In den vergangenen zwei Wochen habe ich zusammen mit Dorothe wieder eine Quest begleitet.
Das ist immer ein Abenteuer – und ein wunderbarer Spiegel für das Leben.
Für die meisten, die kommen, ist die Quest zunächst eine große Herausforderung: vier Tage alleine in der Wildnis.
Wie mache ich das? Wie schaffe ich das?
Und auf dem Weg in die Auszeit, schon in der Vorbereitung, begegnen sie sich selbst – im Spiegel ihrer Fragen: So lebe ich mein Leben: als müsste ich etwas schaffen. Als müsste ich etwas »gewinnen«.
Was aber, wenn ich damit aufhöre?
Wenn ich einfach so in die Auszeit gehe – ohne Ziel, ohne Zweck.
Das ist die eigentliche Herausforderung: die Haltung des Müssens zu verlernen und sich zu öffnen für das, was geschieht.
Auch – und gerade – wenn es anders kommt, als ich es mir vorgestellt habe.
Wenn es bricht.
Wenn es nicht »funktioniert«.
Wenn es wie Scheitern aussieht.
Wachsen heißt nicht, etwas zu leisten.
Wachsen bedeutet: aus der Tiefe heraus zu leben.
Aus einem inneren Wissen, das uns trägt – auch dann, wenn wir nichts festhalten können.
Und um das zu berühren, braucht es nicht unbedingt eine Quest.
Mitten im Leben.
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