beatframes Podcast
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Maximilian Hecke, Matthias Neumayer
#15 Jan Pöltner, Gründer von 1000things
33 minutes Posted Aug 14, 2019 at 4:00 am.
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“Die Zukunft der Kreativbranche, ist den Mitarbeitern die lange Leine zu lassen.”

Er weiß was Millennials wollen. Jan Pöltner schuf durch reinen Zufall über Nacht 1000things - heute eine der erfolgreichsten Empfehlungsplattformen des Landes. Der gebürtige Oberösterreicher erzählt über seinen Digitalhit und über seinen äußerst progressiven Führungsstil - Stichwort unbegrenzter Urlaub und so viel Homeoffice wie man will. Außerdem erfahren wir, warum Kunden ihre Social Media Aktivitäten dann doch irgendwann selbst übernehmen sollten und warum ein analoger Wecker der Schlüssel für ein glückliches und erfolgreiches Leben sind.

Eigentlich hätte Jan Pöltner am 23. Oktober 2013 eine Univorlesung besuchen sollen - stattdessen erstellte er eine Facebookseite namens “1000things to do in Vienna”, die nach drei Tagen bereits über 60.000 Likes gesammelt hatte und heute zu den erfolgreichsten Empfehlungsplattformen des Landes zählt. Ob das in Zeiten von minimalen organischen Reichweiten heute noch möglich ist: “Wenn man eine Nische findet, die die Menschen begeistert, auf jeden Fall”, ist Pöltner überzeugt.

Vom Studentenprojekt zum Geschäftsmodell

1000things ist in drei Bereiche gegliedert: Das Mediahouse, das tagtäglich die Community mit Empfehlungen versorgt, die Agentur, die wiederum verschiedene redaktionelle Aufgaben im Bereich Social Media für Unternehmen übernimmt und der im Aufbau befindliche Onlineshop, der maßgeblich von Testimonial Michael Häupl, geprägt ist (Man bringe den Spritzwein Tasche). Den Ex-Bürgermeister als Werbegesicht zu gewinnen war im übrigen eine leichte Aufgabe: „Er hat gesagt, er will einen Spritzer und die Sache war für ihn erledigt.“

1000things ist laut Pöltner nach wie vor am Weg vom Studentenprojekt zum Unternehmen, eine zwischenzeitlich geplante Expansion in andere Städte wurde wieder abgebrochen, da “zunächst einmal die Hausaufgaben in Österreich zu machen sind”. Ganz vorne dabei ist Pöltner allerdings mit seinem Managementstil - Sowohl Homeofficezeiten als auch der Urlaub unterliegen für die MitarbeiterInnen von 1000things keiner Begrenzung. „Das wird sehr gut angenommen. Es ist die Zukunft der Kreativbranche, den Mitarbeitern die lange Leine zu lassen.“

“Das Flugzeug lenken muss der Kunde selbst”

Pöltner überrascht mit seiner Sicht auf das Verhältnis zwischen Agenturen und Unternehmen. “Der Kunde ist selbst immer am nähesten am Produkt. Als Social Media Agentur kann man dem Kunden sehr gut das fliegen beibringen, aber das Flugzeug lenken muss der Kunde selbst.”