn Jahre Haft und eine Geldbuße in Millionenhöhe. Corona-Massentest in Südtirol: Fast 3200 Infizierte gefunden Ein dreitägiger Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol hat große Resonanz gefunden und mehr als 3000 Infektionen ans Licht gebracht. In der kleinen Alpen-Provinz ließen mehr als 343.000 Bürger und Bürgerinnen einen Abstrich machen. Die Landesregierung will so die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Guatemalteken gehen gegen Regierung auf die Straße Den zweiten Tag in Folge sind in Guatemala Menschen gegen den Haushaltsplan der Regierung für das kommende Jahr auf die Straße gegangen. Hunderte Demonstranten protestierten am Sonntag vor dem Kongress im Zentrum von Guatemala-Stadt gegen das im Eilverfahren verabschiedete Budget für 2021 und die Regierung von Präsident Alejandro Giammattei. Im Gegensatz zum Vortag blieb es zunächst friedlich. Am Samstag hatten Demonstranten Teile des Kongressgebäudes in Brand gesteckt. Wieder Massengrab in Mexiko entdeckt Im Westen Mexikos haben Ermittler mehr als 100 Leichen in einem Massengrab entdeckt. In der Ortschaft El Salto im Bundesstaat Jalisco seien die Überreste von 113 Menschen entdeckt worden, sagte der örtliche Generalstaatsanwalt. In Mexiko gelten 60.000 Menschen als vermisst. Viele dürften von Verbrechersyndikaten verschleppt und getötet worden sein. Vergangenes Jahr wurden in Mexiko über 35.000 Menschen getötet. Ein großer Teil der Gewalt geht auf das Konto von Banden, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressung verwickelt sind. Die meisten Taten werden nie aufgeklärt.
Nov 23
7 min
21.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zivilisten bei Raketenbeschuss in Kabul getötet Beim Einschlag zahlreicher Raketen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens fünf Menschen getötet worden. 21 Zivilisten seien verletzt worden, teilten die Behörden mit. Die Raketen schlugen demnach vor allem in Wohngebieten in der Mitte und im Norden von Kabul ein. Bisher übernahm niemand die Verantwortung für die Attacke. US-Außenminister Mike Pompeo will an diesem Samstag in Katar mit der Delegation der Taliban sprechen, die mit der afghanischen Regierung über eine mögliche Friedenslösung verhandeln. Trotzdem gab es zuletzt deutlich mehr Taliban-Angriffe auf Sicherheitskräfte. Biden-Sieg in Bundesstaat Georgia ist zertifiziert Der Sieg des designierten US-Präsidenten Joe Biden im Bundesstaat Georgia ist jetzt offiziell. Georgias Wahlleiter Brad Raffensperger zertifizierte nach einer Neuauszählung aller Stimmen das Wahlergebnis in dem Südstaat. Biden gewann den traditionell konservativen Bundesstaat mit rund 12.000 Stimmen Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump. Die Wahldokumente werden nun an Georgias Gouverneur Brian Kemp übermittelt. Dieser muss noch besiegeln, dass Georgias 16 Wahlleute an Biden gehen. Wegen des engen Wahlausgangs kann Trumps Wahlkampfteam eine weitere Neuauszählung der Stimmen beantragen. Proteste nach tödlichem Angriff auf Schwarzen in Brasilien Nach dem tödlichen Angriff von Sicherheitsleuten eines Supermarkts auf einen Schwarzen sind in mehreren Städten Brasiliens Menschen gegen Rassismus auf die Straße gegangen. In São Paulo, Brasília und Rio de Janeiro gab es Kundgebungen. Anlass der Proteste ist der Tod eines Schwarzen in Porto Alegre. Zwei Sicherheitsmänner einer Supermarktkette hatten ihn brutal zusammengeschlagen. Eine Passantin hatte die Szene gefilmt. UN wollen Korridore für Hilfslieferungen nach Äthiopien Die UN haben wegen der Kämpfe in Äthiopien humanitäre Korridore zur Unterstützung der Zivilbevölkerung gefordert. "Wir sind sehr besorgt über die Lage in Äthiopien", sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Seit Ausbruch des Konflikts sind mehr als 30.000 Menschen über die Grenze in das Nachbarland Sudan geflüchtet. Guterres warnte vor "dramatischen humanitären Auswirkungen" auch im Sudan. Wo die von den UN geforderten Korridore für humanitäre Hilfslieferungen liegen könnten, sagte er nicht. Deutschland fordert Freilassung ägyptischer Menschenrechtler Nach neuen Festnahmen in Ägypten fordert die Bundesregierung die sofortige Freilassung dreier Menschenrechtsaktivisten. Die Verhaftung der Mitarbeiter der Egyptian Initiative for Personal Rights sei nicht hinnehmbar, sagte Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei der Organisation handele es sich um einen langjährigen Partner des deutschen Außenministeriums. Den Menschenrechtlern, die sich Anfang November mit westlichen Diplomaten getroffen hatten, wird vorgeworfen, Terrorgruppen unterstützt und "Falschinformationen" verbreitet zu haben. Koalition einigt sich grundsätzlich auf Frauenquote in Vorständen Die schwarz-rote Koalition hat sich grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt. In Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern muss demnach künftig ein Mitglied eine Frau sein, teilten Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) mit. Der Kompromiss soll in der kommenden Woche den Koalitionsspitzen zur Entscheidung vorgelegt werden.
Nov 21
6 min
20.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel setzt auf zügige Impfstoff-Zulassung Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen machen Hoffnungen auf eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffes. Merkel rechnet damit schon im Dezember oder - so wörtlich - "sehr schnell nach der Jahreswende", wie sie nach Video-Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte. Die Impfstoffe von Biontec/Pfizer sowie von Moderna könnten, wenn alles problemlos weitergehe, schon in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen, ergänzte von der Leyen. Zudem wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für schnelle Antigen-Tests festlegen. Mehr als 400 Millionen Kinder leben in Konfliktgebieten Fast jedes fünfte Kind auf der Welt wächst laut der Hilfsorganisation Save the Children in einem bewaffneten Konflikt auf. 426 Millionen Mädchen und Jungen waren im vergangenen Jahr von kriegerischer Gewalt in ihrer Umgebung betroffen, wie aus einem aktuellen Bericht der Organisation hervorgeht. Die gefährlichsten Staaten für Kinder waren demnach Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, Irak, Jemen, Mali, Nigeria, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien und die Zentralafrikanische Republik. Save the Children forderte die Staatengemeinschaft auf, den Handel mit Explosivwaffen einzuschränken. Biden gewinnt Neuauszählung in Georgia Der örtliche Wahlleiter hat erneut bestätigt, dass der Demokrat Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl auch in Georgia gewonnen hat. Das habe eine Neuauszählung der Stimmen von Hand ergeben, die wegen des knappen Ergebnisses von den Behörden des US-Bundesstaates angeordnet worden war. Die ursprüngliche maschinelle Stimmauszählung habe den Gewinner der Wahl korrekt wiedergegeben, teilte Wahlleiter Brad Raffensperger mit. Weil Bidens Vorsprung nach wie vor sehr knapp sei, könne US-Präsident Donald Trump jedoch eine erneute Neuauszählung beantragen. Deutschland will Menschen in Äthiopien helfen Wegen der andauernden Kämpfe in der abtrünnigen Region Tigray hat die Bundesregierung Äthiopien weitere fünf Millionen Euro für humanitäre Hilfe zugesagt. Das Geld solle eingesetzt werden, um Menschen zu versorgen, die ihre Häuser verloren haben oder auf der Flucht seien, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Gleichzeitig forderte er einen politischen Reformkurs für Äthiopien. Anfang des Monats hatte sich nach monatelangen Spannungen ein bewaffneter Konflikt zwischen der Regierung und der Volksbefreiungsfront der Region Tigray entzündet. Zehntausende Bewohner sind deshalb auf der Flucht. Stuart erhält Booker-Preis 2020 Der renommierte britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an Douglas Stuart. Der in New York lebende schottische Autor wird für sein Erstlingswerk "Shuggie Bain" geehrt. Darin geht es um einen Jungen, der in den 1980er-Jahren mit seiner verarmten, alkoholabhängigen Mutter in Glasgow lebt. Der Roman sei "gewagt, erschreckend und lebensverändernd", heißt es in der Laudatio der Jury. Wegen der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung an Stuart am Donnerstagabend in London per Videoübertragung statt. Der Booker-Preis ist mit umgerechnet knapp 56.000 Euro dotiert.
Nov 20
6 min
19.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Australien entschuldigt sich für Kriegsverbrechen in Afghanistan Australische Soldaten einer Eliteeinheit haben nach einem Untersuchungsbericht bei ihrem Einsatz in Afghanistan Kriegsverbrechen begangen. Sie hätten mindestens 39 Gefangene oder Zivilisten unrechtmäßig getötet, sagte der Chef der australischen Verteidigungsstreitkräfte Angus Campbell bei der Vorstellung des Berichts in Canberra. Aufgedeckt worden sei so eine beschämende Bilanz einer "egozentrischen Kriegerkultur". Campbell entschuldigte sich im Namen der Streitkräfte bei der afghanischen Bevölkerung und empfahl eine strafrechtliche Verfolgung der Verdächtigen. EU-Parlament bleibt im Streit mit Ungarn und Polen hart Das Europäische Parlament will im Etatstreit mit Polen und Ungarn nicht nachgeben. Parlamentspräsident David Sassoli und die Fraktionsvorsitzenden teilten mit, die Vereinbarungen zum EU-Haushalt und zum Rechtsstaatlichkeitsprinzip könnten unter keinen Umständen wieder aufgeschnürt werden. Warschau und Budapest hatten am Montag ihr Veto gegen das gesamte EU-Haushaltspaket mit 1,8 Billionen Euro eingelegt, das auch den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds beinhaltet. Sie werfen der EU Erpressung vor, da bei Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit EU-Hilfen gekürzt werden sollen. Außenminister verurteilen Chinas Vorgehen in Hongkong Die USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland zeigen sich sehr besorgt über die Einmischung Chinas in die Politik Hongkongs. Mit dem Ausschluss von vier demokratischen Abgeordneten aus dem Stadtparlament ohne Gerichtsverfahren sollten anscheinend kritische Stimmen in der chinesischen Sonderverwaltungszone zum Schweigen gebracht werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Länder. Die Außenminister der fünf Staaten forderten die chinesischen Zentralbehörden nachdrücklich auf, die Mitglieder des Legislativrates unverzüglich wieder einzusetzen. Menschenrechtler werfen Saudi-Arabien Täuschung vor Wenige Tage vor dem virtuellen G20-Gipfel unter Vorsitz Saudi-Arabiens warnen Menschenrechtler vor einem vorgetäuschten Reformwillen der Regierung in Riad. Es gebe keinen wirklichen Willen zur Veränderung in der Herrscherfamilie, erklärte Chalid Ibrahim, Direktor des Gulf Center for Human Rights. Nach seinen Erkenntnissen gibt es nach wie vor Tausende politische Häftlinge in der Monarchie am Golf. Ähnlich bewertet Amnesty International die Lage. Die Saudis präsentierten eine vermeintliche Reformagenda, um deutlich zu machen, dass der Wüstenstaat der Wirtschaft offenstehe, erklärte Amnesty. Trump strengt teilweise Neuauszählung in Wisconsin an Donald Trump will bei seinem Versuch, das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl zu kippen, auch einen Teil der Stimmen im Bundesstaat Wisconsin neu auszählen lassen. Hierfür habe das Wahlkampfteam des Präsidenten einen Betrag von drei Millionen Dollar überwiesen, teilte die Wahlkommission des Bundesstaates mit. Da der Vorsprung des Demokraten Joe Biden hier deutlich mehr als 0,25 Prozentpunkte beträgt, muss das Trump-Team die Auszählung bezahlen. In Pennsylvania geht der Streit um den knappen Wahlausgang vor das Oberste Gericht des Staates.
Nov 19
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18.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA reduzieren Truppen in Afghanistan und im Irak Präsident Donald Trump hat kurz vor dem Ende seiner Amtszeit den Abzug weiterer US-Truppen aus Afghanistan und dem Irak angeordnet. Bis zum 15. Januar werde die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf jeweils etwa 2500 Mann reduziert, teilte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller mit. Damit träten die USA in eine neue Phase im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, sagte er weiter. Der Teilabzug würde damit unmittelbar vor der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden umgesetzt. Seine Vereidigung ist für den 20. Januar geplant. Trump feuert Chef der Cybersicherheitsagentur Zwei Wochen nach der US-Präsidentschaftswahl hat der abgewählte Amtsinhaber Donald Trump den Chef der Cybersicherheitsbehörde gefeuert, nachdem dieser den Behauptungen des Präsidenten über Wahlbetrug widersprochen hatte. Christopher Krebs sei "mit sofortiger Wirkung entlassen", twitterte Trump. Die dem Heimatschutzministerium unterstellte Regierungsbehörde hatte am Donnerstag die Abstimmung am 3. November als "die sicherste in der Geschichte der USA" bezeichnet. Trump weigert sich nach wie vor, seine Niederlage gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden einzugestehen. Weitere Milliarden für die Autobranche Eine neue Milliardenspritze des Bundes soll die deutsche Autoindustrie durch die Corona-Krise tragen und den Wandel zu klimaschonenderen Fahrzeugen beschleunigen. Insgesamt sind drei Milliarden Euro zusätzlich vorgesehen, wie die Bundesregierung nach einem Spitzengespräch von Kanzlerin Angela Merkel mit Branchenvertretern mitteilte. Unter anderem werden die erhöhten Kaufanreize für Elektroautos bis Ende 2025 verlängert. Ein Abwrackprogramm soll den Austausch alter Lkw gegen sauberere Laster fördern. Umweltschützer kritisierten die Vorhaben. Bundestag stimmt über weitere Corona-Änderungen ab Bundestag und Bundesrat werden an diesem Mittwoch über weitere Änderungen am Infektionsschutzgesetz abstimmen. Es geht um die rechtlichen Grundlagen für die Corona-Maßnahmen. So soll ein neuer Paragraf 28a in das Gesetz eingefügt werden, der im Detail auflistet, welche Schutzmaßnahmen von Landesregierungen und zuständigen Behörden verordnet werden können. Das sind etwa Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebote, eine Maskenpflicht oder die Schließung von Restaurants. Opposition, Wirtschaftsverbände und Juristen sehen zu starke Eingriffe in die Grundrechte. Corona-Gegner kündigten Proteste an. Palästinenser kooperieren wieder mit Israel Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Israel angekündigt. Man werde den Kontakt zu den Israelis zu finanziellen, gesundheitlichen und politischen Angelegenheiten wieder aufnehmen, teilte Ministerpräsident Mohammed Schtaje in Ramallah mit. Israel habe in einem Schreiben zugesichert, sich an alle Abkommen zu halten. Im Mai hatte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas aus Verärgerung über israelische Annexionspläne im besetzten Westjordanland alle Abmachungen mit der Regierung von Benjamin Netanjahu und den USA aufgekündigt. Nach Hurrikan "Eta" wütet nun "Iota" in Mittelamerika Rund zwei Wochen nach dem verheerenden Hurrikan "Eta" hat ein zweiter gefährlicher Sturm Teile Mittelamerikas verwüstet. Als Hurrikan der Kategorie vier traf "Iota" in Nicaragua auf Land. Landeinwärts schwächte er sich zu einem Tropensturm ab, richtete aber große Schäden an. In Nicaragua kamen sechs Menschen ums Leben. Zwei Menschen starben auf dem kolumbianischen Archipel San Andrés, Providencia y Santa Catalina. Aus Panama wurde eine Tote gemeldet. Es gab überflutete Wohngebiete und zerstörte Brücken. In Nicaragua und Honduras brachten die Behörden mehr als 60.000 Menschen in Sicherheit. Historisches Debakel: DFB-Team wird von Spanien gedemütigt und vorgeführt Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den Gruppensieg in der Nations League und damit das Finalturnier im Oktober 2021 nach einem Debakel verpasst. Im Duell der Ex-Weltmeister unterlag das völlig chancenlose Team von Bundestrainer Joachim Löw Spanien in Sevilla mit 0 : 6. Für die DFB-Auswahl war es die erste Pleite nach zwölf Spielen ohne Niederlage. Zugleich kassierte sie die höchste Niederlage seit mehr als 89 Jahren. Ein 0 : 6 gab es zuletzt 1931 in Berlin gegen Österreich. Es war auch die krachendste Niederlage in 189 Länderspielen in der Amtszeit von Joachim Löw.
Nov 18
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17.11.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland sinkt nur leicht In Deutschland verharrt das Corona-Infektionsgeschehen auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag 14.419 neue Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus binnen 24 Stunden. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 267 auf mehr als 12.000. Am Vortag hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder nicht auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einigen können. Sie riefen die Bürger aber dazu auf, private Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Biden befürchtet weitere Corona-Tote wegen Trumps Blockade Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat Amtsinhaber Donald Trump nochmals eindringlich aufgefordert, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten. Es könnten noch mehr Menschen sterben, "wenn wir uns nicht koordinieren", sagte Biden in seiner Heimatstadt Wilmington mit Blick auf die Corona-Pandemie. So müsse bereits jetzt geplant werden, wie ein künftiger Impfstoff gegen das Coronavirus verteilt werde. Trump weigert sich nach wie vor, seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl einzugestehen. Seine Regierung leitete deswegen auch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Amtsübergabe ein. Österreich wieder im vollen Corona-Lockdown Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren. Von diesem Dienstag an bis zum 6. Dezember gilt ein harter Lockdown. Die knapp neun Millionen Bürger dürfen - wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr - Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen verlassen, beispielsweise zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, Arztbesuche oder auch zum Spazierengehen oder Joggen. Fast alle Geschäfte sind zu. Nur Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken sind geöffnet. Peru hat neuen Präsidenten In Peru soll der frühere Weltbank-Beamte Francisco Sagasti das Land aus der schweren politischen Krise führen. Die Abgeordneten des Kongresses wählten den 76-jährigen gelernten Ingenieur zum Parlamentspräsidenten. Dieser wird nach der Verfassung automatisch Staatsoberhaupt, wenn das Präsidentenamt unbesetzt ist. Sagasti ist der dritte Präsident des südamerikanischen Landes innerhalb einer Woche. Sein Vorgänger Manuel Merino, der das Amt nur wenige Tage innehatte, war am Sonntag zurückgetreten. Bei heftigen Protesten gegen ihn waren zuvor zwei Menschen getötet worden. Oxfam: G20-Staaten befeuern Jemen-Krieg Wenige Tage vor dem virtuellen G20-Gipfel unter Vorsitz Saudi-Arabiens hat die Hilfsorganisation Oxfam die Rüstungsexporte in den autoritär regierten Wüstenstaat kritisiert. Seit dem Eintritt Saudi-Arabiens in den Krieg im Jemen 2015 hätten die führenden Industrie- und Schwellenländer Waffen im Wert von mehr als 17 Milliarden US-Dollar nach Saudi-Arabien exportiert. Die Summe sei das Dreifache dessen, was die G20-Staaten aufbrächten, um im Jemen humanitäre Hilfe zu leisten. Deutschland kommt laut Oxfam mit knapp 842 Millionen US-Dollar auf einen der vordersten Plätze bei den Geberstaaten für humanitäre Hilfe. SpaceX-Kapsel dockt an Internationaler Raumstation an Eine Raumkapsel des US-Unternehmens SpaceX hat nach 27-stündigem Flug an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Wie auf Live-Bildern zu sehen war, verlief der Vorgang planmäßig. Sechs Monate nach dem historischen Testflug einer "Crew Dragon"-Raumkapsel hatte SpaceX am Sonntag vier Astronauten für die erste Langzeitmission zur ISS geschickt. Seit die NASA 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt hatte, waren die USA auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Mit der Mission bringt sich nun die Firma von Tesla-Chef Elon Musk als US-Marktführer in der Raumfahrt in Stellung. Verdächtige für Kunstraub im Grünen Gewölbe festgenommen Knapp ein Jahr nach dem spektakulären Kunstraub im Dresdner Grünen Gewölbe hat die Polizei im Rahmen einer Großrazzia in Berlin drei Tatverdächtige festgenommen. Diese sollen noch im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Auf der Suche nach gestohlenen Kunstschätzen und Beweismitteln durchsuchte die Polizei laut der "Bild"-Zeitung seit dem Morgen 18 Objekte in Berlin. Bei dem Kunstraub im November 2019 in Dresden stahlen die Täter aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe Kunstschätze von kaum messbarem Wert.
Nov 17
10 min
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