Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL094 One Battle After Another oder die permanente Verfolgung
1 hour 16 minutes Posted Jan 1, 2026 at 5:15 am.
Klatschen und los
Wir sprechen über Paul Thomas Andersons Film „One Battle After Another“ (OBAA)
Paul Thomas Anderson
Zur Romanvorlage „Vineland“ von Thomas Pynchon
Roman- und Filmvergleich: 24fps und French 75
Postmoderne Erzählweise
Was ist der „Battle“ im Titel?
Zur Produktion und zu den Schauspieler:innen des Films
Verrat an der Gruppe
Zeitsprung: 18 Jahre später
Im Kern eigentlich ein Roadmovie
Die Flucht beginnt
Gelegentlich …
Der Showdown beginnt
Die Hügelstraßen als topographischen Klimax des Films
Epilog mit Happy End
Gibt es etwas, das der Film uns sagen will?
Ist OBAA ein politischer Film?
Technische und erzählerische Komposition
Micz’ Resümee nach dem Film
Mehr Heldenreise geht nicht
Noch einmal zur Dekonstruktion von Erzählungen in der Postmoderne
Micz konnte seiner Empörung Ausdruck verleihen
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Show notes
Noch eine Folge aus unserem Podcast-Retreat Anfang Dezember im Berliner Umland. Wir laufen über den Weihnachtsmarkt von Werneuchen und sprechen über „One Battle After Another“ (OBAA) von Paul Thomas Anderson (PTA). Anderson war schon mehrfach ein Thema in unserem Podcast. So hat Flo in seiner Reihe „Filme aus den Neunzigern“ Andersons Episodenfilm „Magnolia“ von 1999 ausführlich besprochen. OBAA ist Andersons teuerster, aber zugleich auch sein wirtschaftlich erfolgreichster Film. Allein für die Hauptrolle erhielt Leonardo DiCaprio seine „übliche“ Gage von 20 Millionen Dollar. Mit OBAA adaptiert PTA wieder einmal ein Pynchon-Werk für die Leinwand. „Vineland“ von 1990 ist ein Roman des Autors, der als vergleichsweise lesbar und weniger hermetisch gilt. Thomas Pynchon gilt als großer Vertreter der postmodernen Erzählung. In seinen Romanen entfaltet er ein dichtes Labyrinth paralleler Erzählstränge, die er sehr bildreich, fast enzyklopädisch ausschmückt. Diese Fäden verweigern sich teilweise bewusst einer Auflösung, indem sie in antiklimaktische Sackgassen münden, um die vergebliche Suche nach einem allumfassenden Muster zu thematisieren. Micz mag den Roman „Vineland“ sehr, war jedoch nach seinem Kinobesuch von OBAA etwas „empört“. Wir gehen in unserem Gespräch den kompletten Film durch und der Empörung von Micz auf den Grund. Flo ist vor allem von der kinematografischen Kraft des Films beeindruckt. Über 80% des Materials wurde analog im 35-mm-Format VistaVision gedreht. Der Film trägt auch viele Merkmale eines klassischen Roadmovies – einem Genre, dem wir ebenfalls eine Filmreihe in unserem Podcast gewidmet haben. Der klimaktische Höhepunkt wird topografisch auf den Hügelstraßen in der Wüste ausgetragen und bekommt die erzählerische Wucht eines Films von Hitchcock. Doch so recht möchte sich Micz nicht von der Brillanz des Films überzeugen lassen. Ihm sind die Figuren zu flach und schon nach dem ersten Auftauchen auserzählt. Wir kommen mit dieser Episode etwas unentschlossen am dunklen Ufer des Seefelder Haussees zum Ende und versuchen wenigstens noch, ein atmosphärisches Foto zu hinzubekommen.