Der Begriff und die Vorstellung von »Mutter Erde« ist pankulturell.
Franz von Assisi besingt »Mutter Erde« im Sonnengesang.
Ist das also ein Begriff, der uns den Weg weisen kann zu einer ökologischen Spiritualität?
Oder doch nur eine naive Romantisierung?
Denn welche Mutter ist so grausam, dass sie ihre eigenen Kinder frisst?
Der Gedanke könnte einem auch kommen, wenn von »Mutter Erde« die Rede ist.
Wenn wir uns anschauen, wie Menschen in den Regenfluten ertrinken, Waldbrände ganze Landstriche auslöschen und Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Tsunamis uns bedrohen – wollen wir da wirklich von »Mutter Erde« sprechen?
Ist das nicht eine naive Romantisierung?
Die Fragen sind zweifellos berechtigt.
Und: Ich spreche trotzdem von »Mutter Erde«, so wie es Menschen schon Jahrhunderte und Jahrtausende und wahrscheinlich auch Jahrhunderttausende getan haben.
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