Eigentlich Podcast
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Micz & Flo
EGL076 Abide with Me: Entstehung, Bedeutung und Vermächtnis von H. F. Lytes bekanntester Hymne
53 minutes Posted Apr 24, 2025 at 4:35 am.
Eigentlich Einleitung
Das Thema dieser Folge
Mosaik der Kirche am Lausi
"Herr bleibe bei uns denn es will Abend werden"
Ostern, Karfreitag, Ostersonntag und -montag
Zwei Jünger gehen nach Emmaus
Sie erkennen Jesus nicht
Die Jünger laden Jesus ein zu bleiben
Jesus bricht das Brot, sie erkennen ihn
"Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt."
Flo ist wider Erwarten bibelfest
Tour: Krater im Görlitzer Park
Junikäfer beim letzten Mal
"Abide with us" in der King James Bibel
"Abide with me" von Henry Francis Lyte
Persönlicher Bezug, wir proben für eine Beerdigung
Mitte 19. Jahrhundert in England
Dread, Drood, Dracula
Biografie Henry Francis Lyte
William Henry Monk komponiert 1861 "Eventide"
Abide with Me: Die ersten beiden Stophen
Trauer und Religion
Emergenz und Emotionen
Chor: widersprüchliche Emotionen gleichzeitig
Zeitliche Einordnung H.F.Lyte
Frühe Kindheit von H.F.Lyte
Schulzeit und Stipendium am Trinity College von H.F.Lyte
Ordination und frühe Stationen von H.F.Lyte
Hochzeit mit Anne Maxwell 1818
Lungenkrank - Reisen in den Süden
Hyperion, Keats, Dan Simmons
Schicksalsschlag und spirituelle Wende
Tour: Sackgassen
Abide with Me in erster Fassung?
Micz vermeidet Emotionen mit Fakten
Tod in Nizza 20.11.1847
Tour: Kirche oder Wasserwerk?
Abide with Me auf Beerdigungen
Interpretation der Melodie
Micz singt und reflektiert die erste Strophe
Beatles von Lyte inspiriert?
Glück und Trauer gleichzeitig
Kreuzigung und Auferstehung, Leid und Freude
"Drowning by Numbers" Peter Greenaway
Morbidität, Hyperion, Drood
"Better to burn out than to fade away"
"Better to wear out than to rust out"
"Help" von den Beatles
Eigentlich Schluss A
Software zum Notensetzen
Eigentlich Schluss B
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Show notes
In dieser Episode befassen wir uns mit dem schottisch-irischen anglikanischen Geistlichen, Dichter und Hymnenschreiber Henry Francis Lyte (1793–1847). Micz hat dieses Thema gewählt, weil er für die Beerdigung einer Kollegin und guten Freundin mit anderen „Abide with Me“ singt und einstudiert. (Ab ca. Minute 39 singt Micz die erste Strophe von „Abide with Me“ und interpretiert Text und Melodie.) Wir arbeiten uns anfangs durch viele Daten, Fakten und Zitate zum Leben, Glauben und Schaffen von Lyte. Dass Micz mit dieser Fülle an Fakten seine Emotionen der Trauer und Melancholie verdrängt, entdeckt Flo – der alte Psychotherapeut – bevor Micz draufkommt (ca. Minute 34, den Abwehrmechanismus könnten wir als Intellektualisierung oder Sublimierung benennen). Henry Francis Lyte wurde besonders bekannt durch seine Hymne „Abide with Me“, die er kurz vor seinem Tod 1847 verfasste. Lytes Kindheit war von familiären Umbrüchen und frühen Trennungen überschattet. Nach der Trennung seiner Eltern verließen diese ihn, und er lebte ab dem neunten Lebensjahr als Waise. Bereits in jungen Jahren begann Lyte, Gedichte zu schreiben, und zeigte außergewöhnliche sprachliche und geistige Begabung. Nach seinem Theologiestudium in Dublin und Cambridge trat Lyte in den kirchlichen Dienst ein und wirkte in mehreren Gemeinden, zuletzt über zwei Jahrzehnte lang in Brixham, Devon. Ein prägendes spirituelles Erlebnis am Sterbebett eines Mitbruders führte zu einer Vertiefung seines Glaubens und prägte seine spätere Theologie. Gesundheitlich war Lyte seit jungen Jahren angeschlagen. Seine Tuberkulose zwang ihn immer wieder zu Aufenthalten in wärmerem Klima – unter anderem in Südfrankreich und Italien. Er starb 1847 in Nizza, zuvor hatte er die letzte Version und Anmerkungen zu „Abide with Me“ nach England geschickt. Die Hymne vereint Lytes persönliche Glaubensgewissheit mit dem Wunsch göttlicher Nähe im Angesicht des Todes. Die Hymne wurde überkonfessionell bekannt, bei königlichen und staatlichen Trauerfeiern sowie Sportveranstaltungen gesungen und gehört bis heute zu den meistgeschätzten Kirchenliedern im englischsprachigen Raum. Schließlich finden wir noch zwei popkulturelle Referenzen, die von Lyte inspiriert scheinen: „Help“ von den Beatles und „Hey Hey, My My (Into the Black)“ von Neil Young.