Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL103 Sigmund Freud "Das Unbewußte" 1915: Denken, Fühlen, Unbewusstes (Bewusstsein 1)
49 minutes Posted May 7, 2026 at 4:40 am.
Eigentlich der Anfang
Das Thema der Episode
Neuropsychoanalyse, Freud, Solms, Friston
Sigmund Freud als Nervenarzt
Das Unbewußte, 1915, Sigmund Freud
Die Black Box im Behaviorismus und bei Freud
Mark Solms und die Neuropsychoanalyse
Was lässt sich 100 Jahre später noch halten?
Die Psyche kommt mehr ins Spiel
Rolle der Emotionen beim Bewusstwerden
Gehirn der Lokalitäten und der Verbindungen
Michael Levin, Morphologie und Elektrizität
Freuds Versuch dynamische Prozesse als Neuronenenergie zu fassen
Psychoanalyse als Folge mangelnder Messinstrumente
Neurologie-Wissenschaft über Wahrnehmung und Spekulation
Karl Popper und der Falsifikationismus
Neurologisch-topische Diagnostik
Das Unbewußte 1915
Der Cortex macht das meiste unbewusst
Blindsight - Blindsehen
Erinnerung trotz Amnesie
Emotionen, Affekte und Bewusstsein
Von Freud zu Mark Solms und die Neuropsychoanalyse
Wo entsteht das Bewusstsein? Freud: Cortex
Psychoanalyse und Behaviorismus
Unconscious = unbewusst oder bewusstlos???!
Eigentlich der Schluss
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Show notes
Dies ist die Auftaktfolge einer kleinen Reihe über Psychoanalyse, Emotionen, Denken und die Frage, wie Bewusstsein entsteht. Erzählt vor dem Hintergrund neurophysiologischer Forschung, und insbesondere der "Neuropsychoanalyse". Unsere gedankliche Tour beginnt im Berliner Bergmannkiez, in der SOLMStraße. Zufall? Synchronizität? You decide: Mark Solms, südafrikanischer Neurowissenschaftler, Psychiater und Psychoanalytiker, hat den Begriff "Neuropsychoanalysis" 1999 mit der Gründung der gleichnamigen Zeitschrift geprägt. Ihm werden wir in der zweiten Episode wieder begegnen, ebenso wie Jaak Panksepp, dessen Buch "Affective Neuroscience" den roten Faden dieser Reihe liefert: die zentrale Rolle von Emotionen in evolutionär älteren Hirnregionen für das bewusste Erleben. In dieser ersten Folge wenden wir uns jedoch einem früheren Kapitel zu: den Arbeiten von Sigmund Freud, dem "Nervenarzt". Lange vor der Ausformulierung der Psychoanalyse veröffentlichte Freud 1891 eine Studie zur Aphasie und entwarf 1895 ein Modell, das Neuronen, Ladungszustände und "psychische Energie" zusammenzudenken versuchte. Sein Versuch, seelische Prozesse biologisch zu fundieren, ein Ansatz den er bald wieder aufgab. Weniger aus Überzeugung, als methodischer Ernüchterung: Die Neurowissenschaft Ende des 19ten Jahrhunderts hatte nicht die Mittel, eine "Psyche" adäquat zu erfassen. Und doch blieb eine Annahme prägend: Freud verstand den Cortex als zentralen Ort des Bewusstseins. Von hier aus entwickelte er seine Unterscheidung zwischen bewussten und unbewussten Prozessen, ein Gedanke, den wir ausgehend von seinem Text "Das Unbewußte" von 1915 nachzeichnen. In den kommenden ein oder zwei Episoden führt die Spur direkt in die Gegenwart: zur Neuropsychoanalyse, insbesondere zu Mark Solms, die das Bewusstsein nicht primär im Cortex verortet, sondern in subkortikalen Arousal-Systemen und affektiven Prozessen. In dieser Perspektive sind Emotionen nicht cortikale Produkte, sondern notwendige und hinreichende Bedingung für Bewusstsein.