Das Neue Berlin
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Einsam sterben – mit Susanne Loke
1 hour 35 minutes Posted Jan 21, 2024 at 2:04 pm.
Was bedeutet "undeckter Tod" und "einsames Sterben"
Physisches und soziales Sterben
Welche offiziellen Zahlen gibt es?
Einsamkeit und Tod in unserer Gesellschaft
Einsamkeit und soziale Ungleichheit
Verbreitung von Einsamkeit
Suizide
quantitative Untersuchung
Die Liegezeit
Lebensräume der unentdeckten Tode
Prozess des Heraussterbens
Leben in der "Straße der Toten"
Die Bedeutung der Stadt als Lebensraum
Zur Mehrebenenerklärung des einsamen Sterbens
Handlungsempfehlungen für kommunale und Bundesebene
Handlungsempfehlungen für die soziale Arbeit
Ketsa - Happier Moment
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Wenn ein Mensch alleine stirbt, hinterlässt er für immer ein Rätsel. In welchem Zustand war er in seinen letzten Momenten? Wollte er allein sein oder hätte er Hilfe gebraucht? Ein unbezifferter aber wohl beachtlicher Teil der deutschen Bevölkerung stirbt auf diese Weise. Manche werden erst nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten aufgefunden. Welche Lebensbedingungen finden mit einem solchen einsamen Tod ihr Ende?

Unser Gast Susanne Loke ist dem Thema in einer großangelegten Studie nachgegangen. In Aachen und Gelsenkirchen hat sie eine Vollerhebung aller unbegleiteten Tode über 10 Jahre durchgeführt, mit erstaunlichem Ergebnis: In den beiden Städten ist etwa jeder fünfte Verstorbene allein gewesen!

Anhand des verfügbaren statistischen Materials und einer eigenen intensiven Fallstudie versucht Loke den Ursachen des einsamen Sterbens auf den Grund zu gehen. Dabei porträtiert sie auch an Beispielen die Biografien und Lebensverhältnisse von Betroffenen und verdichtet ihre Befunde zu einem komplexen Erklärungsmodell. Dabei ensteht ein Syndrom sozialen Leids, das in unserer Gesellschaft bisher meist mit Scham, Verdrängung und Schweigen behandelt wird.

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