Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL096 Was ist NARM? Therapie von Entwicklungstrauma durch Kontakt, Selbstwirksamkeit und Beziehung (mit Anne Piotrowski)
46 minutes Posted Jan 29, 2026 at 5:15 am.
Eigentlich der Anfang
NARM Neuro-Affektives-Relationales Modell
Trauma 1 und 2, interpersonell und extern
Entwicklungs- und Bindungsstraumata
Affektiv: Emotionen bei NARM
Modell: keine manualisierte Therapie
Hier und Jetzt, Gestalttherapie und NARM
Die Gegenwart vor dem Hintergrund der Vergangenheit
Wie Neues im Kontakt entstehen kann
Diagnostik im Erstgespräch?
Mitgestaltung: Was sind die Wünsche für die Therapie?
Clarifying Contract: NARM-Säule 1
Die 4 Säulen bei NARM
Verantwortung übernehmen: response ability
Agency: NARM-Säule 3
Emotionalität und Jazz statt Partitur
Exploratory Questions: NARM-Säule 2
Reflecting and Anchoring: NARM-Säule 4
Das Somatische bei NARM
Spiritualität in der therapeutischen Arbeit
Nähe und Distanz im therapeutischen Blick
Meditation, Stille und Sprachlosigkeit
Gegenwartsunbewusstes: Vergangenheit im Hier und Jetzt
Trauma und Leichtigkeit
Eigentlich der Schluss
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Show notes
An einem schneereichen Abend nach Silvester trifft Micz die Gestalt- und NARM-Therapeutin Anne Piotrowski, um mehr über die therapeutische Arbeit mit dem NeuroAffective Relational Model (NARM®) zu erfahren. Dieser traumatherapeutische Ansatz, begründet durch Laurence Heller, zverbindet unter anderem auch gestalttherapeutische und psychodynamische Ansätze mit modernen neurobiologischen und relationalen Perspektiven. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass komplexe und Entwicklungstraumata nicht allein als gespeichertes Ereignis verstanden werden kann, sondern sich als fortlaufendes Muster in Affektregulation, Selbstwahrnehmung und Beziehungsgestaltung ausdrückt. In der Tradition der Gestalttherapie übernimmt NARM den Fokus auf Gegenwärtigkeit, Kontakt und phänomenologische Wahrnehmung, während aus der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie insbesondere das Verständnis unbewusster Beziehungsmuster, innerer Konflikte und struktureller Anpassungen einfließt. Diese Stränge werden ergänzt durch Bindungstheorie, Entwicklungspsychologie und Neurobiologie. Im Zentrum des Ansatzes steht die Unterscheidung zwischen frühen Überlebensstrategien und den darunterliegenden Entwicklungsbedürfnissen nach Verbindung, Autonomie und Selbstwirksamkeit. Statt retraumatisierender Konfrontation liegt der Schwerpunkt auf der bewussten Erforschung jener Strategien, die einst Schutz boten und heute Entwicklung begrenzen. Die therapeutische Arbeit zielt darauf, im Hier und Jetzt neue Wahlmöglichkeiten zu eröffnen und so die Wiederherstellung von innerer Kohärenz, lebendigem Kontakt und relationaler Flexibilität zu unterstützen.