Show notes
Wir sprachen mit Essy (@casheeew) über das spannende Dasein einer AdministratorinnenUnser Gast (00:00:00)Essy podcastet sonst bei der Nerdkunde: http://nerdkun.deHat mal "Bindestrichinformatik" studiert und macht nun ihren berufsbegleitenden Master an der FH-KölnMaster Studium WebScience an der FH Köln: http://webscience.fh-koeln.de/live/Basti und Dirk haben an der FH Köln auch ihren Master gemacht: http://www.medieninformatik.fh-koeln.de/website/general/startseite/startseite527/de/destartseitearticl1.phpEs gibt eine gewisse Deckungsgleichheit bei den Dozenten ^^Vorlesungen finden abends via Webcam stattFokus (noch) auf Theorie, weniger ImplementierungAlle Klausuren (~8) sind an einem WochenendeWeiterempfehlungsgrad von WebScience: Kommt drauf an was man möchte ;-)Deployment über Netzwerkfreigabe (00:10:44)In GST029 (http://geekstammtisch.de/#GST029) haben wir über Java-Entwicklung und Betrieb gesprochen, dabei viel der Begriff JBossUnd Essy setzt sich beruflich mit dem Betrieb von Anwendungen auf dem JBoss auseinanderEssy arbeitet bei einem großen Rechenzentrum in KölnBetrieben werden dort die unterschiedlichsten Anwendungen (vor allem auch große Anwendungen mit vielen Abhängigkeiten)Herausforderungen: Leben mit komplexeren Prozessen als bei einem Fancy-Web-Startup™Deployment für den JBoss läuft zum Beispiel so ab:Kunde legt Auszug aus seinem JBoss inkl. aller Konfigurationen auf einer Netzwerkfreigabe abEssy sucht Änderungen zwischen altem und neuem Stand herausÄnderungen werden auf allen Systemen eingespieltKlingt umständlich und ist es auch, daher der Plan: Verwendung von Puppet: http://puppetlabs.com/Trotz der Strukturen und Prozesse ist es Essy und ihren Kollegen überlassen welche Tools intern verwendet werden, solange das Ergebnis am Ende passtWarum mit Puppet? Die nächste Version des Red Hat Enterprise Satellite Server (http://de.redhat.com/products/enterprise-linux/satellite/) setzt auf Puppet auf, daher war hier der Wunsch Puppet auch für weitere Bereiche einzusetzenServer, Monitoring & Bereitschaft (00:26:00)Essy verantwortet den vollständigen ServerDie Maschine wird lediglich von einem anderen Team bereitgestellt und übergebenNeben Maschinen für Kunden gibt es auch Maschinen für Forschung & EntwicklungBasis-Monitoring (Erreichbarkeit, Plattenfüllstand, etc) kommt mit dem Server mitWeiteres Monitoring lässt sich dann hinzufügenMonitoring läuft über Icinga (https://www.icinga.org/), einem Nagios (http://www.nagios.org/) AblegerEs gibt natürlich auch eine 24x7 Bereitschaft (in der nicht alle Server enthalten sind)Folge ist: Systeme werden so redundant und solide aufgesetzt, dass man Nachts nicht angerufen wirdDas bedeutet auch, dass man Bereitschaft für Systeme machen muss, die man in der Regel nicht selbst betreutDafür existiert dann entsprechende Dokumentation, die regelmäßig kontrolliert und auditiert wirdSoftwarelandschaft (00:35:48)Unterschiedlichste Versionsstände von (beispielsweise) Java (von alt bis ganz neu)JBoss wird nicht in der Community-Variante verwendet, sondern in der kommerziell unterstütztenDie Open-Source Variante wird auch nicht mehr JBoss heißen, sondern WildFly (https://github.com/wildfly/wildfly)Kostet nicht unerheblich, aber weniger im Vergleich zu anderen ProduktenSupport lohnt sich und wurde von Essy auch immer mal wieder in Anspruch genommenAls Dienstleister hat mal im Grunde keine andere Wahl als den kommerziellen Support sowohl von Red Hat Linux als auch JBoss zu nehmenAus diesem Grund wird Ruby 1.8.7 auch immer noch von Red Hat gepflegtWas dann natürlich zu anderen Problemen führt ^^Virtualisierung (00:40:40)Ein Großteil der Server laufen auf VMWare ESX Virtualisierung:Der ESX-Hypervisor läuft direkt auf dem Server ohne weiteres Betriebssytem (https://en.wikipedia.org/wiki/VMware_ESX)VMware (http://www.vmware.com/de)VMware vSphere (http://www.vmware.com/de/products/vsphere)VMware vCenter zum Verwalten/Clustern von mehreren VMware ESX Servern mit DRS (Dynamic Resource Scheduling) und HA (High Availability)(http://www.vmware.com/de/products/vcenter-server)Einige Dinge machen virtualisiert einfach keinen Sinn (manchmal auch aus Lizenzgründen…)Virtualisierung ist auf diesem Niveau schon sehr spaßig: Einfach mal laufende Server per Mausklick auf andere Hardware ziehenFür ein Rechenzentrum extrem sinnvollProzesszertifizierung, Support und Monitoring der Kaffeemaschinen (00:44:35)Zertifizierung ist für einen Betreiber eines Rechenzentrums sehr wichtigDie ISO in diesem Fall ist die 27001 (http://de.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_27001)In diesem Zuge werden vor allem organisatorische Aspekte geprüftNeben der Dokumentation der Prozesse werden aber auch Gespräche mit Mitarbeitern geführt und exemplarisch Server betrachtetDas Audit findet jährlich stattPentesting (http://de.wikipedia.org/wiki/Penetrationstest_(Informatik)) ist nicht Teil der ZertifizierungGlücklicherweise keine PCI Zertifizierung (http://de.wikipedia.org/wiki/PaymentCardIndustryDataSecurity_Standard)Bei der Vielzahl von Kunden und Projekten lassen sich umfangreiche Prozesse am Ende aber nicht vermeidenDas Maximum an Projekten, die man so übernimmt varriert und hängt von der Komplexität der jeweiligen Projekte abEssy macht glücklicherweise kaum bis keinen Support (:Der Rest des Teams macht aber durchaus auch mehr 2nd-Level Support2nd-Level Support hat keinen unmittelbaren Kontakt mit dem KundenInhouse Servicecenter für den First Level Support, wenn das nicht reicht, landen die Tickets im Team im Second Level SupportÄrzte schrauben ganz gerne mal selbst an PCs rum und mailen an alle über den MailverteilerBasti hat mal in einer Firma die Druckerlandschaft mitkonfiguriert, globales Auslesen von über SNMP von Tonerfüllständen mit Abgleich auf den Lagerbestand und ggf. direkte automatisierte Bestellung beim HändlerDrucker sind natürlich auch im Icinga ;-) Telefone allerdings nicht mehrIcinga hört immer dort auf, wo es spezialisierte Tools der jeweilgen Produkte gibtJBoss Operation Network (http://de.redhat.com/products/jbossenterprisemiddleware/operations-network/)Ungelöstes Problem: Monitoring und Alerting der KaffeemaschinenK-Fälle (01:02:35)K-Fälle wie KatastrophenfälleRedundanz bedeutet in diesem Fall auch, dass ein Rechenzentrum wegbrechen kannFür diesen Fall werden unterschiedliche Szenarien durchgespielt, um Lücken im System zu entdeckenESX-Cluster werden inkl. Storage zwischen den Rechenzentren gespiegelt und im Hot-Standby gehaltenDafür braucht man dann allerdings auch entsprechend BandbreiteWir vermuten, dass Darkfibers in Köln zu bekommen kein Problem sein solltenDiese hohe Ausfallsicherheit lohnt sich erst für Projekte/System ab einem gewissen Grad, vorher macht es finanziell einfach keinen SinnFinanziell bedeutet in diesem Fall weniger Hardware, sondern vor allem Personal, Organisation und ProzessResultat ist in jedem Fall die Einbüßung von FlexibilitätHohe Anhängigkeiten zwischen verschiedenen TeamsDeployment, Koordination (01:10:30)Produktmanager koordinieren zwischen Kunde, externer Entwicklung und InfrastrukturEs gibt komplexe Abhängigkeiten zwischen verschiedenen System (sowohl in Hard- als auch Software)Zero-Downtime Deployments werden angestrebt, aber sind nicht immer möglichVor Deployments: Wöchentliche Meetings von Teams zur KoordinationTooling (01:16:00)Excel ist ein wichtiges Werkzeug hust, soll aber langsam abgelöst werdenConfluence ist seit neustem im Einsatz (https://www.atlassian.com/de/software/confluence)OwnCloud (http://owncloud.org/) ist auch hinzugekommengit, Gitlab, Stash, Github Enterprise (01:18:35)bisher SVN: https://subversion.apache.org/aber Essy hat Gitlab aufgesetzt: https://www.gitlab.com/Wir erzählen Essy von Stash: https://www.atlassian.com/software/stashIntegration in Confluence & CoBetrieb macht man selber (wie bei GHE), für hosted nimmt man dann Bitbucket https://bitbucket.org/Ja, Github kann auch SVN sprechen!Github Enterprise: https://enterprise.github.com/Administration und Automatisierung (01:25:00)Turnschuh-Administration: Monkey see, Monkey do!Automatisierung ist nicht for-free und ein anhaltender Prozess"Läuft's noch oder automatisierst du schon?" (@bascht)Backups (01:28:20)Regelmäßig machen, lang genug aufbewahren UNDRestore testen!Bei Essys Arbeitgeber gibt es dazu ein dediziertes Backup Teamvon VMs werden Snapshots erstellt und gesichertRestore ist ein InformationssicherheitsvorfallChaos Monkey (01:32:20)Wir fragen Essy, was mit dem Testen von Infrastruktur istChaos Monkey bei Netflix (http://techblog.netflix.com/2012/07/chaos-monkey-released-into-wild.html)Chaos Gorilla macht ganze AWS Availability Zones ausMehr Monkeys… Latency Monkey, Conformity Monkey, Doctor Monkey, Janitor Monkey, Security Monkey, 10-18 Monkey: http://techblog.netflix.com/2011/07/netflix-simian-army.htmlEssy sagt, das sei im VMware Land (auch) möglichIPv6 (01:38:05)Bei Essy noch kein IPv6IPv6 CRE: http://cre.fm/cre197-ipv6Verschiedenes (01:38:30)es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen den TeamsActiveDirectory: https://en.wikipedia.org/wiki/Active_DirectoryTelearbeit (01:45:00)Essy hat einen (Windows) Arbeitsrechner und darf mit ihrem Mac Book nicht ins FirmennetzWPA2: https://en.wikipedia.org/wiki/Wi-FiProtectedAccessRemote Zugang via Citrix, dann via Remote Desktop (RDP) zum Arbeitsrechner und von da aus zu den ServernProblem dabei: Keyboard Shortcuts funktionieren wegen dem hin- und hermapping nicht so richtigEssy kann Heimarbeit machen, sofern es keine Notwendigkeit gibt, Vorort zu arbeitenHomesetup (01:53:55)Essy hat drei Displays (sowohl zuhause als auch auf der Arbeit) und sich kürzlich neue Hardware für einen Desktop Rechner gekauftDirk und Basti haben schon EWIG keinen Rechner mehr komplett aus Einzelteilen gebautAbschluß (01:59:15)Es gibt wohl Führungen durch ein Vorzeigerechenzentrum!Girls'Day: http://www.girls-day.de/

