Show notes
Wanda Kuchwalek war die erste und - soweit bekannt - einzige Zuhälterin Wiens. Sie ist dabei aber keinesfalls weniger brutal vorgegangen als ihre männlichen Kollegen: Sie hat Frauen misshandelt und Sexarbeiterinnen ausgebeutet. Trotzdem war die Öffentlichkeit fasziniert von ihr - Dank ihrer "goscherten" Auftritte vor Gericht. Und, da sie bereits vor mehr als 40 Jahren offen homosexuell lebte.Heute wird Wanda Kuchwalek in der Popkultur teilweise verklärt. Die bekannte Wiener Indie-Rockband "Wanda" hat sich beispielsweise nach Wanda Kuchwalek benannt. Autor und Subkultur-Experte Clemens Marschall hat ein Buch über die "wilde Wanda" geschrieben, das gerade erschienen ist. Er räumt mit der Romantisierung von Kuchwalek auf – erzählt aber auch von den teilweise traumatischen Lebensumständen, durch die sie wurde, wer sie war.

